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Verbraucherkredit

Ein Verbraucherkreditrecht für das 21. Jahrhundert

Die Europäische Kommission hat in September 2002 einen Vorschlag für eine neue Richtlinie über den Verbraucherkredit angenommen. Die geltende EU-Regelung aus dem Jahre 1987 hat mit der bedeutenden Entwicklung in diesem Bereich nicht Schritt gehalten und legt ohnehin nur einen Mindeststandard fest. Viele ihrer Bestimmungen sind hinter einzelstaatlichen Regelungen zurückgeblieben. Das Fehlen gemeinschaftlicher Vorschriften hat zum Rückgang grenzübergreifender Geschäfte und zu Unterschieden im Verbraucherschutz in den Mitgliedstaaten geführt.

Die neue EU-Regelung für Verbraucherkredite wird heute auch auf moderne Formen des Verbraucherkredits ausgedehnt. Wohnungsbaudarlehen sind weiterhin von ihrem Geltungsbereich ausgeschlossen. Den Kreditnehmern wird nun mehr Transparenz bei den Produkten (Kosten und Bedingungen) und die Möglichkeit geboten, Angebote in verschiedenen Mitgliedstaaten leichter miteinander zu vergleichen. Kreditgeber werden bessere Möglichkeiten zur Einschätzung des Schuldnerrisikos haben, jedoch trifft sie künftig auch eine Pflicht, sich über ihre Kunden zu erkundigen, ehe sie einen Kredit vergeben. Dem Verbraucher steht ferner das Recht zu, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen unentgeltlich und ohne Begründung zu widerrufen. Ein harmonisiertes Verbraucherkreditrecht in der gesamten Union wird nicht nur den Schutz der Verbraucher über die Grenzen hinweg verbessern, sondern auch deren Vertrauen und damit die Funktionsfähigkeit und die Stabilität des Verbraucherkreditmarkts in der EU stärken.