Umweltwirtschaft – Wachstum und Beschäftigung

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Datenauszug vom Mai 2016. Neueste Daten: Weitere Informationen von Eurostat, Haupttabellen und Datenbank. Aktualisierung des Artikels geplant: September 2017. Die englische Version ist aktueller.
Abbildung 1: Entwicklung der Schlüsselindikatoren für die Umweltwirtschaft und die Gesamtwirtschaft, EU-28, 2000–2013 (1)
(2000 = 100)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss1), (env_ac_egss3), (nama_10_pe) und (nama_gdp_c)
Abbildung 2: Beschäftigung in der Umweltwirtschaft, nach Umweltbereichen, EU-28, 2000–2013(1)
(in Tausend Vollzeitäquivalenten)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss1)
Tabelle 1: Beschäftigung, Produktion und Wertschöpfung in der Umweltwirtschaft, nach Wirtschaftsbereichen, EU-28, 2013
Quelle: Eurostat (env_ac_egss3)
Abbildung 3: Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft, nach Wirtschaftsbereichen, EU-28, 2013 (1)
(in %)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss3)
Abbildung 4: Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft, nach Umweltbereichen, EU-28, 2000–2013 (1)
(in Mrd. EUR)
Quelle: Eurostat (env_ac_egss2)

Dieser Artikel geht auf die Statistiken über das Wachstum und die Beschäftigung in der Umweltwirtschaft der Europäischen Union (EU) ein, wie sie in den europäischen umweltökonomischen Gesamtrechnungen und insbesondere in den Gesamtrechnungen für den Sektor Umweltgüter und dienstleistungen definiert ist. Die Umweltwirtschaft umfasst zwei große Gruppen von Tätigkeiten und/oder Produkten (siehe auch den Abschnitt über Datenquellen und Datenverfügbarkeit): ‚Umweltschutz‘ — alle Aktivitäten, die mit der Vermeidung, Verringerung und Beseitigung von Umweltverschmutzung oder jeder anderen Beeinträchtigung der Umwelt verbunden sind; ‚Ressourcenmanagement‘ — alle Aktivitäten, die mit der Erhaltung und Pflege des Bestands an natürlichen Ressourcen, also mit dem Schutz vor Übernutzung dieser Ressourcen verbunden sind. Die Gesamtrechnungen der Umweltgüter und dienstleistungen liefern Informationen über den Produktionswert (die Erzeugung) von Umweltgütern und dienstleistungen, die Beschäftigung im Umweltbereich und über die Bruttowertschöpfung, die bei der Produktion von Umweltgütern und –dienstleistungen erzielt wird.

Wichtigste statistische Ergebnisse

Nach Schätzungen von Eurostat stieg die Beschäftigung in der Umweltwirtschaft der EU-28 von 2,8 Mio. Vollzeitäquivalenten im Jahr 2000 auf 4,2 Mio. Vollzeitäquivalente im Jahr 2013. Im gleichen Jahr verzeichnete die Umweltwirtschaft in der EU-28 einen Produktionswert von 699 Milliarden EUR und eine Wertschöpfung von 284 Mrd. EUR.Mit Ausnahme der Beschäftigungszahlen für das Jahr 2003 und der im Jahr 2012 erzielten Wertschöpfung lag die Umweltwirtschaft von 2000 bis 2013 hinsichtlich des Wachstums von Beschäftigung und Wertschöpfung/Bruttoinlandsprodukt (BIP) beständig vor der Gesamtwirtschaft (siehe Abbildung 1).

Im Zeitraum von 2000 bis 2013 entstanden in der Umweltwirtschaft stetig neue Arbeitsplätze. Der jährliche Beschäftigungszuwachs betrug in den meisten Jahren 2 6 %, wobei die Zunahmen 2002, 2003, 2012 (als eine leichte Kontraktion zu verzeichnen war) und 2013 geringer ausfielen.

In diesem Artikel wird der Umweltschutz in die folgenden Umweltbereiche untergliedert: Gewässerschutz, Abfallwirtschaft und sonstige Umweltschutzaktivitäten. Das Ressourcenmanagement wird untergliedert in die Bereiche Wassermanagement und Energieressourcenmanagement. Die Kategorien des Ressourcenmanagements wurden in den Abbildungen 2 und 4 mit einer Diagonalschraffierung hervorgehoben.

