Umweltwirtschaft – Wachstum und Beschäftigung – Statistics Explained
    

Umweltwirtschaft – Wachstum und Beschäftigung

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Datenauszug vom Mai 2015. Neueste Daten: Weitere Informationen von Eurostat, Haupttabellen und Datenbank. Aktualisierung des Artikels geplant: August 2016.
Abbildung 1: Entwicklung der Schlüsselindikatoren für die Umweltwirtschaft und die Gesamtwirtschaft, EU-28, 2000–12
(2000 = 100)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss1), (env_ac_egss3), (nama_10_pe) and (nama_gdp_c)
Abbildung 2: Beschäftigung in der Umweltwirtschaft, nach Umweltbereichen, EU-28, 2000–12 (1)
(in Tausend Vollzeitäquivalenten)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss1)
Tabelle 1: Beschäftigung, Produktion und Wertschöpfung in der Umweltwirtschaft, nach Wirtschaftsbereichen, EU-28, 2012
Quelle: Eurostat (env_ac_egss3)
Abbildung 3: Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft, nach Wirtschaftsbereichen, EU-28, 2012 (1)
(in %)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss3)
Abbildung 4: Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft, nach Umweltbereichen, EU-28, 2000–12 (1)
(in Mrd. EUR)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss2)

Dieser Artikel geht auf die Statistiken zu Wachstum und Beschäftigung in der Umweltwirtschaft der Europäischen Union (EU) ein, wie sie in den europäischen umweltökonomischen Gesamtrechnungen und insbesondere in den Gesamtrechnungen für den Sektor Umweltgüter und dienstleistungen (auf Englisch) definiert ist. Die Umweltwirtschaft umfasst zwei große Gruppen von Tätigkeiten und/oder Produkten (siehe auch den Abschnitt zu Datenquellen und Datenverfügbarkeit): alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Vermeidung, Verringerung und Beseitigung von Umweltverschmutzung oder jeder anderen Beeinträchtigung der Umwelt („Umweltschutz“) sowie mit der Erhaltung und Pflege des Bestands an natürlichen Ressourcen, also mit dem Schutz vor Übernutzung dieser Ressourcen („Ressourcenmanagement“). Die Gesamtrechnungen der Umweltgüter und –dienstleistungen liefern Informationen zur Produktion (Erzeugung; auf Englisch) von Umweltgütern und zu Beschäftigung sowie Bruttowertschöpfung im Zusammenhang mit dieser Produktion.

Wichtigste statistische Ergebnisse

Nach Schätzungen von Eurostat stieg die Beschäftigung in der Umweltwirtschaft der EU-28 von 2,9 Mio. Vollzeitäquivalenten im Jahr 2000 auf 4,3 Mio. Vollzeitäquivalente im Jahr 2012. Die Umweltwirtschaft in der EU-28 verzeichnete 2012 eine Produktion von 671 Mrd. EUR und eine Wertschöpfung von 271 Mrd. EUR. Mit Ausnahme des Jahres 2006 lag die Umweltwirtschaft im Zeitraum 2000 bis 2012 in Bezug auf das Wachstum von Beschäftigung und Wertschöpfung/Bruttoinlandsprodukt (BIP) beständig vor der Gesamtwirtschaft (siehe Abbildung 1).

Im Zeitraum 2000–2012 entstanden in der Umweltwirtschaft unaufhörlich neue Arbeitsplätze. Der jährliche Beschäftigungszuwachs betrug in den meisten Jahren 2 4 %, wobei der Zuwachs 2002 geringer und in den Jahren 2007 und 2008 höher ausfiel.

In diesem Artikel wird der Umweltschutz in die folgenden Umweltbereiche untergliedert: Abwasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und sonstige Umweltschutzaktivitäten. Das Ressourcenmanagement wird untergliedert in die Bereiche Wassermanagement und Energieressourcenmanagement. Die Ressourcenmanagement-Kategorien sind in den Abbildungen 2 und 4 mit einer Diagonalschraffierung versehen.

