Allgemeine Bereitschaftsplanung bei Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit

Die Maßnahmen der EU zur allgemeinen Bereitschaftsplanung im Bereich der öffentlichen Gesundheit konzentrieren sich auf die Beratung der nationalen Behörden und sollen in erster Linie sicherstellen, dass die Behörden die EU-Dimension in ihre Notfallpläne einbeziehen, da diese in vielen Bereichen von der EU-Gesetzgebung beeinflusst werden können.

Eine Strategie auf EU-Ebene

  • bildet die Grundlage für nationale Pläne, mit deren Hilfe grundverschiedene Arten von Gesundheitsgefahren in Angriff genommen werden, ob vorhersehbar (z. B. Grippepandemien, Unfälle oder Naturereignisse) oder nicht (z. B. Notfälle, die mit absichtlichen Aktionen, Unfällen oder Naturereignissen in Zusammenhang stehen, einschließlich biologischer, chemischer, physikalischer, radiologischer oder nuklearer Stoffe, z. B. eine SARS-ähnliche Epidemie).
  • unterstützt die Gewährleistung der Interoperabilität nationaler Pläne mittels Koordinierungsmechanismen, Analyse- und Kommunikationsinstrumenten.

Allgemeine Bereitschaftsplanung

Die im November 2005 veröffentlichte Mitteilung der Kommission zur allgemeinen Bereitschaftsplanung befasst sich mit Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit und mit Notfallsituationen, die die öffentliche Gesundheit in mehreren EU-Ländern betreffen oder betreffen könnten. Sie liefert eine Grundlage, auf der nationale Behörden ihre eigenen allgemeinen oder krankheitsspezifischen Pläne aufbauen können, und hebt die wichtigsten Elemente Übersetzung für diesen Link wählen English (en) hervor, die berücksichtigt werden müssen.

Weitere Informationen liefert der technische Leitfadenpdf(728 KB) Übersetzung für diesen Link wählen български (bg) čeština (cs) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Nederlands (nl) română (ro) slovenščina (sl) suomi (fi) , der u. a. Empfehlungen und Checklisten enthält. Bei diesem zuletzt im Dezember 2009 aktualisierten Leitfaden handelt es sich um ein dynamisches Dokument, das bei Bedarf aktualisiert wird.

Schulungen und Übungen

Die Bediensteten der Kommission nehmen regelmäßig an Schulungen teil, um für den Krisenfall vorbereitet zu sein.

Des Weiteren organisiert die Kommission in regelmäßigen Abständen Übungen, um die Bereitschaftspläne der EU und der nationalen Behörden zu prüfen. Dabei geht es insbesondere darum, ob die nationalen Behörden und Einrichtungen in der Lage sind, mit der Kommission und miteinander zu arbeiten, um im Falle einer schnell voranschreitenden Gesundheitsbedrohung, die sich über mehrere Zuständigkeitsbereiche erstreckt, Informationen austauschen zu können.

Modellbildung

Mit mathematischen Modellen werden die Ausbreitung und die Kontrolle gefährlicher Stoffe und Situationen analysiert und Entscheidungsträger bei der Wahl angemessener Bereitschafts- und Präventivmaßnahmen unterstützt.

Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) der EU verwendet solche Modelle, um zu bewerten, welche Folgen Epidemien und Pandemien von Infektionskrankheiten für die öffentliche Gesundheit haben, und um die Ausbreitung von chemischen, radiologischen und nuklearen Stoffen sowie die Auswirkungen des Klimawandels zu evaluieren.

Netz der Kommunikationsbeauftragten des Ausschusses für Gesundheitssicherheit

Der Ausschuss für Gesundheitssicherheit(HSC) verfügt über ein Netz von Kommunikationsbeauftragten, in dem spezialisierte Kommunikationsbeauftragte der Kommission, der EU-Agenturen und der nationalen Risikomanagementbehörden zusammenkommen, um Erfahrungen und bewährte Verfahren im Bereich Gesundheitsrisiken und Krisenkommunikation auszutauschen.