GRUNDSÄTZE UND MERKMALE

Grundsatz 1: Bevölkerungsunter- und obergrenzen

In der NUTS-Verordnung sind je nach Größe der NUTS-Regionen verschiedene Bevölkerungsunter- und obergrenzen festgesetzt:

Ebene Untergrenze Obergrenze
NUTS 1 3 000 000 7 000 000
NUTS 2 800 000 3 000 000
NUTS 3 150 000 800 000


Bei den administrativen Ebenen von NUTS ist es ausreichend, wenn die durchschnittliche Größe der Regionen innerhalb der Schwellenwerte liegt; bei den nichtadministrativen Ebenen sollte jede einzelne Region die Werte einhalten. Ausnahmen unter bestimmten geografischen, sozioökonomischen, historischen, kulturellen oder ökologischen Umständen sind jedoch vorgesehen.

Obwohl versucht wird, Regionen vergleichbarer Größe derselben NUTS-Ebene zuzuordnen, gibt es auf den einzelnen Ebenen nach wie vor große Bevölkerungsunterschiede.

Grundsatz 2: NUTS orientiert sich bevorzugt an Verwaltungsgliederungen

Aus praktischen Gründen reflektiert die NUTS-Klassifikation in der Regel die territoriale Verwaltungsgliederung der Mitgliedstaaten. Dies fördert die Verfügbarkeit von Daten und die Umsetzbarkeit

Grundsatz 3: Reguläre und außerordentliche Änderungen

Die NUTS-Klassifikation kann geändert werden, in der Regel jedoch nicht häufiger als alle drei Jahre. Die Änderungen basieren in der Regel auf Verschiebungen in der territorialen Struktur eines oder mehrerer Mitgliedstaaten.

Im Falle einer tiefgreifenden Umgestaltung der administrativen Struktur eines Mitgliedstaats können Änderungen der NUTS-Klassifikation in Abständen von weniger als drei Jahren vorgenommen werden. Dies war bislang nur einmal der Fall, und zwar 2014 für Portugal.