Abbildung 2 zeigt die Beschäftigung nach Umweltbereichen und orientiert sich dabei an (den Klassen) der Klassifikation der Umweltschutzaktivitäten und -ausgaben (CEPA) und der Klassifikation der Ressourcenmanagementaktivitäten (CReMA), die spezielle Klassifikationen für Umweltgesamtrechnungen sind (Weiteres dazu siehe Datenquellen und Datenverfügbarkeit). Diese Abbildung zeigt eine Analyse der einzelnen Arten von Umweltmaßnahmen (Umweltschutz oder Ressourcenmanagement) und der jeweiligen Naturressourcenart.

Die wachsende Zahl von Personen, die seit 2000 in der Umweltwirtschaft tätig sind, ist hauptsächlich auf das zunehmende Energieressourcenmanagement zurückzuführen, insbesondere mit Blick auf Ressourcen, die mit der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen (wie Windkraft und Solarenergie) und der Herstellung von Ausrüstungen und Anlagen zur Wärme- und Energieeinsparung in Zusammenhang stehen. Die Beschäftigung in diesem Umweltbereich erhöhte sich von 2000 bis 2012 von 475 000 auf 1,4 Mio. Vollzeitäquivalente, was einem Anstieg um nahezu 1 Million Vollzeitäquivalente entsprach. Den zweitwichtigsten Beitrag zum Beschäftigungswachstum in der Umweltwirtschaft erbrachte der Bereich Abfallwirtschaft, wo sich die Beschäftigung im Zeitraum 2000-2012 von 855 000 auf 1,1 Mio. Vollzeitäquivalente erhöhte. Demgegenüber ging die Beschäftigung im Bereich Abwasserwirtschaft im Zeitraum 2000–2012 um 113 000 auf 635 000 Vollzeitäquivalente zurück. Während im Jahr 2000 auf den Umweltschutz mehr als drei Viertel (78 %) der gesamten Beschäftigung in der Umweltwirtschaft entfielen, machte der Anteil des Umweltschutzes aufgrund der Beschäftigungszunahme im Bereich Ressourcenmanagement 2012 nur noch reichlich drei Fünftel (63 %) aus.

Eine Alternative zur Analyse nach Umweltbereichen ist eine Analyse unter Zugrundelegung der Tätigkeit der Produktionseinheiten (nach Wirtschaftsbereichen) unter Verwendung der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige (NACE). Da die Produktionseinheiten für Umweltgüter und –dienstleistungen in einer Reihe von Wirtschaftsbereichen tätig sind, liefert eine Analyse nach Wirtschaftsbereichen ein ergänzendes Bild zur Analyse nach Umweltbereichen. Tabelle 1 folgt diesem alternativen Ansatz und macht deutlich, dass die meisten Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft der EU-28 im Jahr 2012 in folgenden Bereichen zu verzeichnen waren: Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (NACE-Abschnitte D und E) mit 1,4 Mio. Vollzeitäquivalenten; sowie Baugewerbe/Bau (NACE-Abschnitt F) mit 1,3 Mio. Vollzeitäquivalenten. Demgegenüber beschäftigte die Umweltwirtschaft 705 000 Vollzeitäquivalente im Dienstleistungssektor, 495 000 Vollzeitäquivalente im Bergbau, der Gewinnung von Steinen und Erden sowie im Verarbeitenden Gewerbe und 449 000 Vollzeitäquivalente in der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei.

Tabelle 1 gibt außerdem Aufschluss über den Wert der Produktion und die Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft. Den größten Beitrag zur Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft in der EU-28 leisteten 2012 die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzung, die 117 Mrd. EUR bzw. 43 % des Gesamtwerts ausmachten (siehe Abbildung 3). Das war der mit Abstand größte Bereich, der vor allem die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen und die Gewinnung von Gas aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten und Abfällen umfasst. Der zweitgrößte Beitrag zur Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft kam aus dem Bereich Baugewerbe/Bau, der 60 Mrd. EUR der Wertschöpfung bzw. 22 % des Gesamtwerts hervorbrachte. Dieser Bereich umfasst den Bau von Niedrigenergie- und Passivhäusern wie auch die Sanierung des Gebäudebestands zwecks Senkung des Energieverbrauchs, Schallschutzarbeiten, die Instandhaltung und Instandsetzung von Wasserleitungsnetzen sowie Bauarbeiten für Abwasser- und Abfallentsorgungsanlagen und Abwassersysteme. Den drittgrößten Bereich stellten die Dienstleistungen, die eine Wertschöpfung von 45 Mrd. EUR bzw. 17 % des Gesamtwerts der Umweltwirtschaft hervorbrachten. Die sonstigen Bereiche steuerten 12 % des Gesamtwerts (Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Verarbeitendes Gewerbe) bzw. 6 % (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei) bei.

