Navigationsleiste

Weitere Extras

Infrastruktur der Finanzmärkte

In den vergangenen Jahren sind bedeutende Fortschritte in der Beseitigung von teuren und mühseligen Hemmnissen im Bereich des Nachhandels erzielt worden, wodurch die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur der Finanzmärkte gestärkt und die Finanzstabilität insgesamt gefördert wurde.

Eine Verordnung über nicht börsengehandelte Derivate, zentrale Gegenparteien und Trade Repositories (EMIR) trat nach der Einigung zwischen Europäischem Parlament und Rat der Minister im August 2012 in Kraft. Diese Verordnung enthält eine Clearingverpflichtung für gängige Derivate Verträge durch eine zentrale Gegenpartei – CCPs – und legt zwingende Voraussetzungen hinsichtlich der Organisation, der Geschäftsgebahrung und Aufsicht dieser CCPs fest. Sie enthält auch eine Berichtspflicht über Derivateverträge an Trade Repositories. Die Verordnung, welche innerhalb der ganzen Union direkt anwendbar und vollstreckbar ist, wird wesentlich zur Stärkung der Finanzstabilität und Sicherheit beitragen, als sie verhindert dass der Zusammenbruch eines Finanzinstitutes den Zusammenbruch eines weiteren Finanzinstitutes nach sich zieht.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Verabschiedung eines Vorschlages durch die Kommission über die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen innerhalbe der Europäischen Union und über zentrale Verwahrstellen (CDSs). Nach ihrer Verabschiedung soll diese Verordnung eine Verpflichtung zur Entmaterialisierung der meisten Wertpapiere, harmonisierte Abrechnungszeiträume für die meisten Wertpapiergeschäfte, Maßnahmen zur Abrechnungsdisziplin und allgemeine Bestimmungen für zentrale Verwahrstellen einführen.

Das sind wichtige Entwicklungen. Wir sind dennoch davon überzeugt, dass weitere Fortschritte notwendig sind um alle Hindernisse im Bereich des Nachhandels zu beseitigen und um eine effiziente Struktur der Finanzmärkte zu schaffen, welche Finanzstabilität gewährleistet. Innerhalb des Binnenmarktes muss es gleichermaßen völlig sicher und einfach sein, ausländische sowie inländische Aktien oder andere Wertpapiere zu erwerben, zu besitzen, zu verleihen oder zu verkaufen.

Um das zu erreichen, müssen noch einige wichtige Herausforderungen bewältigt werden, wie beispielsweise die Restrukturierung und Abwicklung von zentralen Gegenparteien (CCPs) und die Beseitigung von Hindernissen der steuerlichen Befolgung im Bereich des Nachhandels, insbesondere nach dem Erfolg der Empfehlung der Kommission in diesem Bereich.

Diese Maßnahmen sind notwendige Schritte auf dem Weg zu einer Politik welche auf die Stärkung des Finanzsystems, der Rechtssicherheit und der Effizienz abzielt. Wir sind sehr entschlossen diese Agenda vollständig umzusetzen.