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Investitionsförderung durch die Nachbarschaftsinvestitionsfazilität (NIF)

Die Nachbarschaftsinvestitionsfazilität (NIF) ist ein innovativer Finanzierungsmechanismus, mit dessen Hilfe zusätzliche, finanzielle Mittel für notwendige Investitionen in der europäischen Nachbarschaftsregion in Sektoren wie Transport, Energie, Wasser/Abwasser, Umwelt und dem sozialen Bereich (z.B. Bau von Schulen und Krankenhäusern) zur Verfügung gestellt werden. Zudem unterstützt die Fazilität den Privatsektor, insbesondere durch die Bereitstellung von Risikokapital zur Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs).

Die Nachbarschaftsinvestitionsfazilität (NIF)

Die NIF wurde ins Leben gerufen, um kapitalintensive Infrastruktur-Projekte in Partnerländern im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) zu finanzieren, sowie den privaten Sektor in diesen Ländern zu fördern. Die Fazilität kombiniert Zuschüsse der Europäischen Kommission und der EU-Mitgliedsstaaten mit Darlehen europäischer, öffentlicher Finanzinstitutionen, sowie Beteiligungen der Partnerländer.

Auf diese Weise unterstützt die Europäische Union ihre Nachbarn bei der Realisierung von wichtigen Investitionen in prioritären Sektoren für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes. Damit hat die Aktivität der NIF nicht nur einen positiven Effekt für die Bevölkerung in der Nachbarschaftsregion, sondern in Anbetracht des gemeinsamen Interesses an Stabilität und Wohlstand auch für die europäische Bevölkerung.

Indem Ressourcen aus unterschiedlichen Quellen zusammengelegt werden, leistet die NIF einen bedeutenden Beitrag zu der im Rahmen der Paris Deklaration sowie des Aktionsplans von Accra angestrebten Geberkoordinierung und der Effektivitätssteigerung von Entwicklungshilfe. Außerdem unterstützt die Fazilität die Umsetzung anderer regionaler und multilateraler Prozesse, wie beispielsweise die Union für das Mittelmeer, die östliche Partnerschaft und die Schwarzmeer-Synergie-Initiative.

Für den Zeitraum 2007-2013, hat die Europäische Union einen Gesamtbetrag von €767 für die Aktivitäten der NIF vorgesehen. Dazu kommen noch weitere Beiträge pdf - 81 KB [81 KB] English (en) der Mitgliedsstaaten, welche in einen durch die Europäische Investitionsbank verwalteten Trust Fund eingezahlt werden. Bisher konnten NIF Zuschüsse zu Infrastruktur- und Privatsektorprojekten von €678.9 Millionen bereits ein Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als €19.3 Milliarden hebeln.

Eine Evaluierung zur Mitte der Laufzeit pdf - 4 MB [4 MB] English (en) (2008-2011) der NIF wurde im Mai Jahr 2013 abgeschlossen. Das operative Gremium der NIF hat im Juli 2013 eine Stellungnahme (das sog. fiche contradictoire pdf - 94 KB [94 KB] English (en) ) zu den Empfehlungen der Evaluierung verabschiedet.

Projekte mit endgültiger Genehmigung

Sobald ein Projekt endgültige Genehmigung erhalten hat, können die bei der NIF beantragten Zuschüsse ausgezahlt werden. Auf den folgenden verlinkten Seiten finden Sie eine kurze Beschreibung dieser Projekte:

Region Ost

Region Süd

Projekte mit vorläufiger Genehmigung

Vorläufig genehmigte Projekte werden durch das NIF Direktorium in Erwägung gezogen für eine endgültige Genehmigung, bedürfen dafür allerdings noch weiterer Vorbereitung. Eine vorläufige Genehmigung hat keine finanzielle oder rechtliche Verpflichtung der Europäischen Kommission oder der Finanzinstitutionen zur Folge.

Eine Liste der Projekte mit vorläufiger Genehmigung finden Sie hier pdf - 19 KB [19 KB] English (en) .

Die Funktionsweise der NIF

Um von NIF Zuschüssen profitieren zu können, muss ein Projekt durch eine der folgenden vom NIF Direktorium anerkannten Europäischen Öffentlichen Finanzinstitutionen vorgelegt werden:

  • Europäische Investitionsbank (EIB)
  • Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE)
  • Entwicklungsbank des Europarats (CEB)
  • Nordische Investitionsbank (NIB)
  • Agence Française de Dévelopment (AFD)
  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW)
  • Österreichische Entwicklungsbank AG (OeEB)
  • Società Italiana per le Imprese all'Estero (SIMEST)
  • Sociedade para o Financiamento do Desenvolvimento (SOFID)
  • Agencia Española de Cooperación Internacional para el Desarrollo (AECID))

Das NIF-Sekretariat ist für die Organisation der Sitzungen des NIF-Direktoriums und für die Umsetzung dessen Entscheidungen verantwortlich. Es ist in der EU-Kommission angesiedelt (EuropeAid Referat C3 "Finanzinstrumente" – Nachhaltiges Wachstum und Entwicklung) übertragen, welches für die Koordination aller von EuropeAid verwalteten regionalen Investitionsfazilitäten verantwortlich ist.

Die Funktionsweise der NIF

Falls Sie Fragen zum NIF haben, schauen Sie sich bitte vorerst unsere Liste der Frequently Asked Questions pdf - 9 KB [9 KB] English (en) an. Für etwaige unbeantwortete Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Letzte Aktualisierung: 27/08/2013 | Seitenanfang