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Soziales Umfeld

Soziales Umfeld

Das soziale Umfeld einer Person wird insbesondere von den Lebens- und Arbeitsbedingungen, dem Einkommensniveau und Bildungshintergrund sowie der Zugehörigkeit zu Gemeinschaften geprägt. All diese Faktoren beeinflussen die Gesundheit nicht unerheblich. Die großen Unterschiede beim Gesundheitszustand der EU-Bevölkerung sind unter anderem auf die sehr unterschiedlichen sozialen Umfelder in Europa zurückzuführen. Auch bei der Lebenserwartung und der Erkrankungsrate von Armen und Reichen, von Menschen mit niedriger und hoher Bildung sowie von Arbeitern und Angehörigen anderer Berufsgruppen lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen.

Zur Verbesserung des sozialen Umfelds wurden deswegen zahlreiche EU-Initiativen auf den Weg gebracht. Zu den wichtigsten Initiativen zählen: die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen, die Verbesserung von Gesundheit, Sicherheit und Qualität des Arbeitsumfelds, die Gewährleistung des Zugangs zu Sozialleistungen für Bürger, die in ein anderes Land ziehen, die Forschungsförderung und die Bereitstellung von Finanzmitteln für die Entwicklung der Wirtschaft in den ärmeren Regionen der EU.

Die Ungleichheiten beim Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verringern, ist ein wichtiges Ziel der im Jahr 2007 verabschiedeten EU-Gesundheitsstrategie und des EU-Gesundheitsprogramms 2008–2013. Darin wurden folgende langfristige Ziele festgelegt: Angleichung des allgemeinen Gesundheitszustands an den der Bessergestellten, Berücksichtigung der gesundheitlichen Bedürfnisse der am stärksten Benachteiligten, schnelle Verbesserung der öffentlichen Gesundheit in Ländern und Regionen mit höheren Erkrankungsraten.

Darüber hinaus plant die EU, ein europäisches Gesundheitsinformationssystem zu entwickeln, das zu einem besseren Verständnis der bestehenden Unterschiede beim Gesundheitszustand in der EU beitragen soll.