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Handel

Der Einzel-und Großhandel im Dienstleistungssektor (auch bezeichnet als Handel/Absatzwirtschaft) beschäftigt fast 33 Millionen Menschen. Im Jahr 2010 trug er € 1.160 Milliarden zum EU-Mehrwert, was einen Anteil von 11% des BIP der EU ausmacht. Ein Teil des Handels, der Einzelhandel, ist Schlüssel der europäischen Wirtschaft: EU-Einzelhandelsdienstleistungen steuern € 454 Milliarden zum EU-Mehrwert bei, was einen Anteil von 4,3% der gesamten EU-Wertschöpfung ausmacht und beschäftigen nicht weniger als 18,6 Millionen Bürger.

Der Handel spielt darüber hinaus auch eine entscheidende Rolle als Bindeglied zwischen Produzenten, Vertrieb und Verbrauchern. Verbraucher in ganz Europa profitieren von den integrierten Handelsmärkten der Gemeinschaft, wenn sie in ihren Geschäften vor Ort Produkte aus anderen Mitgliedstaaten kaufen.

Der Handel ist schließlich einer der größten Nutzer von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und daher ein wesentlicher Antrieb für Innovation. In der Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft muss er eine wesentliche Rolle übernehmen. In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise fällt dem Handel die wichtige Aufgabe zu, den Menschen Zugang zu erschwinglichen Verbrauchsgütern von guter Qualität zu verschaffen.

Hochrangige Gruppe für Wettbewerbsfähigkeit im Einzelhandel

Die hochrangige Gruppe unterstützt die Kommission bei der Entwicklung von Politiken zur Verbesserung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des EU-Einzelhandels.

Die Mitglieder der Hochrangigen Gruppe wurden Dezember 2013 ernannt.

Treffen

25.06.2014 – Zweite Sitzung
20.01.2014 – Erste Sitzung der Hochrangigen Gruppe für Wettbewerbsfähigkeit im Einzelhandel

Ein europäischer Aktionsplan für den Einzelhandel

Verabschiedung des europäischen Einzelhandel-Aktionsplan – 31.01.2013

Am 31. Januar 2013 hat die Kommission eine „Mitteilung über einen europäischen Einzelhandel-Aktionsplan“ verabschiedet. Diese Mitteilung schlägt Maßnahmen zur Errichtung des Binnenmarkts im Einzelhandel vor, indem sie sich mit den wichtigsten Hindernissen, die das reibungslose Funktionieren in diesem Bereich beeinflussen, befasst. Sie wird die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Leistungen des Einzelhandels anreichern und sicherstellen, dass sie vollständig zu den Zielen der Europa-2020-Strategie beiträgt. Als Teil dieses Aktionsplans hat die Kommission auch ein Grünbuch über unlautere Handelspraktiken in der Business-to-Business Lebensmittel- und Nichtlebensmittelversorgungskette in Europa verabschiedet.

Einzelhandelsniederlassung

Der europäische Aktionsplan für den Einzelhandel (ERAP) hat Niederlassungsbeschränkungen als ein schwerwiegendes Hindernis für die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors ausgemacht. Oftmals dienen solche Einschränkungen dazu, eine ausgewogene und nachhaltige territoriale Entwicklung zu gewährleisten. Es ist dabei allerdings wichtig, die Verhältnismäßigkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen sorgfältig zu bewerten, so dass sie den Einzelhandel nicht in ungerechtfertigter Weise behindern. Wie im europäischen Aktionsplan vorgesehen führt die Kommission gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten derzeit ein 'Peer-Review' der nationalen Vorschriften zur Einzelhandelsniederlassung durch, um so bewährte Vorgehensweisen zu identifizieren.

Workshop über Einzelhandelsniederlassung - 3. Dezember 2014

Die Europäische Kommission ersuchte HVG (Holland Van Gijzen) zur Durchführung einer rechtlichen Studie über Einzelhandelsniederlassung in den 28 Mitgliedstaaten. Zwischenergebnisse der Studie wurden in der Dienstleistungsrichtlinie Expertengruppe im Juni und den Beteiligten im Rahmen des Workshops am 8. Juli 2014 präsentiert. Am 3. Dezember 2014 veranstaltet die Europäische Kommission einen Workshop zum Thema Einzelhandelsniederlassung. Dieser Workshop wird Mitgliedstaaten und Interessengruppen zusammen ziehen.

Für Anmeldung und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an markt-retail@ec.europa.eu. Die Anmeldefrist endet am 17. November.

Workshop – 8. Juli 2014

Die Kommission hat einen Workshop am 8. Juli 2014 organisiert, um den Beteiligten (Einzelhändler, Verbraucher, Vertreter der Kommunen etc.) zu erlauben, ihre Ansichten darzulegen und die entscheidenden Fragen gemeinsam zu diskutieren.

