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Press releases and News :: EP-Fischereiausschuss unterstützt GFP-Reform

EP-Fischereiausschuss unterstützt GFP-Reform

(19/12/2012) Der Fischereiausschuss des Europäischen Parlaments stimmte am 18. Dezember 2012 für die Unterstützung der Schlüsselelemente des Kommissionsvorschlags für eine neue Gemeinsame Fischereipolitik. Änderungsanträge zur Empfehlung von gesetzlichen Verpflichtungen, Rückwürfe zu beenden und Fischbestände über dem nachhaltigen Niveau zu bewirtschaften, sowie Änderungsanträge, die eine stärker regionalisierte Entscheidungsfindung forderten, wurden mit breiter Mehrheit angenommen.

Die Kommissarin für Maritime Angelegenheiten und Fischerei Maria Damanaki stellte fest: „Der Fischereiausschuss des Europäischen Parlaments hat für eine ehrgeizige Reform der GFP gestimmt. Denn er hat den von der Kommission vorgeschlagenen Ansatz angenommen. Ich freue mich sehr über die Unterstützung des Ausschusses für eine Politik, die auf der nachhaltigen Bewirtschaftung der Fischereiressourcen gemäß dem höchstmöglichen Dauerertrag (Maximum Sustainable Yield = MSY) ab 2015 beruht und ein Verbot der Rückwürfe mit klaren Zeitvorgaben einführt, um den verschwenderischen Praktiken, die wir uns nicht länger leisten können, ein Ende zu setzen. Das ist eine große Leistung der Berichterstatterin Frau Rodust und des Fischereiausschusses und ich möchte ihnen zu diesem Erfolg gratulieren. Ich sehe den nächsten Schritten von Parlament und Rat Anfang 2013 im Hinblick auf eine zügige Annahme der GFP-Reform mit Interesse entgegen.“

Der Vorschlag zur Reform der GFP zielt darauf, für die Fischereiflotten der EU die Voraussetzungen für ihre wirtschaftliche Rentabilität zu schaffen und die Aquakultur in der EU zum Nutzen der Gemeinschaften, die von diesen Aktivitäten abhängen, und zum Nutzen der Verbraucher zu fördern. Der Vorschlag der Kommission, die Grundregeln der Gemeinsamen Fischereipolitik zu reformieren, basiert auf Nachhaltigkeit. Das Fischereimanagement sollte ermöglichen, dass alle Bestände wieder auf ein gesundes Niveau aufgefüllt werden, das die Fänge für die Fischer maximieren wird. Die verschwenderische Praxis, einwandfrei essbaren Fisch zurückzuwerfen, muss nach und nach beendet werden, und zwar mit klaren Verpflichtungen und Fristen, die den Fischern Zeit zur Anpassung geben. Entscheidungen im Fischereimanagement müssen mit der Beteiligung von Fischern und Interessenvertretern getroffen werden und den Besonderheiten der einzelnen Meeresbecken Rechnung tragen.