Zu beachten ist, dass die Bereiche Energie- und Wasserversorgung sowie Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen mit 32 % der Arbeitskräfte 43 % der Wertschöpfung der Umweltwirtschaft hervorbrachten, während die Land- und Forstwirtschaft und Fischerei mit 10 % der Arbeitskräfte 6 % der Wertschöpfung beisteuerten. Somit waren dies die Bereiche mit der höchsten bzw. der niedrigsten Arbeitsproduktivität (Wertschöpfung je Vollzeitäquivalent) in der Umweltwirtschaft.

Aufschluss über die Entwicklung der Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft seit dem Jahr 2000 gibt Abbildung 4. Diese erhöhte sich in der Zeit von 2000 bis 2012 von 140 Mrd. EUR auf 271 Mrd. EUR in jeweiligen Preisen, und der Beitrag der Umweltwirtschaft zum Gesamt-BIP stieg im selben Zeitraum von 1,5 % auf 2,1 % an. Die Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft wuchs von 2000 bis 2008 kontinuierlich auf 238 Mrd. EUR an. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise ging sie auf 233 Mrd. EUR im Jahr 2009 zurück, stieg jedoch in den Folgejahren erneut an.

Die Bruttowertschöpfung der Umweltschutzaktivitäten erhöhte sich von 2000 bis 2012 von 108 Mrd. EUR (bzw. 1,2 % des BIP) auf 163 Mrd. EUR (bzw. 1,3 % des BIP). Die Bruttowertschöpfung der Ressourcenmanagementaktivitäten startete von einem niedrigeren Ausgangswert im Jahr 2000, und zwar bei 32 Mrd. EUR (bzw. 0,4 % des BIP), verzeichnete dann jedoch ein rascheres Wachstum und erreichte 2012 109 Mrd. EUR (bzw. 0,8 % des BIP), was weitgehend auf einen Anstieg der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen (beispielsweise aus Windkraft, Solarenergie und Biokraftstoffen) und bei der Herstellung von Produkten zur Wärme- und Energieeinsparung zurückzuführen war.

Datenquellen und Datenverfügbarkeit

Grundlage dieses Artikels sind Daten aus den Gesamtrechnungen für den Sektor Umweltgüter und dienstleistungen (EGSS), der zu den europäischen umweltökonomischen Gesamtrechnungen zählt. Mit den Umweltgesamtrechnungen wird das Zusammenspiel von Umwelt und Wirtschaft analysiert und die Ergebnisse werden nach den Grundsätzen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen aufbereitet. Die Gesamtrechnungen für den Sektor Umweltgüter und –dienstleistungen können beispielsweise genutzt werden, um festzustellen, welche Bereiche die größten Verschmutzungen verursachen, oder welche am meisten Raubbau an den natürlichen Ressourcen betreiben, welche Rolle der Staat und die privaten Haushalte spielen, welche Kosten der Umweltschutz verursacht und von wem diese getragen werden, wie groß die Umweltwirtschaft im Rahmen der Gesamtwirtschaft ist und welchen Umfang Produktion und Verbrauch von natürlichen Ressourcen und Energie haben.

