Strategie

Die Kontakte der EU zu ihren Mitgliedstaaten, anderen Ländern und internationalen Organisationen im Gesundheitsbereich tragen dazu bei:

  • eine gute Gesundheit in der EU und darüber hinaus zu fördern,
  • Unterschiede in der öffentlichen Gesundheitspolitik zwischen den Ländern und Regionen der EU auszugleichen,
  • im Rahmen ihrer weltweiten Strategie für das öffentliche Gesundheitswesen ein Bewusstsein für globale Gesundheitsthemen zu schaffen,
  • Grundsätze, Standards und Rechtsvorschriften im Bereich der öffentlichen Gesundheit mit hohem Qualitätsanspruch zu fördern.

Diesen Zielen dienen verschiedene Strategien in Zusammenarbeit mit anderen Interessenträgern.

EU-Erweiterung 

Die EU berät Kandidatenländer und potenzielle Kandidatenländer in Fragen der EU-Gesundheitspolitik. Außerdem bewertet sie ihre Fortschritte bei der Übernahme gesundheitspolitischer EU-Bestimmungen in ihre eigene Gesetzgebung. Die dabei maßgeblichen, so genannten „Kapitel“ der Beitrittsverhandlungen sind:

  • Öffentliches Gesundheitswesen – Kapitel 28 zu Verbraucher- und Gesundheitsschutz
  • Arzneimittel – Kapitel 1 zum freien Warenverkehr

Länder, die sich auf einen EU-Beitritt vorbereiten

Europäische Nachbarschaftspolitik

Die Europäische Nachbarschaftspolitik  Übersetzung für diesen Link wählen English (en) soll die Verbindungen zwischen der EU und den Ländern an ihren östlichen und südlichen Grenzen stärken. Mit diesen Ländern werden in den Verhandlungen über Assoziierungsabkommen Gesundheitsfragen diskutiert und Schritte unternommen, um im öffentlichen Gesundheitswesen Vorschriften zu harmonisieren und Kapazitäten aufzubauen.

Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Ländern

Die EU hat für eine bessere Zusammenarbeit im Gesundheitswesen weltweit mit zahlreichen Nicht-EU-Ländern bilaterale Partnerschaften und Kooperationsabkommen abgeschlossen. Diese Vereinbarungen dienen auch als Grundlage für die bilaterale Zusammenarbeit zwischen einzelnen EU-Ländern und einem Nicht-EU-Land.

Wo eine intensivere fachliche Zusammenarbeit erforderlich ist, kann die Europäische Kommission (GD Gesundheit und Verbraucher) branchenspezifische Vereinbarungen mit nationalen Ministerien treffen. Zwei Beispiele:

Vereinbarung zwischen der EU und Russland über Gesundheit und Nahrungsmittel Übersetzung für diesen Link wählen English (en)

Vereinbarung zwischen der EU und China über Gesundheit und Nahrungsmittel Übersetzung für diesen Link wählen English (en)

Regionale Zusammenarbeit

Zur Förderung der großregionalen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen unterstützt die EU die Vernetzung von EU-Ländern und ihren Nicht-EU-Nachbarländern:

Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen

Die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen ermöglicht die Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung der EU-Maßnahmen im öffentlichen Gesundheitswesen sowie den weltweiten Austausch von Lösungsmöglichkeiten, Erfahrungen und Reaktionen. Dieser Austausch erfolgt zum größten Teil mit der WHO, vor allem deren Regionalbüro für Europa, sowie mit den Vereinten Nationen und deren Sonderorganisationen.

Überdies unterhalten das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten English und die Europäische Arzneimittelagentur English internationale Programme.