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Konsultation zur elektronischen Rechnungstellung im öffentlichen Auftragswesen

Politikbereich

  • Binnenmarkt, Öffentliches Auftragswesen, Digitale Agenda

Zielgruppen

Behörden, Bürger, Unternehmen und Organisationen. Beiträge von Behörden und Unternehmen, die mit der elektronischen Rechnungstellung bei öffentlichen Aufträgen direkt zu tun haben, sind besonders erwünscht.

Period

  • Vom 22.10.2012 zum 14.01.2013.

Ziel der Konsultation

Im letzten Jahrzehnt haben IKT-Instrumente viele Bereiche in der Geschäftstätigkeit und der Auftragsvergabe durchdrungen. Viele Unternehmensabläufe sind automatisiert worden. In den letzten Jahren hat die Automatisierung auch den Bereich der Rechnungstellung erreicht, und zwar in Form strukturierter elektronischer Rechnungsmeldungen, bei denen ein menschlicher Eingriff nicht mehr erforderlich ist. Eine Reihe von EU-Mitgliedstaaten hat in diesem Bereich Rechtsvorschriften erlassen, und einige von ihnen haben die elektronische Rechnungstellung im öffentlichen Auftragswesen, d. h. bei Umsätzen zwischen Unternehmen und staatlichen Stellen (B2G-Umsätze), verbindlich gemacht. Dies hat dazu geführt, dass es nun mehrere, nach Ländern getrennte Systeme der elektronischen Rechnungstellung gibt, die nach unterschiedlichen – oft nationalen – Normen funktionieren. Da die Rechnungstellung ein zentraler Bestandteil jedes Kaufvertrags ist, führt die Vielzahl elektronischer Rechnungstellungsstandards im öffentlichen Auftragswesen für Unternehmen, die über Grenzen hinweg Verträge mit öffentlichen Behörden in anderen Mitgliedstaaten schließen, zu mehr Komplexität und höheren Kosten. Das Ergebnis ist eine Fragmentierung des Binnenmarktes.

Zudem entfällt trotz der jüngsten Entwicklungen nur ein Bruchteil der Rechnungstellung in der EU auf die elektronische Rechnungstellung (zwischen 5 % und 15 %, je nach Quelle). Den meisten Angaben zufolge ist ihr Anteil im öffentlichen Auftragswesen sogar noch geringer. Tatsächlich herrschen nach wie vor manuelle Verfahren und Papierdokumente vor, was höhere Bearbeitungskosten, längere Zahlungsfristen und mehr Müll bzw. eine größere Umweltbelastung nach sich zieht. Diese wirtschaftlichen und sozialen Kosten betreffen alle Beteiligten und sind im jetzigen Konjunkturklima umso bedauerlicher. Glücklicherweise bietet die elektronische Rechnungstellung unmittelbare Vorteile in all diesen Bereichen.

Die Europäische Kommission prüft derzeit, auf welche Weise sich die Schranken, die sich aus der mangelnden Interoperabilität zwischen den nationalen Systemen der elektronischen Rechnungstellung im öffentlichen Auftragswesen ergeben, überwinden lassen und wie die Übernahme der elektronischen Rechnungstellung in der EU gefördert werden kann. Nachdem mehrere Mitgliedstaaten beschlossen haben, die elektronische Rechnungstellung im öffentlichen Auftragwesen verbindlich zu machen, besteht eine der in Betracht gezogenen Optionen darin, diese Vorschriften auf das öffentliche Auftragswesen in der EU insgesamt auszudehnen. Da die Behörden die wichtigsten Käufer in der EU sind, könnten sie als treibende Kraft für eine breitere Übernahme der elektronischen Rechnungstellung in Europa wirken – zunächst im B2G-Bereich, potenziell dann aber auch im B2B-Bereich.

Die Konsultation dient der Einholung von Meinungen bzw. Informationen über die Anwendung der elektronischen Rechnungstellung im öffentlichen Auftragswesen, d. h. im B2G-Bereich, und über den Handlungsbedarf auf EU-Ebene. Erwünscht sind auch Beiträge zu den Lösungen, die für eine Förderung der Übernahme der elektronischen Rechnungstellung im B2G-Bereich und eine Stärkung der Interoperabilität zwischen den verschiedenen nationalen und herstellereigenen Systemen am angemessensten wären.

Einreichung von Beiträgen

Der unten stehende Fragebogen kann in einer der folgenden Sprachen beantwortet werden:
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In Freitextfeldern können Antworten in allen Amtssprachen der EU gegeben werden. Da jedoch bei bestimmten Sprachen die Übersetzung zusätzlich Zeit in Anspruch nehmen könnte, wäre es für eine rasche Bearbeitung hilfreich, wenn die Antworten in einer der Arbeitssprachen der Kommission (vorzugsweise Englisch) gegeben würden.

Die Beiträge zu dieser Konsultation werden im Internet veröffentlicht. Zwar werden Sie um Angabe ihrer Kontaktdaten gebeten, dies ist jedoch nicht vorgeschrieben – auch anonyme Antworten werden angenommen. Bitte lesen Sie die für diese Konsultation geltende Datenschutzerklärung, um zu erfahren, wie mit Ihren personenbezogenen Daten und mit Ihrem Beitrag verfahren wird.