Vorsorge und Maßnahmen

Risikomanagement

Die Kommission arbeitet eng mit den Regierungen der EU-Länder zusammen, um zu gewährleisten, dass ihre Reaktion auf grenzübergreifende Gesundheitsbedrohungen kohärent und gut koordiniert ist.

Die Initiative für Gesundheitssicherheit der Kommission sieht vor, dass die EU-Länder alle Arten von Bedrohungen auf EU-Ebene melden, nicht nur übertragbare Krankheiten.

Zu den jüngsten Beispielen der Koordinierung bei Gesundheitsbedrohungen gehören die aktuelle Ebola-Epidemie in Westafrika und Ausbrüche von Polio und Coronavirus (MeRs) .

Gesundheitssicherheitsausschuss

Dieses Gremium der Kommission koordiniert die Maßnahmen zur Gesundheitssicherheit in der EU. Es wurde nach den terroristischen Anschlägen in den USA im Jahr 2001 eingesetzt.

Im Laufe der Jahre hat der Ausschuss eine solide Grundlage für Bereitschaftsaktivitäten geschaffen. Dazu gehört:

  • die Regierungen der EU-Länder in die Lage zu versetzen, Informationen auszutauschen und Ereignisse im Gesundheitsbereich zu bewerten;
  • als Diskussionsforum zur Beratung von Gesundheitsministerien zu fungieren;
  • die koordinierte Krisenreaktion der EU-Länder zu erleichtern. 

Gesundheitssicherheitsausschuss – prioritäre Themen und Tätigkeitsbeispiele 

Der Ausschuss besteht aus Vertretern aller nationalen Verwaltungen, der Generaldirektion der Kommission für Gesundheit und Verbraucher sowie anderer zuständiger Dienststellen und Agenturen der Kommission (z. B. Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, Europäische Arzneimittelagentur).

Reaktion auf grenzübergreifende Gesundheitsbedrohungen

Der Beschluss Nr. 1082/2013/EU zu schwerwiegenden grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren  gibt dem Gesundheitssicherheitsausschuss eine solide Rechtsgrundlage für die Bereitschaftskoordinierung.

So kann der Ausschuss in Krisenfällen rasch über die Koordinierung der nationalen Krisenreaktionsmaßnahmen, sowie Mitteilungen an die Öffentlichkeit und Angehörigen der Gesundheitsberufe  entscheiden.