Notifizierungsangaben

Verordnung über die Entsorgung von Altholz

Notifizierungsnummer: 2001/450/D (Deutschland)
Eingangsdatum: 31/10/2001
Ende der Stillhaltefrist: 01/02/2002

Abgabe von Bemerkungen durch: Kommission
de en fr
de en
da de el en es fi fr it nl pt sv


BundesMinisterium für Wirtschaft Referat VD2
Frau Christina Jäckel

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit - Abt. II/1
Frau Brigitte WIKGOLM

Departement of Trade and Industry - Stan dards and Technical Regulations - Dir 2
Mrs Brenda O'Grady

Délégation Interministérielle aux Normes
Mme Piau

EFTA Surveillance Authority
Ms Solveig Georgsdottir

ELOT
Mr E. Melagrakis

Erhvervsfremme Styrelsen
Hr. Keld Dybkjaer

European Free Trade Association
Ms Kathleen Byrne

Institut Belge de Normalisation
Mme F. Hombert

Instituto Portugês da Qualidade
Sra. Candida Pires

Kauppa-ja teollisuusministeriö
Mr Petri Kuurma

Kommerskollegium
Fru Kerstin Carlsson

Min. of Industry, Energy & Technology
Mr K. Polychronidis

Min. para Relaciones con la Comunida
Maria Angeles Martinez Alvarez

Ministerie van Financien Belastingsdienst - Douane / CDIU
De Heer IJ.G. van der Heiden

Ministero dell'Industria, del commercio e dell'artigianato
Signor P. Cavanna

Ministère des Affaires Economiques
Mme Descamps

NSAI
Mr Tony Losty

Service de l'Energie de l'Etat
Mr J.-P. Hoffmann

Mitteilung 001

Mitteilung der Kommission - SG(2001) D/52365
Richtlinie 98/34/EG
Notifikation - Notifizierung - Γνωστοποίηση - Notification - Notificación - Notification - Notifica - Kennisgeving - Notificacão - Ilmoitus - Anmälan : 2001/450/D.

Fristerne indledes ikke - Kein Fristbeginn - Καμμία έναρξη προθεσμίας - Does not open the delays - No abre el plazo - N'ouvre pas de délais - Non fa decorrere la mora - Geen termijnbegin - Nao inicia o prazo - Määräaika ei ala tästä - Inleder ingen frist.

(MSG: 200102365.DE)

1. Strukturierte Informationszeile
MSG 001 IND 2001 0450 D DE 01-02-2002 31-10-2001 D NOTIF 01-02-2002


2. Mitgliedstaat
Bundesrepublik Deutschland


3. Verantwortliches Ministerium
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Referat V D 2, 11019
Berlin
Tel.: 0049-30-2014-6353, Fax: 0049-30-2014-5379


3. Zuständige Stelle
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit,
PG Altholz, Postfach 12 06 29, 53048 Bonn
Tel.: +49-228-305-2550
Fax: +49-228-305-2398
E-Mail: Schnurer.Helmut@bmu.de


4. Notifizierungsnummer
2001/450/D – S00E


5. Titel
Verordnung über die Entsorgung von Altholz


6. Products Concerned
Der Verordnungsentwurf bezieht sich auf die Entsorgung von Altholz. Als Altholz wird sowohl Industrierestholz (Produktionsbezug) als auch Gebrauchtholz (Produktbezug) erfasst, soweit diese als Abfall anfallen und im Falle von Verbundstoffen der Holzanteil mehr als 50 Masseprozent beträgt. Altholz fällt in unterschiedlichen Formen, Zusammensetzungen und Mengen an. Dies sind zum Beispiel Holz- und Holzwerkstoffreste aus der Holzbe- und -verarbeitung sowie gebrauchte Holzprodukte, wie Möbel, Ver-packungen oder Holz aus dem Bauabfallbereich.


7. Notifizierung nach einem anderen Rechtsakt
Eine Notifizierungspflicht unter einem anderen Gemeinschaftsakt besteht nicht. Die in den Artikeln 2 und 3 enthaltenen Ausnahmeregelungen von bestehenden chemikalienrechtli-chen Vorschriften des deutschen Rechts zu PCB und PCP, die das Inverkehrbringen und Verwenden von Altholz zum Zwecke der Verwertung nach den Vorschriften der neuen Altholz-Verordnung (Artikel 1 der Verordnung) ermöglichen sollen, bedürfen auch unter Berücksichtigung der Regelungen zu diesen Stoffen in der Richtlinie 76/769/EWG keiner Billigung nach Art 95 EG.

