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  Saat- und Pflanzgut - Öl- und Faserpflanzenslide
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Mit der Richtlinie 2002/57/EG des Rates vom 13. Juni 2002 über den Verkehr mit Saatgut von Öl- und Faserpflanzen soll die Qualität des gemeinschaftlichen Saatguts von Öl- und Faserpflanzen anhand eines einheitlichen Anerkennungssystems der Gemeinschaft verbessert werden, indem den Mitgliedstaaten im Allgemeinen erlaubt wird, vorzuschreiben, dass Saatgut von Öl- und Faserpflanzen nur in den Verkehr gebracht werden darf, wenn es amtlich anerkannt worden ist. Die Anerkennung kann nur gewährt werden, wenn das Saatgut die Voraussetzungen der Richtlinie erfüllt, insbesondere betreffend die Vorfrucht, die Sortenechtheit und reinheit, die Mindestentfernungen zu benachbarten Bestäubungsquellen und das Auftreten von Schadorganismen bei den Beständen sowie die Sortenechtheit und reinheit, die Keimfähigkeit, die Analysenreinheit, den Anteil an Körnern anderer Pflanzenarten und das Auftreten von Schadorganismen bei Saatgut. In Ländern außerhalb der Europäischen Gemeinschaft geerntetes Saatgut von Öl- und Faserpflanzen darf nur dann in der Gemeinschaft in den Verkehr gebracht werden, wenn es die gleiche Gewähr bietet wie in der Gemeinschaft amtlich anerkanntes Saatgut. Außerdem berücksichtigt die Richtlinie die Notwendigkeit der Identitätssicherung des Saatguts während der gesamten Inverkehrbringung und enthält diesbezügliche Vorschriften, nämlich, dass das Saatgut in ausreichend einheitlichen Partien und in verschlossenen, gegen Eingriffe gesicherten Verpackungen in den Verkehr gebracht werden muss. Ferner enthält die Richtlinie besondere Anforderungen an die Verschließung, Etikettierung und die dazugehörigen Unterlagen.

Diesbezügliche Gemeinschaftsvorschriften gibt es seit 1966 (vorhergehende Richtlinie 69/208/EWG des Rates, konsolidiert mit der Richtlinie 2002/57/EG des Rates über den Verkehr mit Öl- und Faserpflanzen). Außerdem sind bestimmte Mitgliedstaaten von der Verpflichtung befreit worden, die Richtlinie auf bestimmte Öl- und Faserpflanzenarten anzuwenden, die in ihrem Hoheitsgebiet normalerweise nicht erzeugt oder in Verkehr gebracht werden.

Erforderlichenfalls wird die Kommission beim Erlass von Maßnahmen betreffend die Richtlinie 2002/57/EG im Rahmen des Ständigen Ausschusses für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und forstliche Saat- und Pflanzgutwesen durch die Mitgliedstaaten unterstützt.

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