Ausschuss für Gesundheitssicherheit

Die Kommission koordiniert Maßnahmen zur Gesundheitssicherheit in der EU im Rahmen ihres Gesundheitssicherheitsausschusses (Ausschuss für Gesundheitssicherheit, HSC), der sich aus Vertretern aller EU-Länder zusammensetzt und in drei Kernbereichen tätig ist: allgemeine Bereitschaftsplanung, Bereitschaftsplanung in Bezug auf Grippepandemien sowie Bereitschaftsplanung in Bezug auf chemische, biologische, radiologische und nukleare Bedrohungen.

Der Ausschuss ist auf EU-Ebene der wichtigste Mechanismus für die Koordinierung von Maßnahmen im Bereich Gesundheitssicherheit. Koordinierung und Zusammenarbeit finden auf informeller Ebene statt und konzentrieren sich auf gesundheitsbezogene Gefahren, die infolge von Terrorismus oder durch die absichtliche Freisetzung von biologischen oder sonstigen Stoffen entstehen. Des Weiteren befasst sich der Ausschuss mit der Erhöhung des Bereitschaftsgrads im Hinblick auf grenzüberschreitende Bedrohungen, insbesondere Grippepandemien.

Wie setzt sich der Ausschuss zusammen?

Der Ausschuss für Gesundheitssicherheit setzt sich aus Vertretern der einzelnen nationalen Regierungen, der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher der Kommission sowie anderen betreffenden Dienststellen und Agenturen der Kommission (z. B. ECDC, EMA) zusammen.

Prioritätsbereiche

Über die Themen Prävention und Bereitschaftsplanung hinaus befasst sich der Ausschuss mit folgenden sechs Prioritätsbereichen:

  • Ermittlung und Kommunikation: Bei der Bereitschaftsplanung müssen Informationen zeitnah ermittelt und schnell mit den betreffenden Interessengruppen ausgetauscht werden.
  • Bedrohungs- und Risikobewertung: Der HSC trägt von den betreffenden EU-Agenturen bereitgestellte Daten über Bedrohungen und Risiken zusammen und stellt diese den nationalen Behörden zur Verfügung.
  • Bereitschaft: Der HSC fördert mit der Bereitstellung von technischer Unterstützung und technischen Leitlinien den Ausbau der nationalen Bereitschaftskapazitäten.
  • Wissenschaftliche Beratung: Um in einer die öffentliche Gesundheit betreffenden Krisensituation reagieren zu können, müssen Experten schnell mobilisiert und ihre Gutachten über Warn- und Kommunikationssysteme ausgetauscht werden.
  • Krisenmanagement und Testen von Notfallplänen: Unterstützt von den nationalen Behörden hat der HSC Protokolle und Leitlinien für bewährte Verfahren in Sachen Bereitschaftsplanung erarbeitet und im Rahmen mehrerer Übungen Notfallpläne getestet.
  • Zusammenarbeit: Der HSC unterstützt die Bereitschaftsplanung auf sektorübergreifender und internationaler Ebene, indem er sich für die internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO einsetzt und Verknüpfungen zwischen EU-weiten und globalen Warnsystemen herstellt.

Eine detailliertere Beschreibung der Prioritäten und Maßnahmen des HSC finden Sie im Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen zur EU-weiten und internationalen Gesundheitssicherheit Übersetzung für diesen Link wählen English (en) .

Beispiele für Maßnahmen des HSC