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Press releases and News :: Kommissarin Maria Damanaki begrüßt die Unterstützung des Europäischen Parlaments für das Rückwurfverbot im Skagerrak

Kommissarin Maria Damanaki begrüßt die Unterstützung des Europäischen Parlaments für das Rückwurfverbot im Skagerrak

(19/04/2013) Das Europäische Parlament stimmte am Dienstag für ein Rückwurfverbot für unerwünschte Beifänge von 35 Arten, die im Skagerrak (die Meerenge zwischen Norwegen, Schweden und Dänemark) gefangen werden.

Gemäß dem Rückwurfverbot hätten Fischereifahrzeuge die Pflicht den gesamten Fang anzulanden, um den Rückwürfen Einhalt zu gebieten. Die Praxis, Fische zurück ins Meer zu werfen, erfolgt in der Regel, weil es sich um nicht erwünschte Arten oder Größen handelt.

Kommissarin Damanaki begrüßte die Abstimmung des Europäischen Parlaments: „Die verschwenderische Praxis, essbaren Fisch zurück ins Meer zu werfen, zu beenden, ist eines der wichtigsten Elemente der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU. Die Unterstützung vom Europäischen Parlament für den von der Kommission letzten Sommer vorgelegten Vorschlag für ein Rückwurfverbot im Skagerrak ist von großer Bedeutung. Denn das hilft uns, diejenigen zu überzeugen, die die Durchführbarkeit eines Rückwurfverbots in einem genauen Zeitrahmen noch immer in Frage stellen.“

Gemäß dem Vorschlag sollen die EU und Norwegen die technischen und Kontrollmaßnahmen in den Fischereien harmonisieren, um eine langfristige Nachhaltigkeit der Fischereibestände sicherzustellen. Dazu gehört die Pflicht, alle Fänge bestimmter Fischarten anzulanden, um die Rückwurfpraxis zu stoppen. Die neuen Maßnahmen werden für alle EU-Mitgliedstaaten gelten, die Fangrechte im Skagerrak haben: Schweden, Dänemark, Deutschland, Belgien und die Niederlande. Die Kommission ist der Auffassung, dass den Mitgliedstaaten ein flexibler Handlungsspielraum gelassen werden sollte, wie sie die Einhaltung des Rückwurfverbots überwachen wollen.

Die Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments werden den Vorschlag nun mit den Mitgliedstaaten besprechen, um zu einer Einigung zu gelangen. Sobald das Verbot verabschiedet ist, soll es schrittweise zwischen 2014 und 2016 in Kraft treten.