Abbildung 2 gibt die Beschäftigung nach Umweltbereichen wieder und orientiert sich dabei an (den Klassen) der Klassifikation der Umweltschutzaktivitäten und -ausgaben (CEPA) und der Klassifikation der Ressourcenmanagementaktivitäten (CReMA), die spezielle Klassifikationen der Umweltgesamtrechnungen darstellen (Weiteres dazu siehe Datenquellen und Datenverfügbarkeit). Der Abbildung sind die Arten der Umweltmaßnahmen (Umweltschutz oder Ressourcenmanagement) und die Art der Naturressourcen, auf die sich die jeweiligen Maßnahmen beziehen, zu entnehmen.

Der Beschäftigungszuwachs, der seit 2000 in der Umweltwirtschaft zu beobachten ist, ist hauptsächlich auf das zunehmende Energieressourcenmanagement zurückzuführen; hier sind v. a. die Ressourcen zu nennen, die mit der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen (wie Windkraft und Solarenergie) und der Herstellung von Ausrüstungen und Anlagen zur Wärme- und Energieeinsparung in Zusammenhang stehen. Die Beschäftigung in diesem Umweltbereich erhöhte sich von 2000 bis 2013 von 547 000 auf 1,6 Mio.  Vollzeitäquivalente, was einem Anstieg von über einer Million Vollzeitäquivalenten entsprach (oder 187 %). Den zweitwichtigsten Beitrag zum Beschäftigungswachstum in der Umweltwirtschaft erbrachte der Bereich Abfallwirtschaft, wo sich die Beschäftigung im Zeitraum 2000-2013 von 828 000 auf 1,1 Mio. Vollzeitäquivalente erhöhte (ein Gesamtanstieg von 34 %). Demgegenüber ging die Beschäftigung im Bereich Abwasserwirtschaft im Zeitraum 2000–2013 um 61 000 Vollzeitäquivalente auf 589 000 Vollzeitäquivalente zurück. Während im Jahr 2000 drei Viertel (75 %) der gesamten Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft auf den Umweltschutz entfielen, betrug der Anteil des Umweltschutzes infolge des Beschäftigungszuwachses im Bereich Ressourcenmanagement im Jahr 2013 nur noch knapp drei Fünftel (59 %).

Eine Alternative zur Analyse nach Umweltbereichen ist die Untersuchung auf Basis der Tätigkeit der Produktionseinheiten (nach Wirtschaftsbereichen) unter Verwendung der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige (NACE). Da die Produktionseinheiten für Umweltgüter und –dienstleistungen in einer Reihe von Wirtschaftsbereichen tätig sind, liefert eine Analyse nach Wirtschaftsbereichen ein ergänzendes Bild zur Analyse nach Umweltbereichen. Tabelle 1 folgt diesem alternativen Ansatz und macht deutlich, dass die meisten Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft der EU-28 im Jahr 2013 in den folgenden Bereichen zu verzeichnen waren: Energie- und Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (NACE-Abschnitte D und E) mit 1,4 Mio. Vollzeitäquivalenten; sowie Baugewerbe/Bau (NACE-Abschnitt F) mit 1,2 Mio Vollzeitäquivalenten. Demgegenüber beschäftigte die Umweltwirtschaft 731 000 Vollzeitäquivalente im Dienstleistungssektor, 557 000 Vollzeitäquivalente im Bergbau, der Gewinnung von Steinen und Erden sowie im Verarbeitenden Gewerbe und 319 000 Vollzeitäquivalente in der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei.

