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Intelligentes Wachstum

Lächelndes Mädchen vor einer Schultafel mit Zeichnung eines Diploms und eines Akademikerhuts © iStockphoto

Intelligentes Wachstum bedeutet bessere Leistungen der EU in den Bereichen

  • Bildung (Ermutigung zum Lernen und Studieren und zur Weiterqualifizierung);
  • Forschung und Innovation (Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, um Wachstum und Beschäftigung zu fördern und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen zu können);
  • digitale Gesellschaft (Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologie).

 

Ziele der EU für intelligentes Wachstum

  1. Steigerung des öffentlichen und privaten Investitionsvolumens auf 3 % des BIP der EU und Verbesserung der Bedingungen für Forschung und Entwicklung;
  2. bis 2020 Anhebung der Beschäftigungsquote bei den 20- bis 64-Jährigen auf 75 %, indem mehr Menschen – insbesondere Frauen, Jugendliche, ältere und gering qualifizierte Personen und legale Migranten in Beschäftigung gebracht werden;
  3. Verbesserung des Bildungsstands, insbesondere
    – Verringerung der Schulabbrecherquote auf unter 10 %;
    – Steigerung des Anteils der 30- bis 34-Jährigen mit Hochschulbildung (oder gleichwertiger Bildung) auf mindestens 40 %.

> Alle EU-Kernziele

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Wie wird die EU mehr intelligentes Wachstum erreichen?

Durch drei Leitinitiativen:

  1. Digitale Agenda für Europa English

    Schaffung eines digitalen Binnenmarkts auf der Grundlage des schnellen und ultraschnellen Internets und interoperabler Anwendungen:
    • Breitbandanschluss für alle bis zum Jahr 2013
    • sehr viel höhere Internetgeschwindigkeiten (30 Mbps oder mehr) bis 2020
    • Internetgeschwindigkeiten von über 100 Mbps für mindestens 50 % aller europäischen Haushalte bis 2020.
  2. Innovationsunion English
    • Neuausrichtung der FuE- und Innovationspolitik auf die drängendsten Herausforderungen unserer Gesellschaft: Klimawandel, Energie- und Ressourceneffizienz, Gesundheit und demografischer Wandel
    • Verstärkung aller Glieder der Innovationskette, von der Grundlagenforschung bis zur Vermarktung.
  3. Jugend in Bewegung
    • Erleichterung des Auslandsstudiums für Studierende und Auszubildende
    • bessere Vorbereitung junger Menschen auf die Herausforderungen des Arbeitsmarkts
    • Steigerung der Leistung und internationalen Attraktivität der Hochschulen in Europa
    • generelle Verbesserung der allgemeinen und beruflichen Bildung (akademisches Spitzenniveau, Chancengleichheit).

> Alle Leitinitiativen

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Warum braucht Europa intelligentes Wachstum?

Europas Wachstumsrückstand gegenüber seinen Hauptkonkurrenten ist durch ein Produktionsgefälle bedingt, das teilweise zurückzuführen ist auf

  • geringere Investitionen in FuE und Innovation
  • eine unzureichende Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien
  • einen erschwerten Zugang zu Innovation in einigen Gesellschaftsbereichen.

Beispiele:

  • Der Anteil europäischer Unternehmen am gesamten Markt für Informations- und Kommunikationstechnologien beläuft sich lediglich auf 25 %.
  • Die schleppende Einführung des Hochgeschwindigkeits-Internet beeinträchtigt das Innovationspotenzial sowie die Fähigkeit Europas, Wissen, Waren und Dienstleistungen zu verbreiten, und hat eine Isolierung der ländlichen Regionen zur Folge.

Allgemeine und berufliche Bildung

  • Rund 25 % der europäischen Schulkinder haben eine Leseschwäche.
  • Zu viele junge Menschen haben keinen Bildungs- oder Ausbildungsabschluss.
  • Die Zahl der Schüler mit mittlerem Qualifikationsniveau ist zwar gestiegen, doch häufig entspricht dieses Niveau nicht dem Arbeitsmarktbedarf.
  • Weniger als ein Drittel der Europäer im Alter zwischen 25 und 34 Jahren verfügt über einen Hochschulabschluss (USA: 40 %, Japan: 50 %).
  • Weltweit gesehen sind die europäischen Hochschulen nicht sehr gut positioniert – nur zwei gehören zu den 20 besten Hochschulen (Shanghai-Rangliste der weltweit besten Universitäten English).

Alternde Bevölkerung

  • Angesichts der zunehmenden Lebenserwartung und der rückläufigen Kinderzahl in Europa muss eine kleinere Erwerbsbevölkerung für mehr Rentner und die Finanzierung des Sozialsystems aufkommen.
  • Die Zahl der über 60-Jährigen nimmt heute doppelt so schnell zu wie vor 2007, nämlich um rund zwei Millionen jährlich statt wie zuvor um eine Million.
  • Eine stärker wissensbasierte Wirtschaft wird es den Menschen ermöglichen, ihr Arbeitsleben zu verlängern, und zu einer Entspannung der Lage beitragen.

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