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Europäischer Berufsausweis

Der europäische Berufsausweis ist ein Projekt, welches darauf zielt die Freizügigkeit von Berufstätigen in der EU im Rahmen der modernisierten Richtlinie über Berufsqualifikationen zu erleichtern. Der Berufsausweis soll das behördeninterne Anerkennungsverfahren vereinfachen, es für Bürger transparenter gestalten und das Vertrauen unter den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten der EU stärken.

Die Kommission hat die Grundzüge eines solchen Berufsausweises in ihrem Grünbuch vom 22. Juni 2011 dargestellt.

Konsultation zur Einführung des Europäischen Berufsausweises für 7 Berufe – 07.04.2014

Am 7. April hat die Europäische Kommission eine Konsultation zur Einführung des Europäischen Berufsausweises (EPC) für Krankenpflegepersonal, Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten, Ingenieure, Bergführer und Immobilienmakler veröffentlicht. Diese sieben Berufe wurden von der Europäischen Kommission nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des Aufrufs zur Interessenbekundung vorgeschlagen. Nicht alle werden zwangsläufig für den EPC ausgewählt werden. Andere interessierte Berufe werden zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden.

Das Ziel dieser Konsultation ist es, weitere Standpunkte von den Berufsverbänden und den für die Anerkennung von Berufsqualifikationen zuständigen Behörden zu erhalten sowie die Erhebung von Daten über Themen wie die Mobilität der Fachkräfte, Bewerbungsverfahren und Gebühren. Diese Resultate wird die Europäische Kommission verwerten um beurteilen zu können, ob der EPC für die betreffenden Berufe geeignet ist und welche Auswirkungen seine Einführung auf die EU-Mitgliedsstaaten haben würde. Andere Interessenten – beispielsweise Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften oder andere Behörden sind ebenfalls eingeladen, ihre Standpunkte bekannt zu geben.

Aufforderung zur Interessensbekundung an der Einführung des europäischen Berufsausweises (EPC)

Am 18. Oktober 2013 wurden die berufsständischen Organisationen und Verbände auf nationaler und europäischer Ebene aufgefordert, ihr Interesse an der Einführung des europäischen Berufsausweises für ihre jeweiligen Berufe zu bekunden.

Der Europäische Berufsausweis kann nur für Berufe eingeführt werden, welche die Kriterien der Richtlinie bezüglich der möglichen Mobilität zwischen den Mitgliedstaaten sowie der Regulierung des Berufes erfüllen, und die Interessenvertreter des Berufs ein entsprechendes Interesse an der Einführung geäußert haben. Diese Regelung hat zur Folge, dass nicht jeder Beruf von der Einführung des europäischen Berufsausweises profitieren kann.

Lenkungsgruppe

Die Umsetzung des EPC war Gegenstand von Diskussionen innerhalb einer Expertengruppe, welche zu diesem Zweck von der Europäischen Kommission im Januar 2011 einberufen worden war. Die Gruppe - genannt Lenkungsgruppe- bestand aus Vertretern der nationalen Verwaltungen der Mitgliedstaaten (Ministerien für Wirtschaft, Ministerien für Bildung, Ministerien für Gesundheit), zuständigen Behörden und einer Reihe von verschiedenen Berufsverbänden. Den Vorsitz der Gruppe haben die Dienststellen der Kommission innegehabt.

Die Gruppe hat sechs Sitzungen abgehalten. Das letzte Treffen fand im September 2011 statt. Die Diskussionen in den Untergruppen haben zu Fallstudien für verschiedene Berufe (Ärzte, Ingenieure, Bergführer, Krankenschwestern, Physiotherapeuten) geführt. Darüber hinaus haben die Teilnehmer zwei weitere Dokumente entworfen und zwar betreffend des Berufes des Immobilienmaklers und, auf Vorschläge einiger, damit beauftragter, Behörden hin, eine Regulierung für Apotheker.

Fallstudie und Arbeitspapier

Protokoll der Lenkungsgruppe für den Berufsausweis

Schwerpunktgruppe zum Europäischen Berufsausweis

Die Europäische Kommission hat zur Beurteilung der Eignung des Europäischen Berufsausweises für bestimmte Berufe und dessen Auswirkungen in den Mitgliedsstaaten eine Schwerpunktgruppe zum Europäischen Berufsausweis gebildet. Diese Gruppe soll beurteilen, ob ein bestimmter Beruf die Kriterien für die Einführung des Berufsausweises erfüllt und spielt eine aktive Rolle in der Diskussion um die Funktionalität des Ausweises.

Die Schwerpunktgruppe besteht aus einer begrenzten Anzahl von Vertretern der Berufsverbände und Behörden in den EU-Mitgliedstaaten, die für die zum jetzigen Zeitpunkt ausgewählten Berufe zuständig sind.

Sitzungsberichte der Schwerpunktgruppe zum Europäischen Berufsausweis