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Food Safety

Inspection reports Food and Veterinary Office Food of non-animal origin Inspections Pesticides Monitoring Reports

Nationale kontrollprogramme - zusammenfassung

In allen 15 Mitgliedstaaten und Norwegen wurden Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs auf Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln kontrolliert. Insgesamt wurden etwa 44.000 Proben auf durchschnittlich 148 verschiedene Pestizide untersucht.

In 36 % der Obst-, Gemüse- und Getreideproben wurden Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln in Höhe der oder unterhalb der zulässigen Höchstmengen festgestellt. In rund 3,1 % der Proben (hauptsächlich Obst und Gemüse) überschritt der Rückstandgehalt sowohl die nationalen als auch die gemeinschaftlichen Höchstwerte. 61 % der Proben enthielten keine Pestizidrückstände.

In 14 % der Proben wurden Rückstände von mehr als einem Schädlingsbekämpfungsmittel (Mehrfachrückstände) festgestellt, in 2,0 % der Proben Rückstände von vier oder mehr Schädlingsbekämpfungsmitteln. Bei den nachgewiesenen Schädlingsbekämpfungsmitteln handelte es sich zumeist um Fungizide.

1997 wurden in 36 % der Obst-, Gemüse- und Getreideproben Pestizidrückstände in Höhe der oder unterhalb der zulässigen Höchstmengen gefunden; in rund 3,4 % der Proben wurden die zulässigen Höchstgrenzen überschritten; Mehrfachrückstände wurden in 16 % der Proben festgestellt. Die nachgewiesenen Pestizide waren weitgehend mit den 1997 und 1998 gefundenen identisch.

Ein Vergleich zwischen 1996 und 1998 zeigt, dass die Gesamtsituation sich kaum verändert hat. Zurückgegangen ist zwischen 1996 und 1998 allerdings eindeutig die Zahl der Proben, die mehr als ein Schädlingsbekämpfungsmittel enthielten. Zu berücksichtigen ist hierbei jedoch, dass 1996 nur elf Länder Daten über Mehrfachrückstände lieferten, 1997 und 1998 dagegen fünfzehn Länder.

Koordiniertes Kontrollprogramm der Gemeinschaft

In einem koordinierten Sonderprogramm wurden insgesamt ca. 5.200 Proben von vier Produkten (Mandarinen, Pfirsiche, Karotten und Spinat) auf 20 verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel untersucht, dabei jedoch nicht jede Probe auf alle 20 Schädlingsbekämpfungsmittel. In 32 % der Proben konnten Rückstände eines der 20 Schädlingsbekämpfungsmittel in Höhe der oder unterhalb der zulässigen Höchstwerte nachgewiesen werden; bei 2,0 % der Proben waren die zulässigen Höchstwerte überschritten.

In diesem Programm wurden Rückstände eines der 20 Schädlingsbekämpfungsmittel am häufigsten in Orangen nachgewiesen, gefolgt von Pfirsichen, Karotten und Spinat. Eine Überschreitung der zulässigen Höchstwerte wurden dagegen am häufigsten bei Spinat (7,3 %) festgestellt, gefolgt von Pfirsichen (1,6 %), Karotten (1,2 %) und Orangen (0,7 %). Am häufigsten vertreten unter den 20 Pestiziden waren Rückstände von Imazalil (19 %), gefolgt von Thiabendazol (10 %), Chlorpyriphos (7,6 %), Maneb-Gruppe (7,6 %) und Methidathion (6,6 %). Am häufigsten überschritten wurden die zulässigen Rückstandhöchstwerte allerdings von der Maneb-Gruppe (2,1 %), gefolgt von der Benomyl-Gruppe (0,43 %) und Vinclozolin (0,41 %). Der höchste Rückstand, der im Rahmen dieses koordinierten Programms nachgewiesen wurde, waren 7,9 mg Iprodione/kg in Spinat. Die Expositionsbewertung ergab, dass weder die annehmbare Tagesdosis (ADI) noch die akute Referenzdosis (RFD) bei diesen Rückstand-Produkt-Kombinationen überschritten wurden.

Qualitätssicherung und Probenahme

Die Proben für die nationalen und die koordinierten Kontrollprogramme der Gemeinschaft wurden an verschiedenen Orten (Einzelhändler, Großhändler, Märkte, Grenzübertrittsstellen sowie in der verarbeitenden Industrie) genommen. In den meisten Ländern gibt es nationale Probenahmepläne, die beispielsweise Verbrauchsdaten, Produktionszahlen, dem Einfuhr/Ausfuhr-Verhältnis und den Risiken (z.B. Ergebnisse früherer Jahre) Rechnung tragen.

Die Akkreditierung von Laboratorien wurde nur in einigen Ländern vollständig durchgeführt, ist dagegen in einer ganzen Reihe von Ländern noch nicht abgeschlossen. Die meisten Länder nahmen regelmäßig an Eignungsprüfungen teil und haben mit der Umsetzung der gegenwärtigen Qualitätssicherungsverfahren begonnen. Workshops zur Weiterentwicklung dieser Verfahren und die Durchführung neuer Eignungsprüfungen für Laboratorien werden die Situation weiter verbessern.



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