Die Gesamtrechnung der Umweltgüter und –dienstleistungen liefert Schätzwerte zur Beschäftigung, Produktion und Wertschöpfung bei der Herstellung von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen zur Messung, Vermeidung, Begrenzung, Minimierung und Beseitigung von Umweltschäden sowie zur Verhinderung von Raubbau an natürlichen Ressourcen. Die Methodik der Umweltgesamtrechnungen entspricht dem System der integrierten umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) (auf Englisch), bei dem es sich um einen internationalen statistischen Standard handelt.

Die EU-28-Aggregate, die in diesem Artikel zu finden sind, sind nicht als einfache Summe der von den Mitgliedstaaten vorgenommenen Schätzungen zu verstehen. Vielmehr setzt Eurostat ein standardisiertes Datenintegrationsverfahren ein, bei dem die nationalen Daten aus verschiedenen Eurostat-Datenerhebungen mit anderen internationalen und nationalen Quellen kombiniert werden. Folgende Datenquellen werden genutzt: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Umweltschutzausgabenstatistik und -rechnung, strukturelle Unternehmensstatistik, Industriegüterstatistik, Arbeitsstatistiken, internationale Handelsstatistiken, Agrarstatistiken, Energiestatistiken, Unternehmensregister und Mehrwertsteuerregister. Die entsprechenden Methoden können dem Praktischen Leitfaden für die Erstellung von Gesamtrechnungen der Umweltgüter und dienstleistungen (auf Englisch) entnommen werden.

Wirtschaftliche Variablen

Beschäftigung wird in der gleichen Weise definiert wie in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Sie wird in Vollzeitäquivalenten gemessen. Vollzeitäquivalente entsprechen der Zahl der auf Normalarbeitszeit umgerechneten Beschäftigungsverhältnisse, definiert als insgesamt geleistete Arbeitsstunden dividiert durch die durchschnittlich geleisteten jährlichen Arbeitsstunden in Vollzeitbeschäftigungen.

Der Produktionswert ist der Wert der Güter und Dienstleistungen, die zur Verwendung außerhalb der produzierenden Einheit hergestellt bzw. bereitgestellt wurden, sämtlicher Güter und Dienstleistungen, die für die Eigennutzung produziert bzw. erbracht wurden, und der Güter, die am Ende des Zeitraums, in dem sie produziert wurden, in den Vorräten verbleiben. In den Gesamtrechnungen der Umweltgüter und –dienstleistungen werden Hilfsleistungen ebenfalls einbezogen.

Die Bruttowertschöpfung eines Bereichs steht für den Beitrag dieses Bereichs zum BIP. Im weiteren Sinne ist sie die Differenz zwischen dem Produktionswert und den Vorleistungen.

Bandbreite des Sektors Umweltgüter und dienstleistungen und Umweltbereiche

Die Gesamtrechnungen der Umweltgüter und –dienstleistungen umfassen zwei große Gruppen von Tätigkeiten und Erzeugnissen:

  • Umweltschutz: Aktivitäten, die vornehmlich auf die Vermeidung, Verringerung und Beseitigung von Umweltverschmutzung oder jeder anderen Beeinträchtigung der Umwelt abzielen;
  • Ressourcenmanagement: Aktivitäten, die vornehmlich auf die Erhaltung und Pflege des Bestands an natürlichen Ressourcen und somit auf den Schutz vor Übernutzung dieser Ressourcen abzielen.

Es gibt gesonderte Klassifikationen der Umweltschutzaktivitäten (CEPA) und der Ressourcenmanagementaktivitäten (CReMA). Die Daten werden unter Zugrundelegung der folgenden Aufschlüsselung erhoben und verbreitet:

