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25/02/2014

Privatkundengeschäfte, Archiv, Fernverkauf von Finanzdienstleistungen

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Fernverkauf von Finanzdienstleistungen



Hintergrund

Mai 2002: EU-Kommissaren David Byrne und Frits Bolkestein begrüßten, dass das Europäische Parlament hinter den Vorschlag für eine Richtlinie war.

September 2001: Kommissionsmitglieder David Byrne und Frits Bolkestein begrüßten den im Ministerrat erzielten Durchbruch. Der Rat für Binnenmarkt, Tourismus und Verbraucherfragen hatte eine politische Einigung über gemeinsame Vorschriften für den Verkauf von Kreditkartenverträgen, Investment- und Pensionsfondsanteilen u.ä. per Telefon, Fax oder Internet erzielt. Die zentralen Punkte dieses Richtlinienvorschlags sind

  1. das Verbot missbräuchlicher Vermarktungspraktiken, durch die die Verbraucher zur Abnahme einer nicht angefragten Dienstleistung verpflichtet werden sollen (unbestellte Dienstleistungen);
  2. die Beschränkung von Verkaufspraktiken wie dem unangemeldeten Verkaufsangebot per Telefon oder E-Mail ('Junk-Mails');
  3. die Verpflichtung, den Verbraucher vor Vertragsabschluss umfassend zu informieren, und
  4. das Recht des Verbrauchers, während der Überdenkungsfrist vom Vertrag zurückzutreten (mit Ausnahme von Fällen, in denen ein Spekulationsrisiko besteht). Dies entspricht den in allen anderen Einzelhandelssparten bereits geltenden Standards.

Juni 1999: Die Europäische Kommission hat die geänderte Fassung eines Vorschlags für eine Richtlinie gebilligt. Die Kommission kommt dabei in vielen Punkten den Änderungswünschen des Parlaments nach; so wird das Konzept einer 'maximalen Harmonisierung' beibehalten, die Regelung mit einer 14-tägigen Bedenkzeit vor Vertragsabschluß wird durch die Verpflichtung des Anbieters ersetzt, den Kunden umfassende Informationen an die Hand zu geben, und es wird ein allgemeines Widerrufsrecht eingeführt.

Oktober 1998: Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für eine Richtlinie gebilligt, mit der für den Fernverkauf von Finanzdienstleistungen im Binnenmarkt ein genau abgesteckter Rechtsrahmen gesetzt wird. Damit soll für den Absatz von Finanzdienstleistungen (z. B. Versicherungen, Bankwesen und Anlagefonds), die per Telefon, mit Hilfe elektronischen Kommunikationsmedien wie etwa das Internet oder aber auch per Briefpost an Endverbraucher vertrieben werden, ein hohes Verbraucherschutzniveau gewährleistet werden, auf daß das Vertrauen der Verbraucher in deratige Dienstleistungen gestärkt wird und die Anbieter von Finanzdienstleistungen über einen präzise definierten Rechtsrahmen verfügen, der einen ungehinderten Fernverkauf im gesamten Binnenmarkt ermöglicht. Die vorgeschlagene Richtlinie dürfte dazu beitragen, daß sich innovative Formen des Handels mit Finanzdienstleistungen in der EU entwickeln, und den Verbrauchern den Zugang zu Finanzdienstleistungen in anderen Mitgliedstaaten als ihrem Wohnland erleichtern.

Richtlinie 2002/65/EG

26. Juni 2002: Der Rat hat sich auf die neue Richtlinie geeinigt. Die vereinbarten Regeln stehen im Einklang mit den Bestimmungen, die bereits für die übrigen Einzelhandelsbranchen gelten. Die Richtlinie wird zwei Jahre nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten.

  • Schlussfolgerungen des Rates English
  • Pressemitteilung (Midday Express) zum Ergebnis der Ratssitzung EnglishFrançais
  • Richtlinie 2002/65/EG

Letzte Aktualisierung: 21.11.2011