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Initiative für digitale Bibliotheken :: Europeana

Europeana – ein einziger Zugangspunkt zu Europas kulturellem Erbe

Europeana ist der gemeinsame Zugangspunkt zu den Sammlungen von Bibliotheken, Archiven und Museen in ganz Europa.

Am 27. Oktober 2011 hat EU-Kommission eine Empfehlung zur Digitalisierung und Online-Zugänglichkeit kulturellen Materials und dessen digitaler Bewahrung angenommen. In diese Empfehlung werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre Bemühungen um die Digitalisierung ihres kulturellen Erbes zu intensivieren, ihre Ressourcen zu bündeln und den privaten Sektor einzubinden.
Die seit ihrer Gründung im Jahr 2008 von 2 Millionen auf mehr als 19 Millionen Werke angewachsene Datenbank verfügt inzwischen über eine neue, leichter bedienbare und interaktivere Benutzeroberfläche. Im Hinblick auf eine ausgewogenere Gesamtdarstellung des europäischen Kulturerbes wird in der Empfehlung angeregt, jeder Mitgliedstaat solle bis 2015 eine konkrete Mindestanzahl von Werken in das Portal einstellen.

 

Eine europäische digitale Bibliothek für alle – Forscher, beruflich Interessierte und die Öffentlichkeit

 

Europeana ist ein einfaches, aber leistungsstarkes Werkzeug zum Auffinden von Ressourcen aus ganz Europa. Bücher, Zeitschriften, Filme, Karten, Fotos, Musik usw. können von allen eingesehen werden – und auch verwendet, wenn es das Urheberrecht gestattet. Beispielsweise wird die Bibliothek eine reiche Quelle von Material für die Kreativ- und Informationswirtschaft bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienste sein, aber auch für den Fremdenverkehr und das Unterrichtswesen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Online-Bibliotheksdienste funktionieren. Gallica, der Online-Zweig der französischen Nationalbibliothek, hat monatlich 1,5 Millionen Besucher, die jeden Tag 4000 Artikel herunterladen.

 

Hinzufügung von Material und Verbesserung der Suchfunktionen

Der Prototyp von Europeana wird zu einem voll funktionsfähigen Dienst weiterentwickelt, und die Bibliothek wird um weitere Inhalte ergänzt. Bis 2010 sollten mehr als 10 Millionen digitale Einträge zur Verfügung stehen.

Je nach Bedarf der Nutzer können neue Funktionen – etwa die Möglichkeit für Forscher, Anmerkungen anzubringen – entwickelt und in Europeana aufgenommen werden. Und zu gegebener Zeit sollten die Nutzer auch selbst Material beitragen können, nach einem quelloffenen Konzept wie bei  Wikipedia.

Eine dezentrale, von Fachleuten verwaltete Bibliothek

Die Europäische Digitale Bibliothek wird nicht in einer einzigen Datenbank vereint, sondern einen einzigen Zugangspunkt bilden, der Datenbanken in ganz Europa miteinander verknüpft. Die Nutzer werden nicht mehr in einzelnen digitalen Bibliotheken suchen müssen.

Der einzige Zugangspunkt (das Portal) wird von der Stiftung für die Europäische Digitale Bibliothek verwaltet. Diese wurde am 8. November 2007 als Verband europäischer kultureller Einrichtungen gegründet, die sich dem Projekt verpflichtet fühlen, aber z. B. in Personalfragen oder bei der Suche nach Geldgebern ihre Unabhängigkeit bewahren.

Zu ihren Gründungsmitgliedern gehören europäische Verbände von Bibliotheken, Archiven, Museen und audiovisuellen Archiven. Für den täglichen Betrieb von Europeana ist die niederländische Nationalbibliothek zuständig.

Einschlägige Projekte

ARROW (Zugängliche Register für Rechteinformation und verwaiste Werke - im Hinblick auf die Anbindung an „Europeana“)

 

Was bedeutet „EUROPEANA“?
EUROPEANA, ein Wort griechisch-lateinischen Ursprungs, bedeutet „europäische Sammlung“ und steht für eine Fülle an kulturellen Inhalten und eine große Auswahl an unterschiedlichen Medien: Bücher, Zeitungen, Fotos, Karten, Filme und Tondateien. Große Bibliotheken und wichtige Sammlungen zu Autoren oder Orten tragen oft Namen lateinischer Konstruktion, z. B. Bibliotheca Alexandrina, Gallica, Belgica, Bodleiana, Luxemburgensia, Kantiana, Voltariana.
 


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