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Lebensmittelsicherheit

Safety of Food Products

Lebensmittelzusatzstoffe und Aromen

Lebensmittelzusatzstoffe

Lebensmittelzusatzstoffe sind Stoffe, die Lebensmitteln absichtlich zugesetzt werden um eine bestimmte technologische Wirkung zu erzielen, zum Beispiel, um zu süßen, zu färben oder zu konservieren.

Ein Lebensmittelzusatzstoff wird in den Rechtsvorschriften der Gemeinschaft definiert als "ein Stoff mit oder ohne Nährwert, der in der Regel weder selbst als Lebensmittel verzehrt noch als charakteristische Lebensmittelzutat verwendet wird und einem Lebensmittel aus technologischen Gründen … zugesetzt wird, wodurch er selbst oder seine Nebenprodukte (mittelbar oder unmittelbar) zu einem Bestandteil des Lebensmittels wird oder werden kann." (vollständige Definition siehe: Artikel 1 (2) der Richtlinie 89/107/EWG)

Lebensmittelzusatzstoffe werden auf EU-Ebene für alle fünfzehn Mitgliedstaaten sowie für Norwegen und Island genehmigt.

Die Rechtsvorschriften der Gemeinschaft über Lebensmittelzusatzstoffe basieren auf dem Grundsatz, daß nur jene Zusatzstoffe, die ausdrücklich genehmigt sind, verwendet werden dürfen. Die meisten Zusatzstoffe dürfen nur in begrenzten Mengen in bestimmten Lebensmitteln verwendet werden. Wenn keine Höchstmengen für die Verwendung eines Zusatzstoffs vorgesehen sind, muß er gemäß guter Herstellungspraxis verwendet werden, d.h. nur in der Menge, die erforderlich ist, um die gewünschte technologische Wirkung zu erzielen.

Lebensmittelzusatzstoffe dürfen nur genehmigt werden,

  • wenn eine hinreichende technologische Notwendigkeit nachgewiesen werden kann,
  • wenn sie für Verbraucher gesundheitlich unbedenklich sind,
  • wenn Verbraucher durch ihre Verwendung nicht irregeführt werden.

Vor ihrer Genehmigung werden Lebensmittelzusatzstoffe vom wissenschaftlichen Lebensmittelausschuß auf ihre Sicherheit hin bewertet. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuß besteht aus einer Gruppe hochrangiger Wissenschaftler, die die Europäische Kommission in Fragen bezüglich Lebensmittel beraten.

Die Rechtsvorschriften der Gemeinschaft über Lebensmittelzusatzstoffe bestehen aus den folgenden Richtlinien:

  • Richtlinie 89/107/EWG des Rates, wie geändert durch Richtlinie 94/34/EG, die die Rahmenvorschriften für die Genehmigung von Lebensmittelzusatzstoffen festlegt;
  • Richtlinie 94/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, die detaillierte Vorschriften zu Lebensmittelfarbstoffen festlegt;
  • Richtlinie 94/35/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, wie geändert durch Richtlinie 96/83/EG, die detaillierte Regeln zu Süßungsmitteln festlegt;
  • Richtlinie 95/2/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, wie geändert durch Richtlinien 96/85/EG, 98/72/EG und 2001/5/EG, die detaillierte Vorschriften zu anderen Lebensmittelzusatzstoffen als Farbmitteln und Süßungsmitteln festlegt.

Liste der Gesetzestexte (konsolidiert)

Richtlinie 89/107/EWG des Rates elenvom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Zusatzstoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen, wie geändert.

Richtlinie 94/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates elenvom 30. Juni 1994 über Farbstoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen.

Richtlinie 94/35/EG des Europäischen Parlaments und des Rates elenvom 30. Juni 1994 über Süßungsmittel, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen, wie geändert.

Richtlinie 95/2/EG des Europäischen Parlaments und des Rates elen über andere Lebensmittelzusatzstoffe als Farbstoffe und Süßungsmittel, wie geändert durch Richtlinien 96/85/EG, 98/72/EG und 2001/5/EG elen.

Zusätzlich müssen alle genehmigten Lebensmittelzusatzstoffen Reinheitskriterien genügen, die in drei Kommissionsrichtlinien festgelegt sind:

Die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen muß grundsätzlich auf der Verpackung der Lebensmittel gekennzeichnet werden, entweder durch Angabe des Namens des Lebensmittelzusatzstoffes oder durch Angabe seiner E-Nummer. Detaillierte Vorschriften zr Kennzeichnung von Zusatzstoffen, die in Lebensmitteln verwendet werden, oder von Zusatzstoffen, die als solche verkauft werden, sind in den Rechtsvorschriften der Gemeinschaft festgelegt (Richtlinie 2000/13/EG, Verordnung 50/2000/EG (labelling site en)  und Richtlinie 89/107/EWG)

Auf Grundlage von Informationen aus den Mitgliedstaaten hat die Europäische Kommission einen Bericht zur Aufnahme (Verzehr) von Lebensmittelzusatzstoffen in der Europäischen Union vorgelegt. Dieser Bericht soll einen Überblick geben. Aufgrund der unterschiedlichen Art der Datenerhebung und -übermittlung, die in den verschiedenen Mitgliedstaaten angewendet wurde, ist der Bericht als vorläufige Situationsbeschreibung zu werten. Der Bericht wurde am 1. Oktober von der Kommission verabschiedet und wird im Amtsblatt veröffentlicht.

