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News :: Aquakultur: strategische Leitlinien in der Diskussion

Aquakultur: strategische Leitlinien in der Diskussion

(19/12/2012) Am 23. November 2012 organisierte die Kommission gemeinsam mit der spanischen und der galicischen Regierung in La Coruña (Galicien, Spanien) eine Konferenz zur europäischen Aquakultur. Das Ziel war, Vorschläge von Mitgliedstaaten, Produzenten und Interessenvertretern zu den zukünftigen „Strategischen Leitlinien für die nachhaltige Entwicklung der EU-Aquakultur“ zu sammeln.

Als Teil der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) fordert die Kommission die Mitgliedstaaten auf, die Kooperation bei einer Reihe von erkannten Hemmnissen, die die volle Entwicklung der Aquakultur in der EU verhindern, zu verstärken. Nach Annahme der strategischen Leitlinien sind die Mitgliedstaaten gehalten, ihre nationalen Mehrjahrespläne für die nachhaltige Entwicklung der europäischen Aquakultur, die seit mehr als zehn Jahren stagniert, auszuarbeiten.

Vier Schlüsselbereiche waren auf der Konferenz offenbar von besonderer Bedeutung, die die Hauptziele der Strategischen Leitlinien widerspiegeln könnten:

  1. Die Verwaltungsverfahren vereinfachen, vor allem für Genehmigungen.
  2. Die Zuteilung von Wasser und Raum für Frisch- und Meerwasseraquakultur durch koordinierte Raumplanung sicherstellen.
  3. Geschäftliche Diversifikation fördern, um zusätzliche Einkommensquellen und nachhaltiges Wachstum der Aquakultur zu fördern.
  4. Alle Wettbewerbsfaktoren nutzen, wie beispielsweise den hohen Produktionsstandard der Europäischen Union.

Es bestand breite Übereinstimmung hinsichtlich der Herausforderung, bei der Nahrungsmittelsicherung die wachsende Lücke zwischen dem Konsumniveau von Meeresfrüchten in der EU und den Fangmengen aus der Fischerei zu schließen, und im Hinblick auf die Rolle, die die EU-Aquakultur für das Wachstum und den Wohlstand von Küsten- und ländlichen Gemeinschaften spielen könnte.