Tabelle 1 gibt außerdem Aufschluss über den Produktionswert und die Bruttowertschöpfung in der Umweltwirtschaft. Den größten Beitrag zur Bruttowertschöpfung in der Umweltwirtschaft der EU-28 leisteten 2013 die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung und die Beseitigung von Umweltverschmutzung mit 125 Mrd. EUR oder 44 % des Gesamtwerts (siehe Abbildung 3). Das war der mit Abstand größte Bereich, der vor allem die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen und die Gewinnung von Gas aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten und Abfällen umfasst. Der zweitgrößte Beitrag zur Bruttowertschöpfung in der Umweltwirtschaft kam aus dem Bereich Baugewerbe/Bau, der 55 Mrd. EUR der Wertschöpfung bzw. 19 % des Gesamtwerts vermeldete. Dieser Bereich umfasst den Bau von Niedrigenergie- und Passivhäusern wie auch die Sanierung des Gebäudebestands zur Senkung des Energieverbrauchs, Schallschutzarbeiten, die Instandhaltung und Instandsetzung von Wasserleitungsnetzen sowie Bauarbeiten für Abwasser- und Abfallentsorgungsanlagen und Abwassersysteme. Den drittgrößten Bereich stellten die Dienstleistungen dar, die eine Wertschöpfung von 48 Mrd. EUR bzw. 17 % des Gesamtwerts der Umweltwirtschaft hervorbrachten. Die verbleibenden Bereiche steuerten 13 % (Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, Verarbeitendes Gewerbe) bzw. 7 % (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei) des Gesamtwerts bei.

Interessanterweise brachten die Bereiche Energie- und Wasserversorgung sowie Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen mit 34 % der Beschäftigten 44 % der Wertschöpfung der Umweltwirtschaft hervor, während das Baugewerbe mit 28 % der Beschäftigten 19 % der Wertschöpfung beisteuerte. Somit waren dies die Bereiche mit der höchsten und der niedrigsten Arbeitsproduktivität (Wertschöpfung je Vollzeitäquivalent) in der Umweltwirtschaft. Weitere Informationen über das Thema der Produktivität können dem Artikel über Materialflussrechnung und Ressourcenproduktivität entnommen werden.

Aufschluss über die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in der Umweltwirtschaft seit dem Jahr 2000 gibt Abbildung 4. Diese stieg von 135 Mrd. EUR im Jahr 2000 auf 284 Mrd. EUR im Jahr 2013 (wobei zu beachten ist, dass diese Entwicklungen in jeweiligen Preisen angegeben werden), während der Beitrag der Umweltwirtschaft zum Gesamt-BIP im selben Zeitraum von 1,5 % auf 2,2 % anstieg. Die Bruttowertschöpfung der Umweltwirtschaft wuchs von 2000 bis 2008 kontinuierlich auf 231 Mrd. EUR an. Im Jahr 2009 blieb sie aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise unverändert, nahm jedoch in den Folgejahren erneut zu (2010–13).

Die Bruttowertschöpfung der Umweltschutzaktivitäten erhöhte sich von 102 Mrd. EUR bzw. 1,1 % des BIP im Jahr 2000 auf 163 Mrd. EUR bzw. 1,2 % des BIP im Jahr 2013. Die Bruttowertschöpfung der Ressourcenmanagementaktivitäten startete von einem niedrigeren Ausgangswert im Jahr 2000, und zwar bei 33 Mrd. EUR bzw. 0,4 % des BIP, verzeichnete dann jedoch ein rascheres Wachstum und erreichte 2013 122 Mrd. EUR bzw. 0,9 % des BIP, was weitgehend auf einen Anstieg der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen (beispielsweise aus Windkraft, Solarenergie und Biokraftstoffen) und bei der Herstellung von Produkten zur Wärme- und Energieeinsparung zurückzuführen war.

Datenquellen und Datenverfügbarkeit

Grundlage dieses Artikels sind Daten aus den Gesamtrechnungen für den Sektor Umweltgüter und dienstleistungen (EGSS), der zu den europäischen umweltökonomischen Gesamtrechnungen zählt. Mit den Umweltgesamtrechnungen wird das Zusammenspiel von Umwelt und Wirtschaft analysiert, indem die Umweltdaten nach den Grundsätzen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen aufbereitet werden. Die Gesamtrechnungen für den Sektor Umweltgüter und –dienstleistungen können beispielsweise genutzt werden, um festzustellen, welche Bereiche die größten Verschmutzungen verursachen, oder welche am meisten Raubbau an den natürlichen Ressourcen betreiben, welche Rolle der Staat und die privaten Haushalte spielen, welche Kosten der Umweltschutz verursacht und von wem diese getragen werden, wie groß die Umweltwirtschaft im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft ist und welchen Umfang Produktion und Verbrauch von natürlichen Ressourcen und Energie haben.

