Strategie

Das im Jahr 2009 veröffentlichte Arbeitspapier der Kommission mit dem Titel Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzenpdf(435 KB) Übersetzung für diesen Link wählen български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) erläutert

  • wie sich der Klimawandel auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze auswirkt;
  • welche Maßnahmen die EU und ihre Mitgliedstaaten ergreifen müssen, um auf die Veränderungen reagieren zu können;
  • welche Instrumente und Finanzierungsmechanismen bereits verfügbar sind, um die neuen Herausforderungen bewältigen zu können.

Entworfen wurde dieses Arbeitspapier auf der Grundlage des Weißbuchs Anpassung an den Klimawandel: Ein europäischer Aktionsrahmen Übersetzung für diesen Link wählen English (en) .

Gesundheit des Menschen

Der Klimawandel hat

  • direkte Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen, z. B. durch häufigeres Auftreten von Krankheiten, die von Insekten (Moskitos, Zecken) übertragen werden;
  • indirekte Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen, z. B. durch veränderte Wasser- und Luftqualität oder die Folgen extremer Wetterbedingungen.

Die EU-Länder werden zur Zusammenarbeit aufgefordert, um in diesem Kontext wirksamer handeln zu können. Die Bereitschaftsplanung Übersetzung für diesen Link wählen български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) wurde unter Berücksichtigung des Klimawandels überprüft und wird im Hinblick auf die Reaktionsfähigkeit und Koordinierung zwischen den Ländern unter besonderer Beachtung der nationalen Bereitschaftspläne getestet.

Gesundheit der Tiere

Die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich der Klimawandel auf die Gesundheit von Tieren auswirkt. Ein Beispiel ist die vektorübertragbare Blauzungenkrankheit, die im Jahr 2006 aufgetreten ist und sich bis nach Schweden und damit über ihr bis dahin bekanntes Gebiet hinaus ausgebreitet hat.

Die neue Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union befasst sich in erster Linie mit der Prävention von Seuchen bei Tieren und weniger mit der Reaktion darauf. Ihr Aktionsplan berücksichtigt den Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit von Tieren.

Zurzeit wird ein neues Tierseuchennachrichtensystem (Animal Disease Information System, ADIS) entwickelt, um das Zusammentragen epidemiologischer Daten zu verbessern. Die Verstärkung der Tierseuchenüberwachung und die Einrichtung weiterer Impfstoffbanken für bestimmte Tierseuchen werden es Risikomanagern ermöglichen, auf entstehende Seuchen besser reagieren zu können.

Gesundheit der Pflanzen

Klimaveränderungen wirken sich auf die Anfälligkeit von Pflanzen gegenüber Schädlingen und Krankheiten aus. Zudem haben wärmere Sommer und kürzere Winter allgemein die Folge, dass sich die Populationen schädlicher Organismen vermehren und über ihren üblichen geografischen Bereich hinweg ausbreiten. So können sich auch neue Schädlinge im EU-Gebiet ansiedeln. Auch die für den Anbau ausgewählten Pflanzen verändern sich als Reaktion auf den Klimawandel, wodurch sich Schädlingen und Krankheiten neue Möglichkeiten erschließen.

Die aktuelle Pflanzenschutzregelung der EU (wird derzeit überarbeitet) konzentriert sich auf die Quarantäne zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten, die die Land- und Forstwirtschaft sowie die natürliche Umwelt beeinträchtigen können. Zurzeit wird eine neue Strategie zur Pflanzengesundheit erarbeitet, damit u. a. die Folgen des Klimawandels in der EU-Gesetzgebung im Bereich Pflanzengesundheit besser berücksichtigt werden.

Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen

Die Kommission pflegt eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Internationalen Tierseuchenamt (OIE), dem Internationalen Pflanzenschutzübereinkommen (IPPC) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Förderung und Unterstützung

Mit dem Programm für öffentliche Gesundheit der Kommission werden Projekte Übersetzung für diesen Link wählen български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) und andere Initiativen finanziert, die sich mit dem Thema Klimawandel befassen.

Die Kommission finanziert nationale Überwachungs- und Informationsmaßnahmen in Bereichen wie Verschmutzung in Städten, Allergenemissionen nach jahreszeitlichen Schwankungen sowie Exposition gegenüber UV-Strahlen.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) unterstützt mehrere Projekte zum Thema Klimawandel, vor allem das europäische Netz für Umwelt und Epidemiologie (E3-Netz), das die verschiedenen Risikotypen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten erarbeitet und abbildet.

Auch innerhalb des Siebten Rahmenprogramms wird ein EU-finanziertes Forschungsprojekt zu neu auftretenden Krankheiten durchgeführt (ARBO-ZOONET).