Technologie im Gesundheitswesen ist die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesundheitsversorgung und zur Prävention von Krankheiten. Die Technologiefolgenabschätzung im Gesundheitswesen (HTA) ist ein multidisziplinärer Prozess, in dem Informationen zu medizinischen, sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Aspekten, die den Einsatz von Gesundheitstechnologie betreffen, systematisch, transparent, objektiv und zuverlässig zusammengefasst werden. Ziel der Folgenabschätzung ist es, Informationen für die Erarbeitung sicherer und wirksamer gesundheitspolitischer Strategien bereitzustellen. Hierbei soll der Patient im Mittelpunkt stehen und der größte Nutzen erzielt werden.
Ungeachtet der politischen Ziele muss eine Folgenabschätzung stets auf Forschungsergebnissen und einer wissenschaftlichen Vorgehensweise beruhen.
Beispiele für Technologie im Gesundheitswesen sind Diagnose- oder Behandlungsmethoden, medizinische Ausrüstung, Arzneimittel, Rehabilitations- und Präventionsverfahren sowie Organisations- und Unterstützungssysteme, in deren Rahmen Gesundheitsdienstleistungen bereitgestellt werden.
In den meisten Mitgliedstaaten spielt die Folgenabschätzung bei der Entscheidungsfindung im Bereich der evidenzbasierten Gesundheitsmaßnahmen eine große Rolle. Die Kommission möchte die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten auf diesem Gebiet verbessern.

