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Verbriefung

Initiative zu Verbriefungen – 30.09.2015

Die, am 30. September 2015, von der Kommission angenommene Initiative zu Verbriefungen, ist ein Paket bestehend aus zwei Legislativvorschlägen:

  • Ein Vorschlag für eine Verordnung zu Verbriefungen welche auf alle Verbriefungen Anwendung findet, mit Sorgfaltspflichten, Selbstbehaltsvorschriften und Transparenzpflichten sowie den Kriterien für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen (Simple, Transparent and Standardised securitisations, „STS“);
  • Ein Vorschlag zur Änderung der Eigenkapital-Verordnung um die Kapitalanforderungen für eine Verbriefungsposition risikosensitiver zu machen. Da die aufsichtsrechtliche Behandlung von Verbriefungen für Versicherer in Level 2 Texten festgelegt ist, werden diesbezügliche Änderungen an einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Am 2. Dezember 2015 hat der Rat der Europäischen Union einigten sich auf Vorschlag der Kommission, die eine gute Grundlage für weitere Diskussionen mit dem Europäischen Parlament darstellt.

See also:

Konsultation der Interessenträger – 18.02.2015

Zwischen dem 18. Februar und dem 13. Mai 2015 wurde eine öffentliche Konsultation zu einem EU-Rahmen für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen durchgeführt. Darauf erhielt die Kommission 120 Antworten Im Großen und Ganzen ergab die Konsultation, dass vorrangig ein EU-weiter Rahmen für einfache, transparente und standardisierte Verbriefungen entwickelt werden sollte.

Weitere Informationen:

Hintergrund

Auf globaler Ebene haben der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) und die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) gemeinsam eine sektorübergreifende Arbeitsgruppe für Hindernisse bei der Verbriefung geleitet. Ihre Hauptaufgabe war die Entwicklung von Kriterien zur Ermittlung einfacher, transparenter und vergleichbarer Verbriefungsinstrumente. Am 23. Juli 2015 legte die Gruppe eine Reihe globaler Kriterien vor.

Im Dezember 2014 veröffentlichte der Basler Ausschuss überarbeitete Normen für die Eigenkapitalanforderungen von Banken, die in Verbriefungen investieren.

Auf EU-Ebene. Auf Antrag der Kommission vom Januar 2014 gab die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) am 7. Juli 2015 eine Stellungnahme an die Kommission zu einer Rahmenregelung für in Frage kommende Verbriefungen ab. Vorgeschlagen werden Kriterien für die Festlegung einfacher, transparenter und standardisierter Verbriefungen, einschließlich eines spezifischen Pakets an Bestimmungen für kurzfristige Verbriefungen, sogenannte forderungsgedeckte Geldmarktpapiere (ABCP). Die EBA schlug ebenfalls eine risikogerechtere Aufsichtsbehandlung für langfristige Verbriefungsinstrumente sowie für ABCP durch Anpassung der im Baseler Verbriefungsrahmen von 2014 vorgeschlagenen Eigenkapitalanforderungen vor, um die relativ niedrigere Risikobehaftung von STS-Verbriefungen anzuerkennen.