Unlautere Handelspraktiken

Mitteilung gegen unlautere Handelspraktiken zwischen Unternehmen in der Lebensmittelversorgungskette

Die Mitteilung über unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette ist an Interessengruppen und Mitgliedstaaten gerichtet. Sie betont das Potenzial von freiwilligen Rahmenregelungen, insbesondere der sogenannten Supply Chain Initiative, die im September 2013 ins Leben gerufen wurde und fordert alle Marktteilnehmer auf, dieser Initiative und ihrer nationalen Plattformen beizutreten. Die Mitteilung fordert die Mitgliedstaaten auf, zu prüfen, ob ihre derzeitigen nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen angemessen sind, um unfaire Handelspraktiken einzudämmen. Ausserdem ruft sie die Mitgliedsstaaten dazu auf, die Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit der ihnen zur Verfügung stehenden Mechanismen für die Durchsetzung von Regeln gegen unfaire Praktiken zu beurteilen.

Studie über den Rechtsrahmen bzgl. unlauterer Handelspraktiken zwischen Unternehmen in der Einzelhandelsversorgungskette – 11.07.2014

(Die Studie gibt ausschließlich die Meinungen der Autoren wieder.)

Grünbuch über unlautere Handelspraktiken in der Business-to-Business Lebensmittel- und Nichtlebensmittelversorgungskette in Europa – 31.01.2013

Dieses Grünbuch ist die Ersteinschätzung der Probleme, die durch unlautere Geschäftspraktiken im Business-to-Business-Beziehungen entlang der Lieferkette des Einzelhandels entstanden, einschließlich des Mangels an effizienter Durchsetzung der bestehenden nationalen Vorschriften und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Binnenmarkt. Das Ziel des Grünbuchs war es eine Konsultation der Interessengruppen basierend auf dieser Analyse zu starten und mögliche nächste Schritte zur Lösung des Problems zu identifizieren.

Relevante Dokumente

Hin zu einem europäischen Aktionsplan für Handel und Vertrieb - Workshops – Februar-März 2012

Das Ziel der Workshops war es, interessierte Beteiligte zusammenzubringen und die Zukunft von Handel und Vertrieb in Europa sowie die Notwendigkeit für einen europäischen Aktionsplan für Handel und Vertrieb zu erörtern.

Entschließung des Europäischen Parlaments „Mehr Effizienz und Fairness auf dem Einzelhandelsmarkt“ – 05.07.2011

EBTP Bericht über die Konsultation über Unfaire Handelspraktiken zwischen Unternehmen – 15.02.2011

Überwachung des Handels- und Vertriebsmarktes: Bericht über die Hindernisse bei der Entwicklung eines effizienteren und faireren Handels und Vertriebs in Europa – 05.07.2010

Der Bericht und das begleitende Arbeitspapier der Dienststellen der Kommission erstellen eine sachbezogene und umfassende Bewertung des gesamten EU Handelsektors, um so mögliche Fehlfunktionen des Marktes zu identifizieren.

Eine öffentliche Konsultation zu dem Bericht wurde gestartet, um die politischen Prioritäten der Kommission festzulegen. Diese werden dann in die Binnenmarktakte einfliessen. Die Konsultation wurde am 10. September 2010 geschlossen.

Mitteilung „Die Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette in Europa verbessern“ – Oktober 2009

Trotz des jüngsten drastischen Rückgangs der Agrarrohstoffpreise liegen die vom Verbraucher zu zahlenden Lebensmittelpreise nach wie vor auf einem hohen Niveau. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Effizienz dieses so wichtigen europäischen Wirtschaftssektors auf. In der vorgelegten Mitteilung werden konkrete politische Maßnahmen auf der Ebene der Mitgliedstaaten und auf EU-Ebene vorgeschlagen, die die Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette in Europa verbessern sollen.

Mitteilung zu Lebensmittelpreisen in Europa – 09.12.2008

Zwischen 2007 und Sommer 2008 stiegen die Preise für landwirtschaftliche Produkte wie Getreide und Milch außergewöhnlich schnell. Dieser Preisanstieg hat sich wesentlich in höheren Lebensmittelpreisen widergespiegelt und hat dazu geführt, dass die Kaufkraft des durchschnittlichen europäischen Haushalts um etwa 1% gesunken ist. Haushalte mit niedrigem Einkommen waren sogar noch stärker betroffen. Angesichts dieser Entwicklung hat der Europäische Rat die Europäische Kommission beauftragt, die Gründe für diesen plötzlichen Anstieg zu untersuchen.

Im Dezember 2008 verabschiedete die Kommission eine Mitteilung zu „Lebensmittelpreisen in Europa“.