Navigationsleiste

Unionsbürgerschaft

Menschenmenge © Dmitry Nikolaev, fotolia

Was ist die Unionsbürgerschaft?

  • Alle Staatsangehörigen eines EU-Landes sind automatisch Unionsbürger/-innen. Die Unionsbürgerschaft tritt zur nationalen Staatsbürgerschaft hinzu, ersetzt sie jedoch nicht. Dabei obliegt es jedem EU‑Land, die Bedingungen für Erwerb und Verlust seiner Staatsangehörigkeit festzulegen.
  • Die Unionsbürgerschaft wird allen EU‑Bürgerinnen und ‑Bürgern direkt durch den Vertrag über die Arbeitsweise der EU verliehen.

Ihre Rechte als EU-Bürger/-in

Gemäß dem Vertrag über die Arbeitsweise der EU haben Sie das Recht,

Unionsbürger/-innen haben auch das Recht auf gleichberechtigten Zugang zum öffentlichen Dienst der EU.

Mit dem Vertrag von Lissabon wurde die Europäische Bürgerinitiative eingeführt, eine neue Form der öffentlichen Beteiligung für europäische Bürgerinnen und Bürger. Finden sich eine Million Staatsangehörige aus einer signifikanten Zahl von EU-Ländern, die eine Initiative unterstützen, können sie die Europäische Kommission um Vorlage eines Legislativvorschlags im Rahmen ihrer Befugnisse ersuchen.

Die Unionsbürgerschaft wird regelmäßig in den Urteilen des Gerichtshofs berücksichtigt.

Auf Ihr Europa finden Sie oder Ihre Familienangehörigen weitere Informationen und Beratung.

Unter Ihre Rechte finden Sie Hilfe bei Problemen oder wenn Sie eine Beschwerde einreichen möchten.

Auf der Website der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration finden Sie konkrete Informationen zum Sozialschutz.

Aktuelle Maßnahmen der Kommission

Die Kommission arbeitet derzeit an ihrem Bericht über die Unionsbürgerschaft 2016. In diesem Zusammenhang leitete sie am 14. September 2015 eine öffentliche Konsultation ein, um die Erfahrungen und Ansichten von Bürgerinnen und Bürgern darüber einzuholen, wie ihnen der Alltag bei der Ausübung ihrer EU-Rechte erleichtert werden kann.

Die Kommission überwacht ferner die Umsetzung und Anwendung der mit der Unionsbürgerschaft einhergehenden und im Vertrag vorgesehenen Rechte durch die EU-Länder.

Bisherige Maßnahmen der Kommission

Wie in ihrem Bericht über die Unionsbürgerschaft 2013 angekündigt, veröffentlichte die Kommission 2014 einen Leitfaden mit dem Titel Wussten Sie schon...? 10 EU-Rechte auf einen Blick.

Im Mai 2013 nahm die Kommission im Rahmen des Europäischen Jahrs der Bürgerinnen und Bürger ihren zweiten Bericht über die Unionsbürgerschaftpdf Übersetzung für diesen Link wählen  an. Darin zog sie Bilanz über die Fortschritte bezüglich der 2010 vorgeschlagenen 25 Maßnahmen und stellte zwölf neue Initiativenpdf Übersetzung für diesen Link wählen  in sechs Schlüsselbereichen vor. Neben der Förderung der Unionsbürgerschaft ging es dabei um die Beseitigung bestehender Hindernisse, damit die Bürgerinnen und Bürger ihre Rechte uneingeschränkt wahrnehmen können. In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Kommission einen Bericht über die Fortschritte auf dem Weg zu einer effektiven Unionsbürgerschaft 2011-2013pdf Übersetzung für diesen Link wählen  sowie Factsheets zu den Ergebnissen aller EU-Länder.

Der Bericht über die Unionsbürgerschaft 2013 beruhte auf den Ergebnissen eines im Mai 2012 eingeleiteten Konsultationsverfahrens. Dieses umfasste eine öffentliche Konsultationpdf Übersetzung für diesen Link wählen  zur Sammlung von Erfahrungen und Ideen, wie die Unionsbürgerschaft gestärkt werden kann (Ergebnisse nach Ländern), zwei Eurobarometer-Umfragen zur Unionsbürgerschaftpdf Übersetzung für diesen Link wählen  und zum Wahlrechtpdf Übersetzung für diesen Link wählen , eine Studie des Ausschusses der Regionen über die Behinderung der Freizügigkeit und der politischen Rechte sowie Veranstaltungen wie ein Forum des Ausschusses der Regionen am 28. November 2012, eine gemeinsam vom Europäischen Parlament und der Kommission organisierte Anhörungpdf und die Bürgerdialoge der Kommission.

Der Bericht über die Unionsbürgerschaft 2013pdf Übersetzung für diesen Link wählen  war ein Beitrag zu den Veranstaltungen des Europäischen Jahrs der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere zu den Bürgerdialogen, und ebnete den Weg für die Europawahlen 2014.

In ihrem ersten Bericht über die Unionsbürgerschaft 2010pdf Übersetzung für diesen Link wählen  ermittelte die Kommission Hindernisse, auf die Bürgerinnen und Bürger bei der Ausübung ihrer EU-Rechte stoßen, und nannte Maßnahmen zu deren Beseitigung. Damit einher ging ein Bericht über die Fortschritte auf dem Weg zu einer effektiven Unionsbürgerschaftpdf Übersetzung für diesen Link wählen .  Beide Berichte stützten sich auf die Ergebnisse einer 2010 durchgeführten öffentlichen Konsultation. Die Kommission ist ihren Verpflichtungen nachgekommen – informieren Sie sich über die erzielten Fortschrittepdf Übersetzung für diesen Link wählen .

Justiz-Themen auf Twitter