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Zweck der Pflanzenschutzregelung der Gemeinschaft ist ihr Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse.

Die Pflanzenschutzregelung der Gemeinschaft beruht auf der Richtlinie 2000/29/EG des Rates. Die allgemeinen Grundsätze stützen sich auf das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen der Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) und das Übereinkommen der Welthandelsorganisation über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen.

Schadorganismen sind definiert als Arten, Stämme oder Biotypen von Pflanzen, Tieren oder Krankheitserregern, die Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse schädigen können.

Pflanzen sind als lebende Pflanzen und bestimmte lebende Teile von Pflanzen einschließlich Samen (ausgenommen Getreide) definiert. Als lebende Teile von Pflanzen gelten Früchte - im botanischen Sinne -, sofern nicht durch Tieffrieren haltbar gemacht, Gemüse, sofern nicht durch Tieffrieren haltbar gemacht, Knollen, Kormus, Zwiebeln, Wurzelstöcke, Schnittblumen, Äste mit Laub bzw. Nadeln, gefällte Bäume mit Laub bzw. Nadeln, Blätter, Blattwerk, pflanzliche Gewebekulturen, bestäubungsfähiger Pollen, Edelholz, Stecklinge, Pfropfreiser und andere Teile von Pflanzen, die nach dem Verfahren des Ständigen Ausschusses für Pflanzenschutz festgelegt werden können.

Pflanzenerzeugnisse sind als Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs, unverarbeitet oder durch einfache Verfahren bearbeitet, soweit sie nicht Pflanzen sind, definiert.

Zur Umsetzung der Zielvorgaben sind die Mitgliedstaaten berechtigt und verpflichtet, die Verbringung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen innerhalb ihrer Hoheitsgebiete sowie die Einfuhr in die Gemeinschaft von Pflanzen oder Pflanzenerzeugnissen aus Drittländern zu regeln. Einschlägige Auflagen gelten auch für Drittländer, die Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse in die Gemeinschaft ausführen wollen.

 
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