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Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA)

Was ist SEPA?

Im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (kurz „SEPA“) können über 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger, über 20 Millionen Unternehmen und die europäischen Behörden unabhängig von ihrem Standort Zahlungen in Euro unter den gleichen grundlegenden Bedingungen und mit den gleichen grundlegenden Rechten und Pflichten leisten und erhalten.

Die Einführung des Euro hat dazu beigetragen, dass Barzahlungen überall im Euro-Währungsgebiet genauso einfach geworden sind wie im Heimatland. Hingegen war es noch bis vor kurzem gar nicht so leicht, Waren oder Dienstleistungen in einem anderen Land des Euroraums auf elektronischem Wege zu bezahlen, z. B. mit einer Debitkarte, die heutzutage eines der bevorzugten Zahlungsmittel vieler Europäerinnen und Europäer ist. Wenn Sie früher Geld von Ihrem heimischen Bankkonto auf ein Konto in einem anderen Land des Euroraums überweisen wollten, konnte die Abwicklung der Zahlung deutlich länger dauern, und mitunter erhielt der Empfänger auch nicht den vollen Betrag.

Welche Vorteile bietet SEPA?

Durch SEPA sind elektronische Zahlungen im Euro-Währungsgebiet genauso einfach geworden wie Barzahlungen. Sie können jetzt schnell und sicher Geldbeträge zwischen Bankkonten an beliebigen Orten im Euroraum transferieren. Bei Einkäufen im Ausland können Sie für Zahlungen in Euro genauso wie in Ihrem Heimatland Ihre Debitkarte verwenden.

SEPA bedeutet auch bessere Bankdienstleistungen für alle: transparente Preisgestaltung, zuverlässige Garantien, dass Ihre Zahlungen schnell und in voller Höhe eingehen, und Haftung der Banken für den Fall, dass es bei der Zahlung zu Problemen kommt.

Der Gesamtnutzen, den SEPA für die Beteiligten erbringt, wurde im Jahr 2014 von PWC auf jährlich 21,9 Mrd. EUR beziffert. Dies entspricht den Ergebnissen einer von Cap Gemini im Jahr 2008 durchgeführten Studie, der zufolge der kumulierte Nutzen über einen Zeitraum von sechs Jahren auf 123 Mrd. EUR zu veranschlagen wäre.

SEPA Verordnung

Mit der im Jahr 2012 verabschiedeten SEPA-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 260/2012) sollte ein europäischer Binnenmarkt für Massenzahlungen geschaffen werden. In der Verordnung war der 1. Februar 2014 als Termin festgelegt worden, ab dem sämtliche Überweisungen und Lastschriften in Euro nur in demselben Format erfolgen sollten, nämlich in Form von SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften.

Durch eine Änderung der SEPA-Verordnung wurde ein Übergangszeitraum von sechs Monaten – bis zum 1. August 2014 – vorgesehen, um eine möglichst reibungslose Umstellung für Verbraucher und Unternehmen zu gewährleisten.

SEPA – eine gemeinsame Anstrengung

Die Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) ist eine Initiative der europäischen Bankenbranche. Dank SEPA werden elektronische Zahlungen – ob per Kreditkarte, Debitkarte, Banküberweisung oder Lastschrifteinzug – im Euroraum künftig genauso einfach sein, wie es derzeit bei Inlandszahlungen der Fall ist. Das SEPA-Projekt wird maßgeblich von der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank unterstützt. Der SEPA-Rat, der demnächst durch ein neues Steuerungsgremium, nämlich den Ausschuss für Massenzahlungen in Euro (Euro Retail Payments Board – ERPB), ersetzt wird, führt alle Akteure des Zahlungsmarktes zusammen, um eine reibungslose Einführung von SEPA zu ermöglichen.

SEPA-Migration

Gemeinsam mit der EZB beobachtet die Europäische Kommission aufmerksam, wie die SEPA-Einführung in den einzelnen Mitgliedstaaten voranschreitet.