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Integrationsmaβnahmen Mitte(n)drin  (Inoffizielle Übersetzung)
Projektbeginn 15/06/2011

Zielgruppe

  • GENDER
    • Female

Thematik

  • BÜRGERSCHAFT UND BETEILIGUNG
    • Bürgerschaftliche Erziehung
  • SOZIALER ZUSAMMENHALT
    • Soziale Eingliederung
  • BILDUNG UND KULTUR
    • Außerschulische Bildung inkl. lebenslanges Lernen und Fernausbildung
    • Interkultureller und interreligiöser Dialog
    • Kulturelle Aktivitäten und Vielfalt
  • WERKZEUGE UND METHODEN
    • Infrastruktur
Projektende 15/06/2012
Land Deutschland
City / Region Berlin
Stadt Berlin
Abstract (EN)

Das speziell auf muslimische Frauen ausgelegte Projektangebot ist Teilprojekt des behördenweiten TiK- Projektes (Transfer interkultureller Kompetenz) und beinhaltet eine von Polizeibeamtinnen geführte Stadttour durch den Bezirk Mitte. Neben historischen Sehenswürdigkeiten werden den Frauen auch die Präventionsangebote der Berliner Polizei sowie ausgewählte kriminal- und verkehrspräventive Themen nahe gebracht. Insbesondere die Förderung des Dialoges zwischen muslimischen Bevölkerungsgruppen und der Polizei sowie die Stärkung des Selbstbewusstseins, des Sicherheitsgefühls und die Förderung der Eigenständigkeit sind zentrale Aspekte rund um das Projekt „Mitte(n)drin“.

Angelegenheit/Herausforderung und
Ziele/Annahmen

„Mitte(n)drin“ ist ein breit angelegtes Projekt, das mehrere Zielrichtungen miteinander vereint, flexibel erweitert und auf andere Orte übertragen werden kann. Zum einen soll der noch weit verbreiteten häuslichen Isolation der Muslimas begegnet werden, indem sie ermutigt werden, aus ihrem Wohnkiez herauszukommen, um an der Stadttour teilzunehmen. Durch das Erlangen von Informationen über das historische Zentrum Berlins mit den bedeutenden Sehenswürdigkeiten kann ihre Identifikation mit der Stadt, in der sie häufig schon über viele Jahre leben, gesteigert werden. Die muslimische Frauengruppe wird von den Polizistinnen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abgeholt, gemeinsam fahren sie zum Alexanderplatz. Dadurch wird die Eigenständigkeit der Muslimas gefördert und das Sicherheitsgefühl der Frauen gestärkt. Nach der Stadttour werden im Polizeiabschnitt 32 auch Berufsinformationen über die Berliner Polizei mit den aktuellen Einstellungsvoraussetzungen dargestellt, um das Interesse jugendlicher Migranten für den Polizeiberuf verstärkt zu wecken. Insgesamt wird durch das Projekt der Dialog zwischen der muslimischen Bevölkerungsgruppe und den Polizeibeamten gefördert sowie deren interkulturelle Kompetenz erweitert.

Wie funktioniert das?

Nach Terminvereinbarung werden die muslimischen Frauen (max. 15) aus ihrem Kiez abgeholt und fahren mit der Polizei in den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Mitte Berlins. An der Weltzeituhr beginnt die durch Polizistinnen geführte Städtetour. Einige der bedeutenden Sehenswürdigkeiten rund um den Alexanderplatz, wie das Rote Rathaus, das Nikolaiviertel, der Neptunbrunnen, die St.Marienkirche und der Fernsehturm werden den Frauen vorgestellt. Die Tour endet mit einer Informationsveranstaltung im nahe gelegenen Polizeiabschnitt 32. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Aufgabenbereiche der Polizei, aktuelle kriminal- sowie verkehrspräventive Themen sowie Berufsinformationen vorgestellt. Der Projekttag endet mit einer Führung durch den Polizeiabschnitt 32.

Ergebnisse

Das Projekt stieß gleich nach Veröffentlichung sowohl intern als auch extern auf großes Interesse. Es ermöglicht einen Dialog, der von großer Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Es gelingt, auf dieser Basis von beiden Seiten auch kritische Fragen anzusprechen. Zudem trägt „Mitte(n)drin“ dazu bei, dass die Mitwirkenden ihre eigene Sichtweise jeweils über die muslimische Bevölkerungsgruppe sowie über die Polizei erweitern und ihren Wissenshorizont entsprechend vergrößern können. Im November 2010 wurde das Projekt mit dem zweiten Platz des bundesweiten Integrationspreises 2010 ausgezeichnet. Durch diese öffentlichkeitswirksame Veranstaltung  konnten neue Netzwerke geknüpft werden. Das Projekt wurde über die Grenzen Berlins hinaus bekannt.

Evaluierung

Die Befragung bei den Teilnehmerinnen ergab durchweg positives Feedback.

Wer profitiert?

Zielgruppe sind noch weitestgehend isoliert und zurückgezogen lebende muslimische Frauen, die in erster Linie in ihrem Kiez anzutreffen sind. Weiterhin profitieren die am Projekt beteiligten Polizistinnen durch die Erweiterung ihrer interkulturellen Kompetenz.

Finanzierungsart
und benötigte Ressourcen

Das Projekt wurde zunächst mit den zur Verfügung stehenden Mitteln der Berliner Polizei finanziert. Durch die Belegung des 2. Platzes des bundesweiten Integrationspreises erhielt das Projekt ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro, welches nun zur weiteren Finanzierung dient. Dieses Preisgeld war von großer Bedeutung, weil damit z.B. der Rahmen des gemeinsamen Informationsaustausches im Polizeiabschnitt 32 entsprechend repräsentativ gestaltet werden und dadurch auch die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes insgesamt verbessert werden kann.
Für die Durchführung des Projektes stehen zwei Polizistinnen zur Verfügung, die sich durch jahrelange Erfahrungen in der hauptamtlichen polizeilichen Präventionsarbeit auszeichnen.

Organisation Chief of Police in Berlin, Police Department 32
Kontaktperson Stefan Weis (Email schicken)
Funktion Chief of Staff of the Police Department
Webseite http://www.polizei.berlin.de
 

 

 
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