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Saat- und Pflanzgut - Forsten
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Die Forschung hat gezeigt, dass es für eine Wertsteigerung der Wälder, einschließlich der Aspekte Stabilität, Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit, Produktivität und Vielfalt erforderlich ist, hochwertiges Vermehrungsgut zu verwenden, das dem Standort angepasst ist.

In Anerkennung dieser Tatsache und weil weite Flächen der Gemeinschaft mit Wald bedeckt sind, der eine wichtige gesellschaftliche, umweltbezogene, wirtschaftliche und kulturelle Rolle spielt, ist 1999 mit der Richtlinie 1999/105/EG des Rates über den Verkehr mit forstlichem Vermehrungsgut eine Gemeinschaftsregelung eingeführt worden.

Die Richtlinie gewährleistet die reichliche Versorgung mit hochwertigem forstlichem Vermehrungsgut der betreffenden Art in der Gemeinschaft, indem sie vorschreibt, dass forstliches Vermehrungsgut nur in den Verkehr gebracht werden darf, wenn es zu einer der vier in der Richtlinie festgelegten Kategorien gehört und dass nur zugelassenes Ausgangsmaterial (die Bäume, von denen das Vermehrungsgut stammt) zu seiner Gewinnung verwendet werden darf, wenn es in den Verkehr gebracht werden soll.

Das Ausgangsmaterial muss von einer amtlichen Stelle als Material zugelassen werden, das die Mindestanforderungen der Anhänge für die Kategorie von forstlichem Vermehrungsgut erfüllt, das aus dem Ausgangsmaterial gewonnen werden soll. Die Zulassungsprüfung muss regelmäßig wiederholt werden. Die Strenge der vom Material zu erfüllenden Qualitätskriterien ist je nach Kategorie unterschiedlich. Zusätzlich muss alles Material die Bedingungen von Anhang VII hinsichtlich der Artreinheit bei Partien von Früchten und Samen, der "handelsüblichen Beschaffenheit" von Pflanzenteilen, Hybriden und Pflanzgut sowie besondere Bedingungen im Falle von Populus spp. erfüllen.

Alle Angaben über die Einheiten des im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats zugelassenen Ausgangsmaterials werden in ein nationales Register aufgenommen, einschließlich der Angaben über die Gebiete, aus denen das Material stammt, oder die genaue geografische Lage (abhängig von der Kategorie). Dies ist von ausschlaggebender Bedeutung für die Feststellung, ob ein bestimmtes forstliches Vermehrungsgut für eine in Erwägung gezogene Lage geeignet ist. Auf der Grundlage der nationalen Listen wird eine GemeinschaftslisteCommunity list excel file erstellt, um zu gewährleisten, dass die Regelung in der gesamten Gemeinschaft reibungslos angewendet wird. Das nationale Registerzeichen wird in das Stammzertifikat eingetragen, das von den amtlichen Stellen nach der Ernte für alles von dem zugelassenen Ausgangsmaterial stammende Vermehrungsgut ausgestellt wird. Beide sind von grundlegender Bedeutung für die Übermittlung von Informationen und die Rückverfolgung des Materials, so dass die strengen Bedingungen der Richtlinie für die Erzeugung und das Inverkehrbringen eingehalten werden können. Forstliches Vermehrungsgut aus Ländern außerhalb der Gemeinschaft darf nur in der Gemeinschaft vermarktet werden, wenn es dieselbe Gewähr bietet wie gemeinschaftliches Vermehrungsgut

Diesbezügliche Gemeinschaftsvorschriften gibt es seit 1966 (vorhergehende Richtlinie 66/404/EWG des Rates). Erforderlichenfalls wird die Kommission beim Erlass von Maßnahmen betreffend die Richtlinie 1999/105/EG im Rahmen des Ständigen Ausschusses für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und forstliche Saat- und Pflanzgutwesen durch die Mitgliedstaaten unterstützt.

Weitere Informationen über die Rolle der Gemeinschaft in der Forstpolitik finden Sie hier.

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