Risikobewertung und Dialog auf EU-Ebene

Am Risikobewertungssystem der EU wirken mehrere unabhängige Stellen mit, die den Entscheidungsträgern mit wissenschaftlicher Beratung zur Seite stehen. Diese Stellen handeln innerhalb ihrer jeweiligen zutreffenden EU-Rechtsrahmen. Um sicherzustellen, dass Themen von gemeinsamem Interesse einheitlich behandelt werden (z. B. die Bewertung der Risiken von Stoffen und Technologien, die in verschiedenen Anwendungen verwendet werden, für die mehrere Agenturen oder wissenschaftliche Ausschüsse zuständig sind), und um Erfahrungen und vorbildliche Verfahren im Bereich der Risikobewertung auszutauschen, ist eine enge Zusammenarbeit von grundlegender Bedeutung.

Risikobewertungssystem der EU

Neben den von der GD SANCO verwalteten drei wissenschaftlichen Ausschüssen Übersetzung für diesen Link wählen English (en) im NichtNahrungsmittel-Bereich (SCCS Übersetzung für diesen Link wählen English (en) , SCHER Übersetzung für diesen Link wählen English (en) und SCENIHR Übersetzung für diesen Link wählen English (en) ) sind am Risikobewertungssystem u. a. auch die folgenden Stellen beteiligt: die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), die Europäische Umweltagentur (EEA) und der von der GD Beschäftigung geleitete wissenschaftliche Ausschuss für die Grenzwerte berufsbedingter Exposition (SCOEL).

Zusammenarbeit der EU im Bereich Risikobewertung

Die Vorsitzenden und Koordinatoren der Stellen, die im Bereich Risikobewertung tätig sind, haben sich für eine engere Zusammenarbeit ausgesprochen, um Qualität, Kommunikation, Mehrwert und Anerkennung der Risikobewertung zu verbessern und damit auch zu besseren Entscheidungen im Bereich Risikomanagement beizutragen.

2005 hat die GD SANCO damit begonnen, die Vorsitzenden und Sekretariate der wissenschaftlichen Ausschüsse und Gremien der an Risikobewertungen beteiligten Gemeinschaftsorgane zu regelmäßigen Sitzungen Übersetzung für diesen Link wählen English (en) einzuberufen. Diese Sitzungen dienen als ein ständiges Forum, das den Risikobewertern den Austausch vorbildlicher Verfahren erleichtert.

Das Ziel besteht in der Entwicklung vorbildlicher Verfahren im Bereich Risikobewertung. Diese Verfahren betreffen:

  • einen gemeinsamen Ansatz, der allgemeine Grundsätze beinhaltet und die Einbeziehung der Interessengruppen vorsieht;
  • eine deutliche und effektive Risikokommunikation durch die Verwendung einer einheitlichen und eindeutigen Terminologie und einer klaren Beschreibung des Umfangs und der Art der Risiken und Unsicherheiten sowie von deren Auswirkungen;
  • einen Rahmen für die EU-weite und internationale Zusammenarbeit, einschließlich Verfahren für den Daten- und Informationsaustausch.

Risk Assessment Days

Zur Förderung des Dialogs zwischen dem Europäischen Parlament und den betreffenden Interessengruppen organisiert die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher regelmäßig Informationsveranstaltungen für Mitglieder und Bedienstete des Europäischen Parlaments sowie Veranstaltungen für den Dialog mit den Stakeholdern. Im Rahmen dieser Risk Assessment Days Übersetzung für diesen Link wählen English (en) werden dem geladenen Publikum die drei wissenschaftlichen Ausschüsse Übersetzung für diesen Link wählen English (en) im Nicht-Lebensmittel-Bereich und deren Tätigkeiten und Leistungen vorgestellt. Außerdem wird ein nachhaltiger und strukturierter Dialog zwischen den Beteiligten angeregt.

Die gemeinsamen Sitzungen der drei wissenschaftlichen Ausschüsse gehören ebenfalls zum Programm dieser Veranstaltungstage.