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Vorübergehende Mobilität

Titel II der Richtlinie 2005/36/EG regelt die Frage der Berufsqualifikationen bei vorübergehender Ausübung einer Tätigkeit auf dem Hoheitsgebiet des Aufnahmemitgliedstaats. Der vorübergehende und gelegentliche Charakter der Tätigkeiten eines Arbeitnehmers oder Selbständigen wird im Einzelfall anhand der Dauer, der Häufigkeit, der regelmäßigen Wiederkehr und der Kontinuität der Tätigkeit beurteilt.

Der Aufnahmemitgliedstaat kann verlangen, dass eine vorherige schriftliche Meldung unter Angabe bestimmter Informationen erfolgt. Der veröffentlichte Anzeiger über die Richtlinie für Berufsqualifikationen bietet einen ersten Überblick über die in den verschiedenen Mitgliedstaaten geltenden Meldevorschriften.

Berührt der betreffende Beruf jedoch die öffentliche Gesundheit oder Sicherheit und fällt er nicht unter die automatische Anerkennung gemäß Titel III Kapitel III der Richtlinie, kann der Aufnahmemitgliedstaat – unter Einhaltung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit – bei der ersten Erbringung der Dienstleistung die Berufsqualifikationen des Dienstleisters nachprüfen.

Der Aufnahmemitgliedstaat kann eine vorübergehende Eintragung oder eine Pro-Forma-Mitgliedschaft bei einer Berufsorganisation vorsehen, die automatisch auf der Grundlage der vorherigen schriftlichen Meldung erfolgt. Des Weiteren sind die Körperschaften des öffentlichen Rechts im Bereich der sozialen Sicherheit vor der Erbringung der Dienstleistung, in Notfällen danach, zu informieren. Schließlich kann der Aufnahmemitgliedstaat vom Dienstleistungserbringer verlangen, dass er dem Dienstleistungsempfänger bestimmte Informationen liefert. Eingehende Erklärungen dazu finden Sie im Benutzerleitfadenpdf Übersetzung für diesen Link wählen .