Die Gesamtrechnung der Umweltgüter und –dienstleistungen liefert Schätzwerte über die Beschäftigung, Produktion und Wertschöpfung bei der Herstellung von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen, die zur Messung, Vermeidung, Begrenzung, Minimierung und Beseitigung von Umweltschäden sowie zur Verhinderung des Raubbaus an natürlichen Ressourcen verwendet werden. Die Methodik der Umweltgesamtrechnungen entspricht dem System der integrierten umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) (auf Englisch) der Vereinten Nationen (UN), bei dem es sich um einen internationalen statistischen Standard handelt. Der Umfang des Sektors Umweltgüter und –dienstleistungen (zu diesem Bereich zählende Tätigkeiten und Erzeugnisse) wird im Anhang zur Durchführungsverordnung (EU) 2015/2174 der Kommission über die indikative Übersicht des Sektors Umweltgüter und dienstleistungen definiert.

Die EU-28-Aggregate, die in diesem Artikel zu finden sind, werden nicht als die direkte Summe aus den Schätzwerten der Mitgliedstaaten berechnet. Vielmehr setzt Eurostat ein standardisiertes Datenintegrationsverfahren ein, bei dem die nationalen Daten aus verschiedenen Eurostat-Datenerhebungen mit anderen internationalen und nationalen Quellen kombiniert werden. Dabei werden u. a. die folgenden Datenquellen genutzt: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Umweltschutzausgabenstatistiken und -rechnungen, strukturelle Unternehmensstatistiken, Industriegüterstatistiken, Arbeitskräftestatistiken, internationale Handelsstatistiken, Agrarstatistiken und Energiestatistiken. Die entsprechenden Methoden können dem Praktischen Leitfaden für die Erstellung von Gesamtrechnungen der Umweltgüter und dienstleistungen (in englischer Sprache) entnommen werden.

Wirtschaftliche Variablen

Beschäftigung wird in der gleichen Weise definiert wie in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Sie wird in Vollzeitäquivalenten gemessen (definiert als insgesamt geleistete Arbeitsstunden dividiert durch die durchschnittlich geleisteten jährlichen Arbeitsstunden in Vollzeitbeschäftigungen).

Der Produktionswert ist der Wert der Güter und Dienstleistungen, die zur Verwendung außerhalb der produzierenden Einheit hergestellt oder erbracht wurden, zuzüglich des Werts aller Güter und Dienstleistungen, die für die Eigenverwendung erzeugt wurden, und der Güter, die am Ende des Zeitraums, in dem sie produziert wurden, in den Vorräten verbleiben. Auch Hilfstätigkeiten werden in die Gesamtrechnungen der Umweltgüter und dienstleistungen einbezogen.

Die Bruttowertschöpfung eines Bereichs steht für den Beitrag dieses Bereichs zum BIP. Im weiteren Sinne ist sie die Differenz zwischen dem Produktionswert und den Vorleistungen.

Bandbreite des Sektors Umweltgüter und dienstleistungen und Umweltbereiche

Die Gesamtrechnungen der Umweltgüter und –dienstleistungen umfassen zwei große Gruppen von Tätigkeiten und Erzeugnissen:

  • Umweltschutz: Aktivitäten, die vornehmlich auf die Vermeidung, Verringerung und Beseitigung von Umweltverschmutzung oder jeder anderen Beeinträchtigung der Umwelt abzielen;
  • Ressourcenmanagement: Aktivitäten, die vornehmlich auf die Erhaltung und Pflege des Bestands an natürlichen Ressourcen und somit auf den Schutz vor Übernutzung dieser Ressourcen abzielen.

