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EU-Kommission legt Plan zur Unterstützung der europäischen Stahlindustrie vor

Unterstützung der europäischen Stahlindustrie

Die europäische Stahlindustrie steht vor ernsten Herausforderungen, die durch globale Überkapazitäten, eine dramatische Zunahme der Ausfuhren und eine Welle unlauterer Handelspraktiken noch nie gekannten Ausmaßes befeuert werden.

Zur Unterstützung der Branche hat die EU-Kommission heute (Mittwoch) kurz- und längerfristige Maßnahmen angekündigt. So soll die europäische Abwehr unlauterer Handelspraktiken gestärkt und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der energieintensiven Industrien wie der Stahlindustrie sichergestellt werden.

Vizepräsident Jyrki Katainen, verantwortlich für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit, erklärte: „Wir müssen mehr tun, damit die Stahlbranche und andere energieintensive Industriezweige Anpassungen durchführen, Innovationen hervorbringen und auf der Grundlage von Qualität, modernsten Technologien, effizienter Produktion und hoch qualifizierten Arbeitskräften sich dem Wettbewerb stellen können. Wir haben jetzt eine Rekordhöhe von Antidumpingmaßnahmen gegenüber Stahlerzeugnissen in Kraft, und die Kommission ist entschlossen, weltweit gleiche Wettbewerbsbedingungen wiederherzustellen. Wir werden Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Straffung unserer Verfahren zu erreichen, aber auch die Mitgliedstaaten müssen dringend gemeinsam handeln und so schnell wie möglich unseren Legislativvorschlag zur Modernisierung der handelspolitischen Schutzinstrumente der EU und für gerechtere Handelsbeziehungen annehmen.“

In ihrer heute veröffentlichten Mitteilung legt die EU-Kommission dar, wie die europäische Stahlindustrie die kurz- und langfristigen Herausforderungen mit Hilfe der Mitgliedstaaten und der Organe der EU bewältigen kann. Dazu gehören die Beschleunigung von Anti-Dumpingverfahren, die Bekämpfung der Ursachen der weltweiten Überkapazität, Investitionen in Technologien für eine wettbewerbsfähigere Industrie, Investitionen in die Qualifikation der Arbeitskräfte sowie gezielte Maßnahmen in den Bereichen Wettbewerb, Energie, Emissionshandel und Kreislaufwirtschaft.
Weitere Informationen finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung und in diesem Memo.

Zur Mitteilung „Stahl: Maßnahmen zur Erhaltung dauerhafter Arbeitsplätze und nachhaltigen Wachstums in Europa“ gelangen Sie hier.

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.