Internationale Zusammenarbeit für eine tabakfreie Welt

Die EU arbeitet auch mit internationalen Partnern zusammen, um den Tabakkonsum weltweit zu verringern. Das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakkonsums (WHO Framework Convention on Tobacco Control (FCTC)) ist ein völkerrechtlicher Vertrag zur Förderung der Gesundheit, den bis dato 177 Länder unterzeichnet haben. Seit das Übereinkommen im Jahr 2005 rechtskräftig wurde, hat es sich weltweit als Rechts- und Politikinstrument etabliert. Die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission unterstützen das Übereinkommen mit Nachdruck.

Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens

Die Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens tritt alle zwei Jahre zusammen. Die Vertragsparteien treffen Entscheidungen und verabschieden Protokolle und Leitlinien. Ferner überwacht die Konferenz die uneingeschränkte Umsetzung des Übereinkommens.

Leitlinien

Die Konferenz der Vertragsparteien hat mehrere Leitlinien verabschiedet:

Leitlinien für die Umsetzung von Artikel 5 Absatz 3 des WHO FCTC (Schutz der öffentlichen Gesundheit vor den kommerziellen und sonstigen eigennützigen Interessen der Tabakindustrie)
Leitlinien für die Umsetzung von Artikel 8 des WHO FCTC (Schutz vor Passivrauchen)
Partielle Leitlinien für die Umsetzung der Artikel 9 und 10 des WHO FCTC (Regelung bezüglich der Inhaltsstoffe von Tabakerzeugnissen und bezüglich der Bekanntgabe von Angaben über Tabakerzeugnisse)
Leitlinien zur Durchführung von Artikel 11 des WHO FCTC (Verpackung und Etikettierung von Tabakerzeugnissen)
Leitlinien zur Durchführung von Artikel 12 des WHO FCTC (Aufklärung, Information, Schulung und Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit)
Leitlinien für die Umsetzung von Artikel 13 des WHO FCTC (Tabakwerbung, Förderung des Tabakabverkaufs und Tabaksponsoring)
Leitlinien für die Umsetzung von Artikel 14 des WHO FCTC (Maßnahmen zur Verminderung der Nachfrage im Zusammenhang mit Tabakabhängigkeit und der Aufgabe des Tabakkonsums)