Die Regelung zu PCB betrifft ausschließlich den nicht harmonisierten Bereich, da die entsprechenden Richtlinienbestimmungen weder Regelungen zu mit PCB verunreinigten Stoffen (hier Holzspäne und Holzhackschnitzel) noch zu Erzeugnissen (hier: Holzwerkstoffe und daraus hergestellte andere Erzeugnisse) enthalten. Die Ausnahme zu PCP-haltigen Holzhackschnitzeln und Holzspänen betrifft lediglich eine von der Kommission nach Art 100 a Abs. 4 EGV gebilligte, weitergehende Verbotsregelung des deutschen Rechts, wobei das Schutzniveau angesichts der Regelungen der neuen Altholz-Verordnung zur Verwertung inhaltlich unverändert bleibt (der dortige abfallrechtliche Grenzwert von 3 ppm - bezogen auf die Gesamtmasse an Holz - korrespondiert mit dem seinerzeit gebilligten chemikalienrechtlichen Grenzwert von 5 ppm, der sich auf die Oberfläche von Holz bezieht).


8. Inhaltszusammenfassung
Die Altholzverordnung legt nähere Anforderungen an die stoffliche und energetische Verwertung sowie an die Beseitigung von Altholz auf der Grundlage des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes fest. Gleichzeitig werden diese Anforderungen mit den ebenfalls bei der Entsorgung von Altholz zu beachtenden Bestimmungen der Chemikalien- und Gefahrstoffrechts harmonisiert. Zentrales Ziel der Verordnung ist die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung von Altholz. Der Anwendungsbereich der Verordnung erfasst die in der Praxis gängigen Verwertungswege für Altholz. Als Verwertungsverfahren für Altholz im Sinne der Verordnung gelten die Aufbereitung von Altholz zu Holzhackschnitzeln und Holzspänen für die Herstellung von Holzwerkstoffen, die Gewinnung von Synthesegas zur Herstellung von Methanol, die Herstellung von Aktivkohle/Industrieholzkohle sowie jede energetische Verwertung von Altholz. Sonstige Verwertungswege werden von der Altholzverordnung nicht erfasst, aber auch nicht ausgeschlossen. Besondere Bedeutung misst die Altholzverordnung der Festlegung von Anforderungen an die Aufbereitung von Altholz zum Zwecke der Holzwerkstoffherstellung bei, da das aufbereitete Altholz letztlich über Holzwerkstoffe, wie bspw. Spanplatten, in Gebrauchsgegenstände, etwa Möbel, eingebunden wird. Vor diesem Hintergrund werden für die aus Altholz erzeugten Holzhackschnitzel und –späne verbindliche Schadstoffgrenzwerte festgelegt. Die Kontrolle auf Schadstoffbelastungen ist Teil einer umfassend angeordneten Eigenüberwachung, die durch eine vierteljährlich vorgeschriebene Fremdüberwachung sowie durch Dokumentations- und Nachweispflichten flankiert wird. Im Falle der Beseitigung von Altholz wird eine thermische Behandlung zwingend vorgeschrieben.


9. Kurze Begründung
Die Altholzverordnung wird als Pilotprojekt für stoffbezogene Regelungen hinsichtlich der Konkretisierung von Anforderungen an die schadlose Verwertung von Abfällen angesehen. EU-einheitliche Anforderungen an die Entsorgung von Altholz existieren gegenwärtig noch nicht. Die Anforderungen an die umweltverträgliche Entsorgung von Altholz bestimmen sich nach dem Recht des jeweiligen Mitgliedstaates. In diesem Zusammenhang soll die Verordnung national umweltverträgliche Entsorgungsstandards für Altholz festlegen.


