HIV/Aids

2012 wurden in Europa und Zentralasien mehr als 131 000 neue HIV-Infektionen diagnostiziert, darunter 29 000 neue Fälle in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Eine HIV-Infektion kann wirksam behandelt, aber nicht geheilt werden. Ein Impfstoff gegen das Virus existiert nicht. Darum setzt die EU auf Prävention und Unterstützung der Menschen, die mit der Krankheit leben müssen.

Ferner fördert die EU die Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden, der Zivilgesellschaft und Interessengruppen in ganz Europa.

Politische Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV und Aids

In ihrer Mitteilung über die Bekämpfung von HIV/Aids in der EU und ihren Nachbarländern von 2009 hat die Kommission Strategien zur Reduzierung der Neuinfektionen und zur Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Menschen festgelegt.

Die Mitteilung wurde von AIDS Action Europe auch ins Russische übersetzt und ist auf deren Website verfügbar.

Die EU bietet Behörden und Interessenträgern in den EU-Ländern und in Nachbarländern politische Unterstützung. Sie will

  • den Zugang zu Vorsorge, Behandlung, Pflege und Unterstützung verbessern;
  • Einwanderer aus Ländern erreichen, in denen HIV besonders stark verbreitet ist;
  • die Strategien zugunsten gefährdeter Bevölkerungsgruppen verbessern.

Im Aktionsplan 2014–2016 Übersetzung für diesen Link wählen English (en) (Fortführung des Aktionsplans 2009–2013 Übersetzung für diesen Link wählen English (en) ) werden die Maßnahmen der EU, der Zivilgesellschaft, der internationalen Organisationen und der Interessenträger zur Verwirklichung dieser Ziele erläutert.

Gesundheitsprogramm

Die Umsetzung der politischen Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV und Aids wird über das EU-Gesundheitsprogramm Übersetzung für diesen Link wählen български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) finanziert. Auf der Website der Exekutivagentur für Verbraucher, Gesundheit und Lebensmittel (Chafea) finden Sie eine ausführliche Liste der seit 2003 geförderten Projekte Übersetzung für diesen Link wählen български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) .

Überwachung

Der Bericht zur HIV-/Aids-Überwachung in Europa 2012 Übersetzung für diesen Link wählen English (en) ist das Ergebnis der Monitoringmaßnahmen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und des WHO-Regionalbüros für Europa. Das ECDC und die Kommission arbeiten darüber hinaus bei konkreten Projekten zusammen, um beispielsweise die Umsetzung der Erklärung von Dublin zur Bekämpfung von HIV/Aids in der EU und Zentralasien zu überwachen.

Zusammenarbeit

Die Kommission hat zwei Gremien eingerichtet, die die Umsetzung der politischen Maßnahmen unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern, der Zivilgesellschaft und den internationalen Organisationen fördern sollen:

  • Der HIV-/Aids-Thinktank Übersetzung für diesen Link wählen English (en) ist ein Forum aus Vertretern der EU-Länder und der Nachbarländer, das dem Informationsaustausch und der Vertiefung der Zusammenarbeit dient.
  • Das HIV-/Aids-Forum der Zivilgesellschaft Übersetzung für diesen Link wählen English (en) ist eine Gruppe größerer europäischer Netzwerke und Nichtregierungsorganisationen, die den Thinktank bei der Ausarbeitung und Umsetzung von politischen Maßnahmen berät.

Beide Gruppen treffen sich zweimal jährlich.