Politik

Drogenmissbrauch ist inner- und außerhalb Europas ein zentrales Thema im Sozial- und Gesundheitsbereich. Zwar ist bei den meisten Arten des Drogenkonsums ein Rückgang zu verzeichnen, doch noch immer werden jährlich 6 500 bis 8 500 drogenbedingte Todesfälle verzeichnet.

Drogenpolitik und EU-Recht

Gemäß Artikel 168 des Vertrags von Lissabonpdf ist die Tätigkeit der EU auf die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung, die Verhütung von Humankrankheiten und die Beseitigung von Ursachen für die Gefährdung der körperlichen und geistigen Gesundheit gerichtet.

Die EU ergänzt die Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Verringerung drogenkonsumbedingter Gesundheitsschäden einschließlich der Informations- und Vorbeugungsmaßnahmen.

EU-Drogenstrategie

Die EU-Drogenstrategie 2005-2012pdf hat das Ziel, durch die Vermeidung bzw. Verringerung des Drogenkonsums die öffentliche Gesundheit zu schützen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Die Strategie konzentriert sich auf die beiden Dimensionen Nachfragereduzierung und Angebotsreduzierung sowie auf die drei bereichsübergreifenden Themen Koordinierung, internationale Zusammenarbeit und Information, Forschung und Evaluierung.

Aktionspläne

Der EU-Drogenaktionsplan 2009-2012pdf legt hoch gesteckte Zielvorgaben und 72 Maßnahmen fest, um den illegalen Drogenkonsum und die daraus resultierenden Schäden für Gesundheit und Gesellschaft deutlich zu reduzieren.

Beratung für EU-Mitgliedstaaten

In seiner Empfehlung zum Thema Drogenabhängigkeit (2003) legt der Rat der Europäischen Union den Mitgliedstaaten nahe, die Anzahl drogenbedingter Todesfälle und drogenbedingter Gesundheitsschäden zu reduzieren, indem sie Strategien zur Prävention von drogenbedingten Gesundheitsschäden erarbeiten.

Im Jahr 2007 hat die Kommission einen Bericht über die Umsetzung dieser Empfehlung des Ratespdf veröffentlicht.

Umfassender Ansatz

Die Empfehlung, die Strategie und die Aktionspläne der EU stellen einen integrierten, multidisziplinären und ausgewogenen Ansatz zur Reduzierung des Drogenangebots und der Drogennachfrage dar. In ihnen werden folgende Punkte berücksichtigt:

• unterschiedliche Risikograde der unterschiedlichen Arten des Drogenkonsums (z. B. polyvalenter Drogenkonsum),

• Alter und sonstige Charakteristika der Drogenkonsumenten,

• die Initiative Jugend und Gesundheit Übersetzung für diesen Link wählen български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) der Kommission.