  • Bericht der Kommission über die Aufnahme von Lebensmittelzusatzstoffen in der Europäischen Union, 1. Oktober 2001en(-/+170KB)

Aromen

Aromen werden verwendet, um Lebensmitteln Geruch und/oder Geschmack zu verleihen. Die Gesetzgebung der Gemeinschaft definiert verschiede Arten von Aromen, wie natürliche, natur-identische oder künstliche Aromastoffe, Aromaextrakte pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, Reaktionsaromen, die nach Erhitzung Aroma entwickeln, und Raucharomen (vollständige Definitionen siehe Art. 1 (2) der Richtlinie 88/388/EWG).

Richtlinie 88/388/EWG des Rates, vervollständigt durch Richtlinie 91/71/EWG der Kommission, legt die Definitionen für Aromastoffe, ihre allgemeine Verwendungsbedingungen, Vorschriften zur Kennzeichnung und Höchstwerte für Stoffe, die gesundheitlich bedenklich sind, fest. Letztgenannte Stoffe sind natürlicherweise in manchen Ausgangsstoffen für die Herstellung von Aromen vorhanden (z.B. Kräutern) und können deshalb auch in Aromaextrakten enthalten sein. Die Richtlinie verbietet diese Stoffe als solche Lebensmitteln zuzusetzen.

Verordnung (EG) Nr. 2232/96 des Europäischen Parlaments und des Rates legt Verwendungsbedingungen für Aromastoffe in Lebensmitteln fest. Gemäß dieser Verordnung müssen die Mitgliedstaaten der Kommission mitteilen, welche Aromastoffe nach den nationalen Rechtsvorschriften in Lebensmitteln verwendet werden dürfen. Diese ca. 2800 Stoffe wurden von der Kommission in einem Verzeichnis zusammengestellt, das als Entscheidung 1999/217/EG der Kommission, zuletzt geändert durch Kommissionsentscheidung 2000/489/EG, verabschiedet wurde. Das Verzeichnis bildet die Grundlage eines 5-jährigen Programms zur Bewertung dieser Stoffe (Verordnung (EG) Nr. 1565/2000 der Kommission). Nach Abschluss des Bewertungsprogramms soll eine Liste von Aromastoffen, die in der Gemeinschaft in oder auf Lebensmitteln verwendet werden dürfen, festgelegt werden.

Die Gesetzgebung der Gemeinschaft (Richtlinie 2000/13/EG ( ‘Food labelling en’), Richtlinie 88/388/EWG und Richtlinie 91/71/EWG) legt auch die Kennzeichnungsvorschriften für Aromen, die Lebensmittel zugegeben werden, und Aromastoffen, die als solche der Lebensmittelindustrie oder den Verbrauchern verkauft werden, fest. Das Wort „Aroma" muß in der Liste der Lebensmittelzutaten eines Lebensmittel enthalten sein, wenn diesem Lebensmittel Aromen zugefügt wurden. Der Ausdruck „natürliches Aroma" darf nur für Aromastoffe und Aromaextrakte verwendet werden, die aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen gewonnen wurden. Aromastoffe, die als solche verkauft werden, müssen zusätzliche Informationen enthalten, wie Mindesthaltbarkeit, Lagerungs- und Verwendungsbedingungen, Name des Herstellers und Auflistung anderer Stoffe, die im Aroma enthalten sind (z.B. Lebensmittelzusatzstoffe).

Gesetzgebung

Richtlinie 88/388/EWG des Rates elen zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Aromen zur Verwendung in Lebensmitteln und über Ausgangsstoffe für ihre Herstellung und Richtlinie 91/71/EWG der Kommission zur Ergänzung der Richtlinie 88/388/EWG des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Aromen zur Verwendung in Lebensmitteln und über Ausgangsstoffe für ihre Herstellung.

Verordnung (EG) Nr. 2232/96 des Europäischen Parlaments und des Rates elen vom 28. Oktober 1996 zur Festlegung eines Gemeinschaftsverfahrens für Aromastoffe, die in oder auf Lebensmitteln verwendet werden oder verwendet werden sollen.

Entscheidung 1999/217/EG der Kommission en vom 23. Februar 1999 über ein Verzeichnis der in oder auf Lebensmitteln verwendeten Aromastoffe, das gemäß Verordnung (EG) Nr. 2232/96 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Oktober 1996 erstellt wurde.

Entscheidung 2000/489/EG der Kommission en vom 18. Juli 2000 zur Änderung der Entscheidung 1999/217/EG der Kommission über ein Verzeichnis der in oder auf Lebensmitteln verwendeten Aromastoffe.

Verordnung (EG) Nr. 1565/2000 der Kommission en vom 18. Juli 2000 zur Festlegung der Maßnahmen, die für die Verabschiedung eines Bewertungsprogramms gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2232/96 des Europäischen Parlaments und des Rates erforderlich sind.

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