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Geschichte

1951: Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien, Luxemburg und die Nieder­lande unter­zeichen einen Vertrag, mit dem ihre Kohle- und Stahl­industrien so eng mit­einander ver­knüpft werden sollen, dass die Länder nie wieder gegen­einander Krieg führen können.

1957: Die gleichen sechs Länder unter­zeichnen die Römischen Verträge, mit denen die Euro­päische Wirt­schafts­gemein­schaft (EWG, später die Euro­päische Union) mit ihrem „gemein­samen Markt“ gegründet wird.

1968: Im Waren­handel inner­halb der EWG werden alle Zoll­kontin­gente und Abgaben für importierte Waren ab­geschafft. Andere Barrieren, z.B. die unter­schied­lichen Sicher­heits- und Ver­packungs­anforder­ungen bzw. Ver­waltungs­verfahren in den einzelnen Mit­glied­staaten, bleiben jedoch bestehen. In der Praxis hindern diese Unter­schiede die Hersteller daran, ihre Waren euro­paweit zu vermarkten.

Frühe 1980er Jahre: Die Ent­wicklung hin zu einem Binnen­markt kommt praktisch zum völligen Still­stand. Schuld daran sind die Starr­heit und Frag­ment­ierung der zu­nehmend wett­bewerbs­schwachen nationalen Wirt­schaften sowie die Un­fähig­keit der euro­päischen Staaten, die für eine Änder­ung der Situation not­wendige Ein­stimmig­keit zu erreichen.

1985: Die Euro­päische Kom­mis­sion ver­öffent­licht einen um­fassenden Plan für die Zu­sammen­führung der frag­ment­ierten natio­nalen Märkte zur Schaff­ung eines echten Binnen­marktes ohne Grenzen bis Ende 1992.

1986: Die EU beschließt die Ein­heit­liche Euro­päische Akte. Dadurch wird die An­nahme be­stimmter wichtiger Ent­scheid­ungen im Minister­rat mit einem Mehr­heits­votum er­mög­licht. Dieser Aspekt ist von ent­scheid­ender Be­deut­ung für die Ein­haltung der für 1992 ge­setzten Frist.

1986 – 1992: Die EU beschließt fast 280 einzelne Rechts­vor­schriften, mit deren Hilfe die bis dato ab­ge­schott­eten natio­nalen Märkte schlag­artig ge­öffnet werden um den Binnen­markt zu voll­enden. In vielen Be­reichen werden 12 einzelne einzel­staat­liche Vor­schriften (die EU zählte damals 12 Mit­glieder) durch eine ein­heit­liche euro­päische Regel­ung er­setzt. Dies führt zu einer enormen Ver­ein­fach­ung und Kosten­reduk­tion für alle Unter­nehmen, die ihre Pro­dukte in der ge­samten Union ver­markten woll­ten. In anderen Be­reichen einigen sich die Mit­glied­staaten darauf, an­statt neue Rechts­vor­schriften zu erlassen, die je­weils in den anderen Länd­ern geltenden Ge­setze und tech­nische Normen an­zu­erkennen („Grund­satz der gegen­seitigen An­erkennung“).

1993: Der Binnen­markt wird ver­wirklicht.

1993 bis heute: Der Binnen­markt trägt dazu bei, Handels­hemm­nisse ab­zu­bauen, Arbeits­plätze zu schaf­fen so­wie den Wohl­stand in der EU zu heben. Die Kom­mis­sion ver­öffent­licht und aktuali­siert regel­mäßig die Binnen­markt­strategie, in der lang­fristige Stra­te­gien und Rahmen­beding­ungen für ein besseres Funktio­nieren des Binnen­marktes fest­gelegt werden.