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  Die EU-Politik bezüglich einer Impfung gegen die Maul- und Klauenseucheslide
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Die Politik der Europäischen Gemeinschaft im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche zielt darauf ab, diese äußerst ansteckende Krankheit schnellstmöglich auszurotten und gleichzeitig den wirtschaftlichen Schaden so weit wie möglich zu begrenzen. Der wirksamste Weg, die Krankheit auszurotten, ist die Schlachtung und Beseitigung infizierter oder möglicherweise infizierter Tiere.

Im Rahmen dieser Ausrottungspolitik kann und muss die Impfung als Notmaßnahme eingesetzt werden, um die Verbreitung von MKS in einem Umkreis von einem bis 3 km um einen Seuchenherd zu verhindern, jedoch einzig und allein als zeitlich begrenzte Maßnahme, wenn die Kapazitäten zur unverzüglichen Schlachtung und Beseitigung unzureichend sind, und auch dann nur bis zu einer solchen Schlachtung und Beseitigung.

Nationale wie EU-Entscheider haben in der aktuellen Situation nur die Möglichkeit, die Notimpfung in Gebieten rund um Seuchenherde anzuordnen, so wie dies im Ständigen Veterinärausschuss am Freitag, dem 23. März besprochen wurde. Der Ausschuss erklärte, falls in den Niederlanden oder anderswo in der EU eine Notimpfung beschlossen würde, dürfe dies nur unter der Bedingung geschehen, dass alle betroffenen Tiere danach geschlachtet und beseitigt würden.

Die Schlachtung und Beseitigung von Tieren, die im Rahmen einer Notmaßnahme geimpft wurden, ist notwendig, da sich mit den verfügbaren Testverfahren nicht unterscheiden lässt, ob ein Tier gegen MKS geimpft oder mit MKS infiziert ist. Die Impfung macht also die Identifizierung infizierter Tiere und damit die Ausrottung der Maul- und Klauenseuche unmöglich. Schlachtung und Beseitigung infizierter und möglicherweise infizierter Tiere sind notwendig, um den MKS-freien Status der EU insgesamt zu sichern.

Die Impfung im großen Maßstab ist in der aktuellen MKS-Krise und im Rahmen der geltenden Ausrottungspolitik derzeit nicht angebracht. Eine großräumige Impfung ist nur dann zu erwägen, wenn eine Maul- und Klauenepidemie auf keine andere Art mehr unter Kontrolle zu bringen ist. Derzeit sind 11 der 15 EU-Mitgliedstaaten MKS-frei, und der Ursprung aller festgestellten Ausbrüche außerhalb des Vereinigten Königreichs lässt sich unmittelbar auf Tiere zurückführen, die aus dem Vereinigten Königreich stammen.

Sollte die weitere Entwicklung der Situation dies erforderlich machen und die EU eine großräumige Impfung beschließen, dann hätte dies unmittelbar zur Folge, dass Drittländer alle Einfuhren von lebenden Tieren und nicht behandelten Produkten aus der EU verbieten würden. Dies würde beträchtliche Handelseinbußen und Verluste an Arbeitsplätzen mit sich bringen.

 
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