Navigationsleiste

Weitere Extras

Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD)

Die Zahlungsdiensterichtlinie (PSD) bildet die rechtliche Grundlage für die Schaffung eines EU-weiten Binnenmarkts für den Zahlungsverkehr. Die Richtlinie sieht die Einführung moderner und umfassender Vorschriften vor, die für alle Zahlungsdienstleistungen in der Europäischen Union gelten werden. Ziel ist es, dass grenzüberschreitende Zahlungen so einfach, effizient und sicher werden wie 'nationale' Zahlungen innerhalb eines Mitgliedstaats. Außerdem soll der Wettbewerb verbessert werden, indem die Zahlungsverkehrsmärkte für neue Anbieter geöffnet werden, was zu höherer Effizienz und geringeren Kosten führen dürfte. Gleichzeitig schafft die Richtlinie die nötige rechtliche Basis für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA).

Sobald die Richtlinie durch das Europäische Parlament und den Rat offiziell verabschiedet und daraufhin veröffentlicht worden ist, muss sie von den Mitgliedstaaten bis zum 1. November 2009 in nationales Recht umgesetzt werden.

Gesetzespaket im Bereich Zahlungsverkehr - 24.07.2013

Am 24. Juli 2013 hat die Kommission einen Vorschlag für ein Gesetzespaket im Bereich des Europäischen Zahlungsverkehrs verabschiedet. Dieses Paket beinhaltet den Vorschlag für eine überarbeitete Richtlinie über Zahlungsdienste (ZDR2) sowie für eine Verordnung über Multilaterale Interbankenentgelte (MIFs). Mit diesen Maßnahmen sollen die Rahmenbedingungen im Zahlungsverkehr weiter den Bedürfnissen in einem effektiven Europäischen Zahlungsverkehrsmarkt angepasst werden. Zudem sollen sie dazu beitragen, im Bereich des Zahlungsverkehrs Wettbewerb, Innovation und Sicherheit zum Nutzen aller Beteiligen und insbesondere von Konsumenten weiter zu fördern. Die Überarbeitung der rechtlichen Regelungen zum Zahlungsverkehr war zudem Bestandteil der "Binnenmarktakte II" (Single Market Act II) der Kommission und ist zugleich auch die Reaktion auf das Grünbuch der Kommission „Ein integrierter europäischer Markt für Karten-, Internet- und mobile Zahlungen“ aus dem Jahr 2012. Das Maßnahmenpaket beinhaltet die folgenden Dokumente: