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After the European Commission had warned three countries - Curaçao, Ghana and Korea - that they were not doing enough to fight illegal fishing in November 2013, it will now grant each country an extra six months to improve the situation. The Commission will review their progress made at the end of this period.

Miesmuscheln

Die erste organisierte Zucht von Muscheltieren, die in Europa nachgewiesen ist, fand mit der Miesmuschel statt. Eine Kultivierung auf Holzpfählen wird in Frankreich im Jahr 1235 erwähnt. Seitdem hat sich die Miesmuschelzucht im gesamten Verteilungsbereich der Art ausgebreitet, das heißt an allen europäischen Küsten. Zunächst an der Atlantikküste mit der Miesmuschel, dann an der iberischen Atlantikküste und am Mittelmeer mit der Mittelmeer-Miesmuschel, die bis zum Schwarzen Meer gezüchtet wird. Die verschiedenen Zuchttechniken haben sich Ende des 19. Jahrhunderts perfektioniert. In dieser Epoche wurde die Muschelzucht als Quelle für preiswerte Proteine entwickelt. Die Miesmuschel ist dann zu einem sehr populären Gericht in Westeuropa geworden.

Miesmuschel © ScandFish
Lateinischer NameMytilus edulis (Miesmuschel)
Produktion (EU-27) – 175 934 t (2007); 86% der Weltproduktion
Wert (EU-27) – 231 Millionen € (2007)
Haupterzeugerländer der EU – Frankreich, Niederlande, Irland, Vereinigtes Königreich
Haupterzeugerländer weltweit – idem

Lateinischer NameMytilus galloprovincialis (Mittelmeer-Miesmuschel)
Produktion (EU-27) – 306 934 t (2007)
Wert (EU-27) – 86 265 000 Millionen € (2006)
Haupterzeugerländer der EU – Spanien, Italien
Haupterzeugerländer weltweit – idem
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Brutsammlung

Die zwei europäischen Miesmuschelarten werden in ihrer natürlichen Umgebung kultiviert. Je nach geographischer Breite stößt die Miesmuschel zwischen März und Oktober Larven ab, die von der Strömung umspült werden.

In weniger als 72 Stunden wachsen diese Larven heran und suchen Haltepunkte auf verschiedenen Trägersubstraten, da sie sich nicht mehr auf der Wasserlinie halten können. Im Gegensatz zu den Austern verankern sich die Miesmuscheln nicht direkt, sondern mit Hilfe der so genannten Byssusfäden. Das am meisten verwendete Hilfsmittel zum Sammeln der Muschelbrut ist eine Leine, die in einem nach Strömung und reichlichem Vorhandensein von Mikro-Organismen ausgewählten Umfeld ausgelegt wird. Zwischen Mai und Juli werden diese Leinen herausgenommen und die Brut wird in die eigentlichen Zuchtbetriebe überführt. In einigen zu kalten Gewässern kann sich die Muschelbrut nicht verankern und die juvenilen Miesmuscheln werden dann dem natürlichen Bestand entnommen.

In weniger als 72 Stunden wachsen diese Larven heran und suchen Haltepunkte auf verschiedenen Trägersubstraten, da sie sich nicht mehr auf der Wasserlinie halten können. Im Gegensatz zu den Austern verankern sich die Miesmuscheln nicht direkt, sondern mit Hilfe der so genannten Byssusfäden. Das am meisten verwendete Hilfsmittel zum Sammeln der Muschelbrut ist eine Leine, die in einem nach Strömung und reichlichem Vorhandensein von Mikro-Organismen ausgewählten Umfeld ausgelegt wird. Zwischen Mai und Juli werden diese Leinen herausgenommen und die Brut wird in die eigentlichen Zuchtbetriebe überführt. In einigen zu kalten Gewässern kann sich die Muschelbrut nicht verankern und die juvenilen Miesmuscheln werden dann dem natürlichen Bestand entnommen.

Zucht

Welche Methode auch immer angewendet wird, die Miesmuschelzucht spielt sich immer in Zonen ab, die reich an Plankton sind.

Die Miesmuschel ernährt sich in der Tat ganz natürlich von diesen Mikro-Organismen, indem sie ständig das Meerwasser filtert. Die Zucht braucht bis zur Ernte etwa ein Jahr. Es gibt vier Zuchtmethoden, die an den europäischen Küsten eingesetzt werden:

Flachzucht auf Bänken oder durch Aussäen (hauptsächlich in den Niederlanden) – Die Muschelbrut wird auf flachen Bänken, im Allgemeinen in Buchten oder geschützten Umgebungen, ausgesät und verankert sich am Boden. Die Ernte wird mit Schürfnetzen durch speziell dafür entwickelte Kutter durchgeführt.

