Strategie

In den vergangenen Jahrzehnten haben die EU-Länder Infektionskrankheiten durch Behandlung und Prävention erfolgreich bekämpft. Die Häufigkeit dieser Infektionskrankheiten ist entweder gesunken oder unverändert geblieben. Mittlerweile ist die Mehrheit der Todesfälle in EU-Ländern auf nicht-infektiöse Krankheiten wie Krebs und Herzerkrankungen zurückzuführen.

Mikroorganismen haben jedoch die Fähigkeit, sich anzupassen, sodass wir mit neuen und sich ausbreitenden Infektionen rechnen müssen, vergleichbar mit dem Aufkommen von HIV/Aids in den 1980er Jahren, neuen Varianten der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit in den 1990er Jahren, SARS im Jahr 2003 sowie der Influenza-Pandemie. Aber auch andere Herausforderungen, wie die Antibiotikaresistenz von Mikroorganismen, gilt es zu bewältigen.

Als Reaktion auf die Bedrohung durch übertragbare Krankheiten sieht die EU-Strategie folgende Schwerpunkte vor:

  • Überwachung
  • Früherkennung
  • Schnelle Reaktion

EU-Netz

Seit 1999 besteht das EU-Netz für die epidemiologische Überwachung und Kontrolle übertragbarer Krankheiten Übersetzung für diesen Link wählen English (en) . Die Schwerpunkte des Netzes sind:

Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC)

Das ECDC wurde im Jahr 2005 gegründet, um die EU bei der Ermittlung und Bewertung der Risiken zu unterstützen, die sich aus aktuellen und neuen Bedrohungen durch Infektionskrankheiten für die Gesundheit des Menschen ergeben.