Language selector

  • Current language:de
  • en
  • fr
 
left
  Tötung von Geflügel im Zusammenhang mit der Geflügelpest in Asien slide
right
transtrans
 

Viele europäische Bürger zeigten sich im Zusammenhang mit dem Ausbruch der hochansteckenden Vogelgrippe in Asien besorgt über den Tierschutz.

Die Gemeinschaftsvorschriften garantieren, dass Nutztiere ohne vermeidbares Leiden gehalten und geschlachtet werden. Diese Maßnahmen gelten jedoch nur innerhalb der EU. Die Forderung nach der Anwendung dieser Vorschriften in Drittländern würde einer extraterritorialen Anwendung gleichkommen, die nicht mit dem Völkerrecht vereinbar ist.

Mit den Beitrittsländern hat die Kommission jedoch entsprechende Fahrpläne erstellt, um zu gewährleisten, dass diese alle geltenden EU-Vorschriften (den „Acquis communautaire“) schrittweise anwenden. Die Kommission wird den Beitrittsprozess genau verfolgen, um sicherzustellen, dass alle europäischen Tierschutzvorschriften – insbesondere bezüglich der Tötung von Tieren – ordnungsgemäß umgesetzt und rechtzeitig angewandt werden.

In der Zwischenzeit prüft die Kommission gemeinsam mit den durch die Vogelgrippe betroffenen Beitrittsländern Möglichkeiten für zielgerichtete Maßnahmen der Zusammenarbeit in Bezug auf die Tötung von Geflügel zur Seuchenabwehr. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass die für diese Zusammenarbeit erforderliche materielle und technische Hilfe auch einen Beitrag der EU-Mitgliedstaaten oder anderer europäischer Länder erfordern würde.

Des Weiteren setzt sich die Kommission kontinuierlich für die Förderung der Akzeptanz von Tierschutznormen auf internationaler Ebene ein.

In diesem Zusammenhang unterstützt die Kommission aktiv die Initiativen der OIE zur Entwicklung von Leitlinien und Normen für den Tierschutz. Eine der Prioritäten ist hierbei der Schutz von Tieren im Falle der Tötung für die Seuchenabwehr. Die jüngsten Vorkommnisse in Asien haben erneut gezeigt, wie wichtig und dringend dieses Anliegen ist.

Bei der internationalen Konferenz der OIE über Tierschutz, die vom 23. bis 25. Februar 2004 in Paris stattfand, hatten Regierungen, Wissenschaftler und andere Interessenvertreter aus der ganzen Welt Gelegenheit, über dieses Thema zu debattieren. Die OIE ist als internationale Organisation mit 167 Mitgliedstaaten und ihrem besonderen Mandat für den Tierschutz, das die volle Unterstützung ihrer Mitglieder findet, das richtige Forum, um einer internationalen Diskussion über dieses Thema Raum zu geben und spezielle Richtlinien und Normen für die weltweite Anwendung zu erarbeiten. Die Kommission unterstützt die Vorstöße der OIE in diesem Bereich uneingeschränkt und ist um eine Fortführung der Initiativen bemüht.

Die OIE hat auf ihrer Generalversammlung im Mai 2005 die ersten internationalen Leitlinien für die Tötung von Tieren zur Seuchenabwehr verabschiedet.

Vogelgrippe: Die Tötung von Tieren zur Seuchenabwehr rechtfertigt nicht unmenschliche Tötungsmethoden in landwirtschaftlichen Betrieben

Die OIE verweist auf die Dringlichkeit einer schnellen Reaktion der internationalen Veterinärbehörden auf den Ausbruch der Vogelgrippe bei Geflügel. Als internationale Referenzorganisation für den Tierschutz ist die OIE dazu verpflichtet, die internationale Gemeinschaft auf die Notwendigkeit angemessener Tötungsmethoden bei der Schlachtung infizierter oder mit infizierten Vögeln in Kontakt gewesener Tiere hinzuweisen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der OIE Website.

Pressemitteilung der OIE: Vogelgrippe: Die Tötung von Tieren zur Seuchenabwehr rechtfertigt nicht unmenschliche Tötungsmethoden in landwirtschaftlichen Betrieben ENpdf

 
lefttranspright

 

  Print  
Public HealthFood SafetyConsumer Affairs
   
   
requires javascript