Zucht an Pfählen (in Frankreich als „bouchot“ bezeichnet) – Diese Kultivierung wird an in Reihen stehenden Holzpfählen durchgeführt, die in der Gezeitenzone (Intertidal) errichtet werden. 3 bis 5 m lange Verankerungsleinen voll mit Muschelbrut, so genannte „boudin“ nach dem wurstartigen Aussehen der Leinen, werden um die Pfähle gewickelt und befestigt. Ein Netz bedeckt das Ganze, um die Muscheln, je nachdem wie sie an den Pfählen wachsen, am Herunterfallen zu hindern. Die Ernte erfolgt durch manuelles oder mechanisches Abkratzen, eine Tätigkeit, die darin besteht, die Muscheltrauben von dem Holzträger abzulösen.

Hängezucht an Seilen (in Spanien und in den Mittelmeerländern) – Die Muscheln werden an Seilen befestigt, die von festen oder treibenden Strukturen senkrecht im Wasser hängen. Diese Technik ist an Gewässer mit schwachen Gezeiten wie das Mittelmeer angepasst. Aber mit der Entwicklung der Muschelkultur auf offener See wie in Frankreich, Irland und Belgien wird sie allmählich im Atlantischen Ozean eingesetzt. Die Ernte erfolgt durch die Ablösung der Muscheltrauben, nachdem das Seil aus dem Wasser gezogen wurde.

Tischzucht – In bestimmten Gebieten werden die Miesmuscheln wie Austern kultiviert, in Säcken auf Tischen, die in der Gezeitenzone fixiert sind, oder direkt auf dem Meeresboden.

Die Miesmuschel ernährt sich in der Tat ganz natürlich von diesen Mikro-Organismen, indem sie ständig das Meerwasser filtert. Die Zucht braucht bis zur Ernte etwa ein Jahr. Es gibt vier Zuchtmethoden, die an den europäischen Küsten eingesetzt werden:

Flachzucht auf Bänken oder durch Aussäen (hauptsächlich in den Niederlanden) – Die Muschelbrut wird auf flachen Bänken, im Allgemeinen in Buchten oder geschützten Umgebungen, ausgesät und verankert sich am Boden. Die Ernte wird mit Schürfnetzen durch speziell dafür entwickelte Kutter durchgeführt.

Zucht an Pfählen (in Frankreich als „bouchot“ bezeichnet) – Diese Kultivierung wird an in Reihen stehenden Holzpfählen durchgeführt, die in der Gezeitenzone (Intertidal) errichtet werden. 3 bis 5 m lange Verankerungsleinen voll mit Muschelbrut, so genannte „boudin“ nach dem wurstartigen Aussehen der Leinen, werden um die Pfähle gewickelt und befestigt. Ein Netz bedeckt das Ganze, um die Muscheln, je nachdem wie sie an den Pfählen wachsen, am Herunterfallen zu hindern. Die Ernte erfolgt durch manuelles oder mechanisches Abkratzen, eine Tätigkeit, die darin besteht, die Muscheltrauben von dem Holzträger abzulösen.

Hängezucht an Seilen (in Spanien und in den Mittelmeerländern) – Die Muscheln werden an Seilen befestigt, die von festen oder treibenden Strukturen senkrecht im Wasser hängen. Diese Technik ist an Gewässer mit schwachen Gezeiten wie das Mittelmeer angepasst. Aber mit der Entwicklung der Muschelkultur auf offener See wie in Frankreich, Irland und Belgien wird sie allmählich im Atlantischen Ozean eingesetzt. Die Ernte erfolgt durch die Ablösung der Muscheltrauben, nachdem das Seil aus dem Wasser gezogen wurde.

Tischzucht – In bestimmten Gebieten werden die Miesmuscheln wie Austern kultiviert, in Säcken auf Tischen, die in der Gezeitenzone fixiert sind, oder direkt auf dem Meeresboden.

Verbrauch

Die Miesmuschel wird im Allgemeinen gekocht verzehrt, aber sie wird auch roh geschätzt, wie die Auster. Sie wird prinzipiell lebend verkauft, aber ebenfalls in Form von verarbeiteten Produkten, in Konserven oder mariniert.