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Food Safety

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Inspection reports Food and Veterinary Office Food of non-animal origin Inspections Pesticides Monitoring reports

Summary

Kontrolle der Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln in Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs in der Europäischen Union und Norwegen - Bericht 1997

Anmerkung: Es handelt sich hier um eine zusammenfassende Übersetzung eines Teils des Originalberichts (Bezugsnr. XXIV/1423/99). Sie wurde als Service für die Besucher dieser Site erstellt, besitzt jedoch keinen amtlichen Charakter. Es sollte immer auf die vollständige Fassung des Originalberichts Bezug genommen werden.

Zusammenfassung

Nationale Kontrollprogramme

In allen 15 Mitgliedstaaten und Norwegen wurden die Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln in Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs kontrolliert. Insgesamt wurden 46.000 Proben auf durchschnittlich 126 verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel untersucht.

In 36 % der Proben wurden Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln in Höhe der oder unterhalb der zulässigen Höchstmengen festgestellt (Obst-, Gemüse- und Getreideproben). In rund 3,4 % der Proben (hauptsächlich Obst und Gemüse) hat der Rückstandsgehalt sowohl die nationalen als auch die gemeinschaftlichen Höchstwerte überschritten.

In 16 % der Proben wurden Rückstände von mehr als einem Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen, und in 1,5 % wurden Rückstände von vier oder mehr Schädlingsbekämpfungsmitteln festgestellt. Bei den nachgewiesenen Schädlingsbekämpfungsmitteln handelte es sich zumeist um Fungizide. In einem Fall erging im Rahmen des Schnellwarnsystems der EU für Nahrungsmittel eine Informationsnotifizierung (keine Warnmeldung) für ein Erzeugnis, das mit Schädlingsbekämpfungsmitteln kontaminiert war.

Die Ergebnisse von 1997 können nicht direkt mit denen von 1996 verglichen werden, da in den Bericht 1996 keine Getreideproben einbezogen worden waren. 1996 wurden in ca. 40 % der Obst- und Gemüseproben Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln festgestellt; in 3 % dieser Fälle ist der zulässige Höchstwert überschritten worden, und 13 % der Proben wiesen Mehrfachrückstände auf. Bei den Schädlingsbekämpfungsmitteln, die 1997 am häufigsten nachgewiesen wurden, handelte es sich im wesentlichen um die Stoffe, die bereits 1996 festgestellt worden waren.

Koordiniertes Kontrollprogramm der Gemeinschaft

In einem koordinierten Sonderprogramm wurden fünf Produkte (Mandarinen, Birnen, Bananen, Bohnen und Kartoffeln) auf 13 verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel untersucht (Acephat, Carbendazim, Chlorthalonil, Chlorpyrifos, DDT, Diazinon, Endosulfan, Iprodion, Metalaxyl, Methamidophos, Methidathion, Thiabendazol und Triazophos). Im Rahmen dieses Programms sind insgesamt ca. 6.000 Proben untersucht worden, jedoch wurde nicht jede Probe auf alle 13 Schädlingsbekämpfungsmittel kontrolliert. In 23 % der Proben konnten Rückstände eines der 13 Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen werden; bei 0,5 % der Proben wurden die zulässigen Höchstwerte überschritten.

In diesem koordinierten Programm wurden Rückstände eines der 13 Schädlingsbekämpfungsmittel am häufigsten in Mandarinen nachgewiesen, gefolgt von Bananen, Birnen, Bohnen und Kartoffeln. Eine Überschreitung der zulässigen Höchstwerte wurden am häufigsten bei Bohnen (0,18 %) festgestellt, gefolgt von Mandarinen (0,15 %) und Bananen (0,03 %). Von den 13 Schädlingsbekämpfungsmitteln, die im Rahmen des koordinierten Programms kontrolliert wurden, wurden am häufigsten Rückstände von Thiabendazol festgestellt (17,7 %), gefolgt von Chlorpyrifos (6,5 %), Methidathion (5,9 %) und Carbendazim (4,5 %). Am häufigsten allerdings wurden die zulässigen Rückstandshöchstwerte bei Chlorpyrifos (0,24 %) überschritten, gefolgt von Methamidophos (0,18 %) und Iprodion (0,13 %). Der höchste Rückstand, der im Rahmen dieses koordinierten Programms nachgewiesen wurde, waren 5,5 mg Thiabendazol/kg in Mandarinen. Die Berechnungen ergaben, daß weder die annehmbare Tagesdosis (ADI) noch die akute Referenzdosis 1 (RFD) bei diesen Rückstands-Produkt-Kombinationen überschritten wurden.

Qualitätssicherung und Probenahme

Die Proben für die nationalen und die koordinierten Kontrollprogramme der Gemeinschaft wurden an verschiedenen Orten (Einzelhändler, Großhändler, Märkte, Grenzübertrittsstellen sowie in der verarbeitenden Industrie) genommen. In den meisten Ländern gibt es nationale Probenahmepläne, die beispielsweise Verbrauchsdaten, Produktionszahlen, dem Einfuhr/Ausfuhr-Verhältnis und den Risiken (z.B. Ergebnisse des Vorjahres) Rechnung tragen.

Die Akkreditierung von Laboratorien und die Maßnahmen zur Qualitätssicherung wurden in den meisten Ländern umgesetzt, waren jedoch 1997 in einigen Ländern noch immer in der Vorbereitungsphase. 1999 werden ein Workshop zur weiteren Entwicklung von gemeinsamen Qualitätssicherungsmaßnahmen und die Einführung einer Eignungsprüfung für Laboratorien die Situation weiter verbessern.

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1 Es gibt kein allgemein anerkanntes Verfahren zur Bewertung der Risiken aus einer akuten Exposition. Das Berechnungsverfahren, das für diesen Bericht zugrunde gelegt wurde, beruht auf dem britischen Consumer Exposure Model. Es wurde kein Variabilitätsfaktor berücksichtigt.


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