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Langzeitpflege

Langzeitpflege

In der Langzeitpflege sorgen verschiedene medizinische und soziale Dienste für Menschen, die aufgrund von chronischen Krankheiten oder geistiger Behinderung bei der Bewältigung des Alltagslebens Hilfe benötigen. Oft wird diese Pflege ganz oder teilweise nicht von Fachkräften, sondern von Verwandten oder Freunden übernommen. Die Langzeitpflege steht an der Schnittstelle zwischen Gesundheitsfürsorge und Sozialfürsorge und wird üblicherweise für Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen, für gebrechliche Senioren oder andere Gruppen bereitgestellt, die im täglichen Leben Unterstützung benötigen. Zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten gibt es große Unterschiede in der Langzeitpflege, ihrer Organisation und ihrer Rolle im Sozialschutzsystem. Zurückzuführen ist dies auf die unterschiedliche Verteilung von Aufgaben und Verantwortung zwischen Privatpersonen oder Familie einerseits und der öffentlichen Hand andererseits, auf unterschiedliche Gesundheits- und Sozialfürsorgesysteme sowie auf Unterschiede in der Abgrenzung von medizinischer und sozialer Fürsorge.

In der Europäischen Union fällt die Planung, Finanzierung und Verwaltung der Gesundheits- und Sozialfürsorgesysteme in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten. Alle nationalen Fürsorgesysteme sehen sich derzeit neuen Herausforderungen gegenüber. Dies ist insbesondere auf die demografische Entwicklung und die gesteigerten Ansprüche der Patienten zurückzuführen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, schlägt die Europäische Union konzertierte Modernisierungsmaßnahmen vor. Sie unterstützt die Reformbemühungen der Mitgliedstaaten und empfiehlt die gleichzeitige Verwirklichung dreier langfristiger Ziele für die nationalen Systeme:
•     Gewährleistung eines guten Zugangs zur Gesundheits- und Sozialfürsorge,
•     Verbesserung der Qualität der Pflege,
•     Gewährleistung der Nachhaltigkeit der Finanzierung.

Um diese Ziele zu verwirklichen, müssen alle Interessenvertreter zusammenarbeiten und starke Partnerschaften bilden. Der Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren hilft dabei, neue politische Strategien bekannt zu machen, unterstützt das Lernen voneinander und die Hilfe auf Gegenseitigkeit.