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Benchmarks

Die Integrität von benchmarks ist entscheidend für die Preisgestaltung vieler Finanzinstrumente (z.B. Zinsswaps) und kommerzielle und nicht-kommerzielle Verträge (z.B. Darlehen und Hypotheken) sowie für das Risikomanagement. Die Gefahr der Manipulation von Benchmarks kann das Marktvertrauen untergraben, zu erheblichen Verlusten für Anleger führen und die Realwirtschaft verzerren.

Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Veränderungen zu den Legislativvorschlägen über Marktmissbrauch und strafrechtliche Sanktionen werden die Art und Weise, wie benchmarks hergestellt und verwendet werden, allein nicht verbessern. Regulierung auf europäischer Ebene ist deshalb notwendig, um das Funktionieren und die Unternehmensführung des benchmarkprozesses zu verbessern und sicherzustellen, dass in der EU hergestellte und verwendete Benchmarks robust, zuverlässig, repräsentativ und für den Einsatzzweck geeignet sind, und nicht Gegenstand von Manipulationen sind.

Zu diesem Zweck hat die Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung über Indizes, die als Benchmark in Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten verwendet werden, angenommen hat:

Europäische Kommission verabschiedet Durchführungsverordnung über EURIBOR-Benchmark – 12.08.2016

Die Europäische Kommission hat eine Durchführungsverordnung zur Erstellung einer Liste "kritischer" Referenzwerte angenommen, d.h. von Referenzwerten, die für die Finanzmärkte und Verbraucherverträge von besonderer Bedeutung sind. Dies ermächtigt die Überwachungsbehörden, bestimmte Vorschriften in der Benchmark-Verordnung (EU 2016/1011) bereits vor ihrem Inkrafttreten 2018 anzuwenden.

Inkrafttreten der Benchmark-Verordnung – 30.06.2016

Die Verordnung (EU) 2016/1011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2016 über Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwert oder zur Messung der Wertentwicklung eines Investmentfonds verwendet werden, und zur Änderung der Richtlinien 2008/48/EG und 2014/17/EU sowie der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 wurde im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und tritt am 30. Juni 2016 in Kraft.

Annahme der Verordnung über finanzielle Benchmarks durch das Europäische Parlament – 28.04.2016

Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit im Plenum am 28. April 2016 die Annahme der vorgeschlagenen Verordnung über finanzielle Benchmarks genehmigt, nach einer politischen Einigung des Europäischen Parlaments und des Rates im November 2015.

Die Verordnung wird nach der förmlichen Annahme durch den Rat, die voraussichtlich im Mai 2016 erfolgen wird, und der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten.

Mandat für ESMA – 11.02.2016

Am 11. Februar 2016 hat die Kommission eine Anfrage für einen technischen Ratschlag zu möglichen Durchführungsmaßnahmen hinsichtlich der zukünftigen Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Benchmark verwendet werden, an ESMA gesendet.

Vereinbarung zwischen dem Parlament und dem Rat zu einer Verordnung der finanzieller Benchmarks – 25.11.2015

Europäisches Parlament beschließt Verhandlungsmandat zur Regulierung finanzieller Benchmarks – 19.05.2015

EU-Rat unterstützt Vorschlag der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Manipulationen finanzieller Benchmarks – 13.02.2015

Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Benchmark verwendet werden – 18.09.2013

Vorschlag der Kommission zum Verbot und zur Kriminalisierung der Manipulation von Benchmarks – 25.07.2012