Es gibt gesonderte Klassifikationen der Umweltschutzaktivitäten (CEPA) und der Ressourcenmanagementaktivitäten (CReMA). Die Daten werden unter Zugrundelegung der folgenden Aufschlüsselung erhoben und verbreitet:

CEPA 1 — Luftreinhaltung und Klimaschutz, darunter
CEPA 112 und 122 — Schutz des Klimas und der Ozonschicht
CEPA 2 — Abwasserwirtschaft
CEPA 3 — Abfallwirtschaft
CEPA 4 — Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser
CEPA 5 — Lärm- und Erschütterungsschutz
CEPA 6 — Arten- und Landschaftsschutz
CEPA 7 — Strahlenschutz
CEPA 8 — Forschung und Entwicklung im Umweltbereich
CEPA 9 — Sonstige Umweltschutzaktivitäten
CReMA 10 — Wassermanagement
CReMA 11 — Management von Waldressourcen, darunter
CReMA 11A —Management von Waldflächen
CReMA 11B — Minimierung der Aufnahme von Waldressourcen
CReMA 12 — Management des natürlichen Pflanzen- und Tierbestands
CReMA 13 — Energieressourcenmanagement
CReMA 13A — Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen
CReMA 13B — Wärme-/Energieeinsparungen und management
CReMA 13C — Minimierung der Verwendung fossiler Energieträger als Rohstoffe
CReMA 14 — Management mineralischer Rohstoffe
CReMA 15 — Forschung und Entwicklung im Ressourcenmanagement
CReMA 16 — Sonstige Aktivitäten des Ressourcenmanagements

CEPA 2000 ist ein anerkannter internationaler Standard, der zur Familie der internationalen Wirtschafts- und Sozialklassifikationen gehört. Er kann von der Website Ramon abgerufen werden.

Kontext

Die Einsicht, dass die Umweltverschmutzung bekämpft und die natürlichen Ressourcen erhalten werden müssen, wächst zunehmend. Vor dem Hintergrund der Globalisierung, des technologischen Wandels und neuer politischer Prioritäten haben die politischen Entscheidungsträger ein ausgeprägtes Interesse an der Umweltwirtschaft bekundet. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass diese über ein großes Wachstumspotenzial verfügt, Wohlstand hervorbringt, Arbeitsplätze schafft und eine wichtige Rolle beim Übergang der Volkswirtschaften zu einer nachhaltigen Entwicklung einnimmt. Siehe beispielsweise das „Beschäftigungspaket“ des Europäischen Semesters, das im April 2012 auf den Weg gebracht wurde, und den Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über ein allgemeines Umweltaktionsprogramm der EU für die Zeit bis 2020 „Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten“ vom November 2013.

Deshalb sind die nationalen und internationalen Daten über Umweltgüter und –dienstleistungen für die politischen Entscheidungsträger und die Forschungsgemeinschaft von Bedeutung, vor allem im wirtschaftlichen Bereich. In der Tat bieten die Gesamtrechnungen der Umweltgüter und dienstleistungen einen idealen Rahmen für die Erhebung und Übermittlung von beschäftigungsbezogenen Daten, der in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Erzeugung von Produkten steht, die dem Umweltschutz und der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen dienen sollen. Da ihre Definitionen und Konzepte mit denen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Einklang stehen, liefert die Datenbank der Umweltgüter und dienstleistungen unverzichtbare Ausgangswerte für mikro- und makroökonomische Analysen der grünen Wirtschaft, für umwelt- und ressourcenpolitische Analysen und für die Überwachung der politischen Ziele. Ihre Produktions- und Beschäftigungsdaten sind Indikatoren, die breite Anwendung finden bei Analysen der Wirtschaftssektoren und bei der Beobachtung von deren Leistungskraft und Wachstum. Die Bruttowertschöpfung wird in erster Linie dazu verwendet, um den Bereich Umweltgüter und dienstleistungen mit dem BIP zu vergleichen.

Siehe auch

Weitere Informationen von Eurostat

Datenbank

Sektor Umweltgüter und -dienstleistungen (env_egs)
Beschäftigung des Sektors Umweltgüter und -dienstleistungen (env_ac_egss1)
Produktion, Wertschöpfung und Ausfuhren des Sektors Umweltgüter und -dienstleistungen (env_ac_egss2)
Produktion, Wertschöpfung und Beschäftigung des Sektors Umweltgüter und -dienstleistungen nach Gruppen von Wirtschaftsbereichen (env_ac_egss3)

Spezieller Bereich

Methodik / Metadaten

Quelldaten für die Tabellen und Abbildungen (MS Excel)

Weitere Informationen

Weblinks