CEPA 1 — Luftreinhaltung und Klimaschutz, darunter
CEPA 1.1.2 und 1.2.2 — Schutz des Klimas und der Ozonschicht
CEPA 2 — Gewässerschutz
CEPA 3 — Abfallwirtschaft
CEPA 4 — Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser
CEPA 5 — Lärm- und Erschütterungsschutz
CEPA 6 — Arten- und Landschaftsschutz
CEPA 7 — Strahlenschutz
CEPA 8 — Forschung und Entwicklung im Umweltbereich
CEPA 9 — Sonstige Umweltschutzaktivitäten
CReMA 10 — Wassermanagement
CReMA 11 — Forstmanagement, darunter
CReMA 11.A — Bewirtschaftung von Waldflächen
CReMA 11.B — Minimierung der Entnahme von Waldressourcen
CReMA 12 — Management des natürlichen Pflanzen- und Tierbestands
CReMA 13 — Energieressourcenmanagement
CReMA 13A — Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen
CReMA 13B — Wärme-/Energieeinsparungen und management
CReMA 13C — Minimierung der Verwendung fossiler Energieträger als Rohstoffe
CReMA 14 — Management mineralischer Rohstoffe
CReMA 15 — Forschung und Entwicklung im Ressourcenmanagement
CReMA 16 — Sonstige Aktivitäten

CEPA 2000 ist ein anerkannter internationaler Standard, der in den Kreis der internationalen Wirtschafts- und Sozialklassifikationen aufgenommen wurde. Er kann von der Website Ramon abgerufen werden.

Kontext

Es wächst immer mehr die Einsicht, dass die Umweltverschmutzung bekämpft und die natürlichen Ressourcen erhalten werden müssen. Vor dem Hintergrund der Globalisierung, des technologischen Wandels und neuer politischer Prioritäten haben die politischen Entscheidungsträger ausgeprägtes Interesse an der Umweltwirtschaft bekundet. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass diese über ein großes Wachstumspotenzial verfügt, Wohlstand hervorbringt, Arbeitsplätze schafft und eine wichtige Rolle beim Übergang der Volkswirtschaften zu einer nachhaltigen Entwicklung spielt. Siehe beispielsweise das „Beschäftigungspaket“ des Europäischen Semesters, das im April 2012 auf den Weg gebracht wurde, und den Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über ein allgemeines Umweltaktionsprogramm der EU für die Zeit bis 2020 „Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten“ vom November 2013.

Die nationalen und internationalen Daten zu Umweltgütern und –dienstleistungen als solche sind wichtig für die politischen Entscheidungsträger und für die Forschungsgemeinschaft, insbesondere im Bereich Wirtschaft. Tatsächlich bieten die Gesamtrechnungen der Umweltgüter und dienstleistungen einen idealen Rahmen für die Zusammenstellung und Übermittlung von Daten zur Beschäftigung, die in direktem Zusammenhang mit der Erzeugung von Produkten steht, die dem Umweltschutz und der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen dienen sollen. Da ihre Definitionen und Konzepte mit denen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen kompatibel sind, liefert die Datenbank zu Umweltgütern und –dienstleistungen unverzichtbare Ausgangswerte für mikro- und makroökonomische Analysen der grünen Wirtschaft, für umwelt- und ressourcenpolitische Analysen und für die Überwachung der politischen Ziele. Ihre Produktions- und Beschäftigungsdaten sind Indikatoren, die breite Anwendung finden bei Analysen der Wirtschaftssektoren und bei der Beobachtung ihrer Leistungskraft und ihres Wachstums. Die Bruttowertschöpfung kommt hauptsächlich beim Vergleich von Aktivitäten im Zusammenhang mit Umweltgütern und –dienstleistungen mit dem BIP zum Einsatz.

Siehe auch

Weitere Informationen von Eurostat

Datenbank

Sektor Umweltgüter und -dienstleistungen (env_egs)
Beschäftigung des Sektors Umweltgüter und -dienstleistungen (env_ac_egss1)
Produktion, Wertschöpfung und Ausfuhren des Sektors Umweltgüter und -dienstleistungen (env_ac_egss2)
Produktion, Wertschöpfung und Beschäftigung des Sektors Umweltgüter und -dienstleistungen nach Gruppen von Wirtschaftsbereichen (env_ac_egss3)

Spezieller Bereich

Methodik / Metadaten

Quelldaten für die Tabellen und Abbildungen (MS Excel)

Weitere Informationen

  • Verordnung 691/2011 über europäische umweltökonomische Gesamtrechnungen
  • Verordnung 549/2013 vom 21. Mai 2013 zum Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen auf nationaler und regionaler Ebene in der Europäischen Union (ESVG 2010)

Weblinks