Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik
Warum benötigen wir eine Reform?
Die Fischereipolitik Europas muss dringend reformiert werden. Es werden systematisch mehr Fische gefangen, als nachwachsen können. Das dünnt die Bestände aus und gefährdet das Ökosystem der Meere. Drei Viertel aller Fischbestände sind zurzeit überfischt: 82 % im Mittelmeer und 63 % im Atlantik. Die Fischindustrie verzeichnet immer geringere Fänge, und ihre Zukunft ist ungewiss. Es ist an der Zeit, die Fischerei so zu gestalten, dass sie ökologisch, wirtschaftlich und sozial dauerhaft tragfähig ist.
Ziele der Reform
Das Ziel der neuenGemeinsamen Fischereipolitik (GFP) ist es, die Fischbestände wieder auf ein stabiles Niveau zu bringen, damit die Bürgerinnen und Bürger Europas auch in Zukunft diese Quelle gesunder Nahrung nutzen können. Die GFP soll die Fischereiindustrie stärken, die Abhängigkeit von Subventionen beenden und neue Arbeitsplätze und Wachstum in Küstenregionen schaffen. Gleichzeitig setzt sie darauf, die Industrie stärker für eine sorgfältige Bewirtschaftung der Meeresressourcen in die Verantwortung zu nehmen.
Reformvorschläge
Am 13. Juni 2011 stellte die Europäische Kommission ihre Vorschläge für die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik vor. Am 2. Dezember 2011 ergänzte sie diese Vorschläge durch einen neuen Fonds für die Meeres- und Fischereipolitik der EU für den Zeitraum 2014-2020: Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF).
Wichtige Aspekte der Reform
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Rückwurfverbot
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Höchstmöglicher Dauerertrag
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Regionalisierung
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Soziale Dimension
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Übertragbare Fischereibefugnisse
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Nächste Schritte
Im Laufe des Jahres 2012 werden die Reformvorschläge im Europäischen Parlament und im Rat diskutiert. Die reformierte GFP wird 2013 in Kraft treten.


