Wie können die europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) für gesundheitsbezogene Maßnahmen genutzt werden?

Eine gute Gesundheit ist für das Wohlergehen und die Beschäftigungsfähigkeit der EU-Bevölkerung unerlässlich. Ohne sie stagniert die Wirtschaft, und das hohe Niveau der sozialen Sicherheit kann nicht aufrecht erhalten werden.

Die EU unterstützt Investitionen in öffentliche Gesundheitsdienste über die europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) 2014–2020.

ESIF-Finanzierungsvorhaben im Gesundheitsbereich 2014–2020

Das Dokument „Bestandsaufnahme der Nutzung der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) im Gesundheitswesenpdf“ beschreibt die Maßnahmen, die alle EU-Länder im Zeitraum 2014–2020 im Gesundheitsbereich fördern wollen.

Außerdem umfasst diese Bestandsaufnahme eine Analyse der Finanzierung des Gesundheitswesens, nach dem Muster der operativen Programme – und dies sowohl für die 28 EU-Länder als auch in einzelnen Länderprofilen.

Zusammenfassende Informationen über die Gesundheitsinvestitionen aus Strukturfonds im Programmplanungszeitraum 2007–2013 sind ebenfalls verfügbar. Sie wurden anhand früherer Bewertungen auf länder- und regionaler Ebene Übersetzung für diesen Link wählen English (en) erstellt.

Gesundheitsbezogene Maßnahmen, die für eine ESIF-Förderung in Betracht kommen

Die Kommission hat einen Leitfaden Übersetzung für diesen Link wählen English (en)  für Mitgliedstaaten und potenzielle Zuschussempfänger für die Bereiche veröffentlicht, die im Rahmen der ESIF 2014–2020 im Gesundheitsbereich unterstützt werden können:

  • Forschung und Innovation im Gesundheitswesen, Unterstützung von KMU, elektronische Gesundheitsdienste
  • Gesundheitsförderung, aktives und gesundes Altern, Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Zugang zu medizinischer Versorgung, Abbau gesundheitlicher Ungleichheit, psychische Gesundheit
  • Übergang von institutioneller zu kommunaler medizinischer Versorgung, unter anderem durch Investitionen in Infrastruktur und Ausrüstung
  • Kapazitätenaufbau im Gesundheitswesen und Reformen für wirksame und langfristig tragbare Behandlungen
  • Beschäftigte im Gesundheitswesen, Ausbildung und lebenslanges Lernen für Gesundheitsfachleute
  • Grenzübergreifende Gesundheitsdienste und Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten und Regionen

Wer verwaltet die europäischen Struktur- und Investitionsfonds?

Die EU–Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission (GD REGIO – Regionalpolitik und Stadtentwicklung und GD EMPLBeschäftigung, Soziales und Integration) verwalten gemeinsam die Strukturfonds.

Die GD SANTE (Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) der EU-Kommission arbeitet beim Einsatz der ESIF für Investitionen in die Gesundheit eng mit GD REGIO und GD EMPL zusammen.

Die Europäische Kommission koordiniert die Finanzierungsmodalitäten und thematischen Schwerpunkte mit den Mitgliedstaaten, die dann für die Durchführung der Investitionen auf nationaler Ebene zuständig sind.

Antragstellung

Die Mitgliedstaaten sind über ihre zuständige Verwaltungsbehörde für die Zuteilung und Umsetzung der ESIF auf nationaler Ebene verantwortlich.

Zuschussempfänger der ESIF können öffentliche Stellen, Organisationen des Privatsektors – vor allem von Kleinunternehmen – Hochschulen, NRO oder Verbände sein.

Potenzielle Zuschussempfänger sollten:

  • die von den Verwaltungsbehörden des betreffenden Landes veröffentlichten Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen zur Kenntnis nehmen,
  • ihren Antrag direkt an die zuständige Verwaltungsbehörde senden.