10. Bezugsdokumente - Grundlagentexte
a. Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz vom 27.09.1994 (BGBl. I S. 2705), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 09.09.2001 (BGBl. I S. 2331);
PCB/PCT-Abfallverordnung vom 26.06.2000 (BGBl. I S. 932);
Entwurf der Abfallverzeichnis-Verordnung (Stand: 26.09.2001);
Nachweisverordnung vom 10.09.1996 (BGBl. I S. 1382; 1997 I S. 2860);
Entsorgungsfachbetriebeverordnung vom 10.09.1996 (BGBl. I S. 1421) zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 09.09.2001 (BGBl. I S. 2331);
Bundes-Immissionsschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung
vom 14.05.1990 (BGBl. I S. 880), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes
vom 09.09.2001 (BGBl. I S. 2331);
Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.03.1997 (BGBl. I S. 490), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 27.07.2001 (BGBl. I S. 1950);
Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.03.1997 (BGBl. I S. 504), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 27.07.2001 (BGBl. I S. 1950);
Verordnung über Großfeuerungsanlagen vom 22.06.1983 (BGBl. I S. 719), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 03.05.2000 (BGBl. I S. 632);
Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe vom 23.11.1990 (BGBl. I S. 2545; I S. 2832) zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 27.07.2001 (BGBl. I S. 1950);
Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft vom 27.02.1986 (GMBl 95, 202);
Chemikaliengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 25.07.1994 (BGBl. I S. 1703) zuletzt geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 09.09.2001 (BGBl. I S. 2331);
Chemikalien-Verbotsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung
vom 19.07.1996 (BGBl. I S. 1151), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung
vom 26.06.2000 (BGBl. I S. 932);
Gefahrstoffverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 15.11.1999 (BGBl. I S. 2233; 2000 I S. 739) zuletzt geändert durch Art.2 § 38 des Gesetzes
vom 20.07.2000 (BGBl. I S. 1045).

c. Wie bereits unter Punkt 8 ausgeführt, werden in Artikel 1 der Altholz-Verordnung für Holzspäne und Holzhackschnitzel, die stofflich verwertet werden sollen (Herstellung von z.B. Spanplatten und Möbeln), Grenzwerte für den Gehalt an bestimmten gefährlichen Stoffen (z.B. Schwermetalle, PCP,PCB) festgelegt. Holzspäne und Holzhackschnitzel, die die in Anhang II (zu § 3 Abs. 1) der Altholz-Verordnung aufgeführten Grenzwerte überschreiten, dürfen demzufolge nicht zur Herstellung von Holzwerkstoffen verwendet werden. Mit dieser Verwendungsbeschränkung soll sowohl eine möglichst geringe Belastung der Verbraucher mit gefährlichen Stoffen (z.B. schadstoffarme Möbel) als auch eine Ausschleusung dieser Schadstoffe aus dem Wirtschaftskreislauf erreicht werden.

Die umweltverträgliche Ausschleusung von Schadstoffen aus dem Wirtschaftskreislauf soll bei der energetischen Verwertung dadurch erreicht werden, dass Altholz, in Abhängigkeit von dessen Belastungsgrad, nur in bestimmten Feuerungsanlagen verbrannt werden darf.

Die negativen Auswirkungen der genannten Schadstoffe auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt sind hinreichend bekannt und waren bereits Grundlage verschiedener gemeinschaftlicher Regelungen. Von einer Vorlage entsprechender toxikologischer und ökotoxikologischer Daten zur Bewertung dieser Stoffe kann daher abgesehen werden.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die in der Altholz-Verordnung festgelegten umweltverträglichen Entsorgungsstandards und – damit verbunden – Verwendungsbeschränkungen nur national gelten. Da EG-einheitliche Anforderungen an die Entsorgung von Altholz gegenwärtig noch nicht existieren, gilt die Verordnung zum Schutz der Warenverkehrsfreiheit nach § 1 Abs. 4 Nummer 2 nicht für die grenzüberschreitende Verbringung von Altholz.


11. Veranlassung des Dringlichkeitsverfahrens
Nein


12. Gründe für die Dringlichkeit
-


13. Vertraulichkeit
Nein


14. Steuerliche Maßnahmen
Nein


David O'Sullivan
Generalsekretär
Europäische Kommission

Beiträge von Interessenträgern

Über die TRIS-Website können Sie und Ihre Organisation mit Ihrer Meinung ganz einfach einen Beitrag zu einer beliebigen Notifizierung leisten.
Da die Stillhaltefrist abgelaufen ist, nehmen wir derzeit keine weiteren Beiträge zu dieser Notifizierung über die Website an.


Keine Beiträge zu dieser Notifizierung gefunden