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Prävention und Gesundheitsförderung

Prävention und Gesundheitsförderung

Noch nie zuvor wurden die Bürger der EU so alt wie heute, und die Lebenserwartung steigt immer noch. Doch um die allgemeine Gesundheit der EU-Bevölkerung ist es nicht immer zum Besten bestellt – viele frühe Todesfälle und langjährige Gebrechlichkeit könnten verhindert werden. Die wichtigsten Gesundheitsfaktoren sind die sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen und die damit verbundenen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der EU befasst sich mit diesen Bedingungen. Rauchen, Ernährung, körperliche Aktivität, Diäten, Alkohol und die Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen, sind wichtige Faktoren für die Gesundheit. Die häufigsten Ursachen für Tod und Behinderung sind Unfälle und Verletzungen, psychische Erkrankungen, Krebs, Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie Erkrankungen der Atemwege.

Hier können wirksame Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung ergriffen werden. Rechts- und Verwaltungsvorschriften wie Bestimmungen über Sicherheitsgurte, über Sicherheit im Straßenverkehr allgemein sowie über Inhaltsstoffe, Vermarktung und Verbrauch von Tabakwaren unterstützen vorbeugende Maßnahmen. Die Information der Öffentlichkeit ist wichtig, doch reicht sie oft nicht aus, um die Menschen von einer gesünderen Lebensweise zu überzeugen. Die Gesundheitsförderung ist dann am wirksamsten, wenn verschiedene Methoden gleichzeitig angewendet werden, um die Menschen zu unterstützen, in ihrem täglichen Leben „gesunde“ Entscheidungen zu treffen. Arbeitsplätze und Schulen, aber auch andere Orte, an denen Menschen einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, zum Beispiel Gefängnisse, können hier wichtige Partner sein.
Das EU-Gesundheitsprogramm (2008–2013) umfasst Gesundheitsförderungsmaßnahmen und beschäftigt sich mit den Hauptursachen für Gesundheitsprobleme, die zu langjähriger Gebrechlichkeit und frühem Tod führen können. Spezifische Projekte und Initiativen sollen die Bevölkerung sensibilisieren und die Verbreitung von Informationen und den Austausch von empfehlenswerten Verfahren verbessern. So hat die EU hat beispielsweise Informationskampagnen eingeleitet und Initiativen ergriffen, um die Bevölkerung für die schädigende Wirkung des Rauchens und des Alkoholkonsums zu sensibilisieren, um die sexuelle Gesundheit und die HIV/AIDS-Prävention zu fördern und um die Zahl der Unfälle und Verletzungen zu reduzieren. Ferner fördert die EU auch die Durchführung von Programmen in der Krebsvorsorge.

Die Wirksamkeit der Präventionsmaßnahmen wird durch Kooperation und Koordination der europäischen Länder und internationalen Organisationen verstärkt. Außerdem fördert die EU den Austausch von Informationen und Leitlinien zu bewährten Verfahren, die eine gute Grundlage für die Verbesserung des Gesundheitsschutzes in der gesamten Gemeinschaft darstellen.

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