Psychische Gesundheit

EU-Kompass für Maßnahmen für psychische Gesundheit und Wohlbefinden

Der EU-Kompass für Maßnahmen für psychische Gesundheit und Wohlbefinden ist ein webgestütztes Hilfsmittel für Erfassung, Austausch und Analyse von Informationen über politische Strategien und Aktivitäten von Interessenträgern im Bereich psychische Gesundheit. Der Kompass bietet für den Zeitraum 2015 bis 2018 Informationen zum Europäischen Aktionsrahmen zur Förderung von psychischer Gesundheit und Wohlbefinden. Er überwacht die Strategien und Aktivitäten der EU-Länder und Interessenträger außerhalb der Regierungen im Bereich psychische Gesundheit und Wohlbefinden durch:

  • Ermittlung und Verbreitung empfehlenswerter Verfahren in ganz Europa
  • Erfassung von Daten zu Maßnahmen von Regierungen und Interessenträgern über drei jährliche Umfragen
  • Erstellung von drei Berichten und Organisation von drei Forumsveranstaltungen pro Jahr
  • Veranstaltung von Workshops zur psychischen Gesundheit in allen EU-Ländern sowie Island und Norwegen

EU-Kompass arbeitet außerdem mit der EU-Gruppe der Regierungsfachleute im Bereich psychische Gesundheit und Wohlbefinden bei der Vorbereitung von vier wissenschaftlichen Dokumenten zusammen. 

 

Ergebnisse des EU-Kompass für psychische Gesundheit, z. B. empfehlenswerte Verfahren, Jahresberichte und Konsensdokumente finden Sie

Schwerpunkte von EU-Kompass

EU-Kompass konzentriert sich auf sieben Schwerpunktbereiche:

  • Vorbeugung von Depression und Förderung von Resilienz (Schwerpunkt für 2016)
  • besserer Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung (Schwerpunkt für 2016)
  • psychische Gesundheit am Arbeitsplatz (Schwerpunkt für 2017)
  • psychische Gesundheit in Schulen (Schwerpunkt für 2017)
  • Verhütung von Selbsttötungen (Schwerpunkt für 2017)
  • bessere gemeindenahe psychische Gesundheitsversorgung (Schwerpunkt für 2018)
  • bessere Ansätze für die integrierte Steuerung (Schwerpunkt für 2018)

Strategie und gute Praxis – Erfassung von Informationen

Der EU-Kompass erfasst fortlaufend Beispiele für gute Praxis aus EU-Ländern und von Interessenträgern. Diese Beispiele werden anhand von Qualitätskriterien analysiert, die von den EU-Ländern und der Kommission vereinbart wurden.

Gemäß den Schwerpunktbereichen eines bestimmten Jahres erstellt EU-Kompass einen Jahresbericht (Zusammenfassung, vollständiger Bericht) mit den wichtigsten Entwicklungen in der Förderung der psychischen Gesundheit durch EU-Länder und Interessenträger. Der erste Tätigkeitsbericht wurde 2016 veröffentlicht und konzentrierte sich auf die Vorbeugung von Depression und den Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung.

Einbindung der EU-Länder

Die EU-Kommission überwacht in Zusammenarbeit mit der Gruppe der Regierungsfachleute im Bereich psychische Gesundheit und Wohlbefinden die Entwicklung und Umsetzung des EU-Kompasses. In den EU-Ländern werden derzeit zahlreiche nationale und regionale Aktivitäten zur Förderung der psychischen Gesundheit durchgeführt.

Von wissenschaftlichen Berichten zu Konsensdokumenten

Die vier von EU-Kompass verfassten wissenschaftlichen Berichte behandeln Themen, die von der Gruppe der Regierungsfachleute im Bereich psychische Gesundheit und Wohlbefinden festgelegt wurden. In jedem Bericht werden auch die aktuelle Situation in Europa, eine Zusammenfassung der Aktivitäten auf EU-Ebene und in den einzelnen EU-Ländern, die empfehlenswerten Verfahren sowie Grundsätze und nachahmenswerte Aktionen vorgestellt.

Die wissenschaftlichen Berichte werden von Fachleuten erstellt und erst nach Überprüfung und Annahme durch die Gruppe der Regierungsfachleute und nichtstaatlichen Interessenträger zu Konsensdokumenten.

Im Anschluss an Diskussionen mit nationalen Fachleuten wurden für 2016 die Schwerpunkte Vorbeugung von Depression und Stärkung der Resilienz sowie Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung festgelegt.

Für 2017 gilt der Schwerpunkt „psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“; für 2018 „gemeindenahe psychische Gesundheitsversorgung“.

Interessenträger – psychische Gesundheit und Wohlbefinden

Nicht nur Regierungen, auch Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Organisationen der Zivilgesellschaft beteiligen sich aktiv an Initiativen für psychische Gesundheit.

Näheres dazu finden Sie auf der Liste der Interessenträger im Bereich psychische Gesundheit und Wohlbefinden sowie auf der EU-Plattform für Gesundheitspolitik.

EU-Foren zur psychischen Gesundheit

Der Kompass umfasst drei als Orientierungsveranstaltungen konzipierte Foren zur psychischen Gesundheit. Ziel ist es, die Ergebnisse der jährlichen Umfragen zu verbreiten und Diskussionen auf hoher Ebene über die Fortschritte bei der Umsetzung des Europäischen Aktionsrahmens zur Förderung von psychischer Gesundheit und Wohlbefinden zu erleichtern. Dabei geht es maßgeblich darum, anhand von Beispielen aufzuzeigen, wie wichtig es ist, dass politische und nichtstaatliche Interessenträger in diesem Bereich Verantwortung übernehmen und handeln.

Aktivitäten in den Jahren 2016, 2017 und 2018 im Forum zum EU-Kompass für psychische Gesundheit.